nach welcher zeit ist man nach einen herzinfakt sozusagen CA über den berg, habe total angst um meinen vater, der anfall war vor 22st, hilfe kam innerhalb 5min?

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5 Antworten

Diese Frage ist leider für jemanden ohne eine gut funktionierende Glaskugel nicht zu beantworten. Ich kann dir vielleicht ein paar Hinweise geben, aus denen man möglicherweise was ableiten kann, oder aber auch nicht.

Erstens: Der Schaden wird in der Regel nicht schlimmer. Der Infarkt hat dafür gesorgt, dass ein Teil des Herzmuskels nicht mehr durchblutet wurde. Dort sind Zellen abgestorben, die auch wahrscheinlich tot bleiben. Aber da ja hoffentlich eine adäquate Therapie durchgeführt wurde (Herzkatheter mit oder ohne Stents, Lyse oder sonstwas) wird der Schaden nicht größer werden.

Zweitens: Meist wird es besser als vielleicht zunächst angenommen. Nach einem Infarkt mit großem Schaden am Herzmuskel entsteht natürlich eine Herzmuskelschwäche. Eine ungewohnte Situation für den Körper, denn er kann sich nciht mehr in dem Maß selber versorgen, wie sonst. Für diese neue Situation muss der Körper, wahrscheinlich mit Hilfe von Medikamenten, erst einmal eine neue Balance finden, aber wenn dieses gelingt, geht es eher bergauf. Es kann sein, dass man einiges im Leben ändern muss, aber da bekommt man Hilfe. Alleingelassen wird man nicht.

Drittens: Je schneller die Hilfe kam, desto geringer ist der Schaden. Schnelles eintreffen des Rettungsdienstes, schneller Transport in die Klinik und schnelle Versorgung dort (sofern korrekt durchgeführt) bedeuten, dass wahrscheinlich Herzgewebe gerettet werden konnte. Time is Muscle, wie der Americaner sagt - Zeit ist (Herz)muskel

Viertens: Nach einer Reanimation, also Wiederbelebung, ist das Problem seltener das Herz, sondern eher der Kopf. Aus einer deiner anderen Fragen geht hervor, dass dein Vater wiederbelebt wurde und zum Glück wieder schnell eigenen Kreislauf hatte. Dennoch weiß man nicht, wie sehr das Gehirn in Mitleidenschaft gezogen wurde. Es kann also sein, dass er mit guter Herzfunktion aufwacht, aber nur noch eingeschränkt mit seiner Umgebung kommunizieren kann oder sonstige neurologische Störungen davongetragen hat. Sorry, aber das kann man wie gesagt nicht vorhersehen.

Also, ich wünsche dir und deinem Vater alles erdenklich Gute. Nach dem, was du so geschildert hast, sind die Voraussetzungen für einen guten Ausgang für das Herz nicht ganz schlecht. Wie es mit dem Kopf aussieht, muss man halt im Verlauf sehen. Aber das ist alles letztlich gut geraten. Wie es bei euch wird, muss man abwarten, bis er aufwacht und was die weiteren UNtersuchungen ergeben.

Wenn du noch Fragen haben solltest schreib im Zweifelsfall auch gern was persönliches. Ich habe beruflich gewisse Erfahrungen im Bereich Intensivmedizin und kann vielleicht das ein oder andere klarstellen.

Alles Gute

Deine Fragen kann dir hier niemand wirklich beantworten, bei so etwas wie einem Herzinfarkt, Schlaganfall etc. kann man nicht sagen nach wie langer zeit man wieder über den Berg ist, das können oft die Ärzte auch nicht wesswegen sie hier keine Mutmaßungen abgeben.

Wenn schnell Hilfe eintritt erhöht dass natürlich die Überlebenschance, aber zu sagen er ist sicher nach einem Tag über den Berg, währe einfach nur eine Mutmaßung.

Es bringt dir auch persönlich nichts dir solche Fragen zu stellen, vertraue auf die Ärzte die wissen schon was sie tun.

Die kritische Zeit kann bis zu 30 Tagen dauern, abhaengig von der Schwere des Infarkts.
Aber schon mal gut das schnell Hilfe kam.

Und die Aerzte werden ihn jetzt sicherlich genau beobachten und gut betreuen.
Wird schon werden!

Du musst jetzt etwas Geduld haben. Es kommt nämlich auch darauf an, wie schwer der Infarkt war und welche Teile des Herzens betroffen sind.

Am besten mit den Ärzten sprechen, sie werden dich auf dem laufenden halten.

Kommentar von Craenner
19.05.2017, 17:29

Auf die Idee wäre ja keiner kommen, mit den Ärzten zu sprechen.

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Erst wenn die Ursachen beseitigt sind. Etwa Bypässe oder Stents. Oder Gewichtsabnahme und gesundes Leben

Kommentar von studiogirl
18.05.2017, 14:19


Erst wenn die Ursachen beseitigt sind. Etwa Bypässe oder Stents.

Das sind keine Ursachen für einen Herzinfarkt, sondern nachfolgende Massnahmen, bzw. Operationen.

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