Nach wie viel kann eine Anzeige zurückgezogen werden?

4 Antworten

Anzeigen kann man GAR NICHT zurückziehen.

Eine Anzeige bedeutet, dass du die Strafermittlungsbehörden davon in Kenntnis gesetzt hast, dass eine (vermutlich) strafbare Handung stattgefunden hat. Diese Kenntnis kannst du ihnen nicht mehr nehmen. Wenn die Staatsanwaltschaften eine strafbare Handlung erkennen, die ein Offizialdelikt sind oder wo öffentliches Interesse vorliegt, werden sie ein Verfahren eröffnen und du kannst nichts dagegen tun.

Handelt es sich um ein reines Antragsdelikt, kannst du die ANZEIGE ebenfalls nicht zurück ziehen. Du kannst aber sehr wohl den ANTRAG auf STRAFVERFOLGUNG zurückziehen.

Beispielsweise bei Beleidigung. Da kann man sagen, ok, die Behörden wissen Bescheid, macht nichts, ich sage ihnen, sie brauchen das nicht verfolgen. Dann wird das Verfahren eingestellt. Deine ANZEIGE hat also keine weiteren Folgen. Die strafbare Handlung bleibt aber ANGEZEIGT. Kann man nicht rückgängig machen.

Hast du einen schweren Raub mit Körperverletzung angezeigt, werden sie das verfolgen, egal, was du möchtest.

Gruß S.

Eine Anzeige kann man nicht zurückziehen, höchstens den dazugehörigen Strafantrag.

Das stellt dann bei absoluten Antragsdelikten ein Verfahrenshindernis dar. Bei nicht notwendigen Antragsdelikten kann trotzdem, bei entsprechendem öffentlichen Interesse, das Verfahren weitergeführt werden.

Gegen mich hat mal ein Tankstellenpächter Anzeige wegen Tankbetrugs gestellt. Bereits 6 Std. später hat er bei Durchsicht der Videobänder seinen Irrtum eingesehen und die Anzeige zurückgezogen.

Danach musste er selber noch 3 mal zur Polizei, sein Mitarbeiter noch 2 mal, eine Zeugin von mir 1 mal (morgens um 7.30), ich musste mich schriftlich äußern, und erst ca. 6 Monate später wurde mir mitgeteilt, dass das Verfahren eingestellt worden ist. Der Grund der Einstellung wurde nicht mitgeteilt.

So viel Mühe gibt sich die Staatsanwaltschaft aber auch nur bei Biodeutschen.

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@Justizaufsicht

Dem StA ist bei seiner Arbeit die Nationalität völlig egal. Bei einer hinreichenden Verurteilungswahrscheinlichkeit wird vor Gericht gezogen oder ein Strafbefehl erlassen und ansonsten eben nicht.

Das Ihnen kein Einstellungsgrund bekannt gegeben wurde, dass glaube ich Ihnen nicht. Auf jeder Einstellungsverfügung steht der dazugehörige Paragraph. Nachlesen, dann wissen Sie es.

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Es kommt darauf an, wegen was. Manche Anzeigen kann man nicht mehr zurück ziehen.

Zum Beispiel wegen schwerer Körperverletzung

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@Hhggna

Es kann sein, dass aufgrund deiner Anzeige die Staatsanwaltschaft Klage erhebt. Dann wird der der die Anzeige aufgegeben hat als Zeuge gehört (muss die Wahrheit sagen und darf nichts verschweigen) und ist selbst nicht Kläger. Du kannst deine Anzeige dann zwar zurückziehen, die Klage der Staatsanwaltshaft, die ja im öffentlichen Interesse handelt, bleibt auber bestehen.

Kann so kommen, muss aber nicht. Bei schwerer Körperverletzung aber sehr wahrscheinlich.

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@handyguru

Ihr müsst die Begriffe ANZEIGE und STRAFANTRAG differenzieren.

ANZEIGEN können NIE zurückgezogen werden. Strafanträge schon, hierbei ist entscheidend, ob es ein Antrags- oder Offizialdelikt ist oder ob bei einem Antragsdelikt öffentliches Interesse besteht.

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Anzeigen kann man überhaupt nicht zurückziehen.

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Anzeigen kann man GAR NICHT zurück ziehen.

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