Nach wie vielen gefahrenen Kilometern stirbt ein Autofahrer?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Zum Glück stirbt man nicht durchschnittlich, nachdem man erst 20 km in einem Auto auf der Straße zurückgelegt hat. Dann wären schon längst alle tot, oder das Auto als Verkehrsmittel hätte sich nie durchgesetzt.

Ohne statistische Zahlen genau zu kennen, kann man aber schon sagen, dass es sich um mehrere Millionen zurückgelegter Kilometer handelt, die im Durchschnitt zu einem Verkehrstod führen.

In Deutschland sterben im Straßenverkehr (nicht nur als Autofahrer, sondern auch als Beifahrer, Radfahrer, Motorradfahrer, Fußgänger) jährlich ganz grob gerechnet 4000 Menschen.

Wieviel Kilometer ein Mensch im Jahr im Straßenverkehr zurücklegt, darüber gibt es wahrscheinlich keine valide Statistik. Also kann man hier nur raten. Ich greife hier einmal heraus, dass jemand schon einen gewissen Weg zur Arbeit hat (2 km bis 50 km), und auch einmal einige längere Touren macht.

Geht man von 10 km pro Tag aus, kommt man auf 3600 km pro Jahr. Geht man von 50 km pro Tag aus, kommt man auf 18 000 km pro Jahr.

Bei 80 Millionen Einwohnern in Deutschland kommt man von daher auf
290 Milliarden bis 1450 Milliarden Straßenkilometer. Teilt man das wiederum durch 4000 Verkehrstote, so erhält man ein Ergebnis zwischen

72,5 Millionen bis 362 Millionen Straßenkilometern bis zum Verkehrstod.

Eventuell meinst du deine Frage auch anders. Nämlich so, dass man die Anzahl der Kilometer aller Verkehrswege in Deutschland (km Autobahn + km Landstraße + km innerörtlicher Straßen) durch die Anzahl der Verkehrstoten pro Jahr teilen soll.

Es gibt ca. 230 000 km Straßen in Deutschland. Dann hätte man ca. alle 58 km einen Toten zu beklagen, der in den letzten 12 Monaten an einer bestimmten Stelle im Straßenverkehr gestorben ist.

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Das mit den 20 km war nur ein Beispiel, in das ich dann die echten (oder geschätzten) Zahlen eintragen wollte.

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Wie kann man nach durchschnittlich 20 km bereits sterben? Demnach würde man ja nicht einmal bis zur Fahrschulprüfung gelangen, denn bis dahin fährt man ja schon ein Vielfaches dieser Distanz und Berufe wie Fahrschullehrer gäbe es gar nicht erst. 

Aber selbst wenn es erst ab dem Erhalt des Führerscheins gilt, so sei erwähnt, dass manche schon aus beruflichen Gründen zigtausende Kilometer im Jahr zurücklegen und dies auch überleben. Wenn dann im Durchschnitt alle 20 km jemand stirbt, sind damit vielleicht eher Streckenkilometer auf den Straßen (also nicht gefahrene Kilometer) gemeint oder aber, falls doch gefahrene Kilometer gemeint sind, müssten sehr viele Fahrer so saudämlich sein, sich schon nach einigen Metern mit dem Fahrzeug umzubringen oder erheblich mehr Leute, es unter 20 km zu schaffen, sich umzubringen.

Das mit den 20 km war nur ein Beispiel, in das ich dann die echten (oder geschätzten) Zahlen eintragen wollte.

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@AnonymousChris

Das hätte aber nichts daran geändert, dass ein statistischer Durchschnittswert, der mit Sicherheit weit höher als bei 20 km läge, nicht bindend dafür ist, nach wie viel Fahrleistung jemand stirbt. Bei Streckenkilometern könnte man noch Rückschlüsse ziehen, denn die sind an der Infrastruktur gebunden und verändern sich nicht, aber die Fahrleistung wird von zu vielen Faktoren beeinflusst.

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Da ja offenbar jeder hier meint, dass diese Frage unbeantwortbar sei, dies aber dennoch der Fall ist, hau ich mal meine vage Erinnerung raus.

Ich hab letztens irgendwo im Radio gehört das auf alle 80 bis 140 Millionen Personenkilometer ein Verkehrstoter (oder ein Verkerhsunfall mit Personenschäden) kommt. Ich glaub da ging es um einen Vergleich in Deutschland und Amerika. Welche Zahl auf welches Land zutrifft ob die überhaupt stimmen, und ob es nun um Tote oder Verletzte ging, weiß ich leider nicht mehr genau. Aber das war auf jedenfall eine hohe Zahl an km.

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