Nach welcher Abmahnung darf gekündigt werden?

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7 Antworten

Ein Arbeitnehmer kann gekündigt werden wenn er wegen demselben "Vergehen" schon eine Abmahnung bekommen hat und in dieser darauf hingewiesen wurde dass im Wiederholungsfall arbeitsrechtliche Konsequenzen zu erwarten sind.

Hier reicht eine Abmahnung um bei der nächsten "Verfehlung" gekündigt zu werden.

Was meinst Du mit: Der Chef möchte Person A nach einer gerechtfertigten und einer "nicht wirklich" (?) gerechtfertigten Abmahnung kündigen?

Wenn die zweite Abmahnung nicht gerechtfertigt ist, kann man gegen die Kündigung klagen. Ist sie gerechtfertigt kann der AG aus diesem Grund nicht mehr kündigen. Der Kündigungsgrund ist mit der Abmahnung "verbraucht". Der Chef muss darauf warten dass sich der AN dann wieder falsch verhält. Dann kann er kündigen.

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Diese Frage kann man nicht pauschal beantworten. Einem AN kann man kündigen, wenn er wegen demselben Fehlverhalten schon eine Abmahnung bekommen hat und dabei darauf hingewiesen wurde, dass im Wiederholungsfall arbeitsrechtliche Konsequenzen bis hin zu einer Kündigung zu erwarten sind. Je nach Schwere des "Vergehens" kann aber auch ohne vorherige Abmahnung gekündigt werden.

Der AG darf aber nicht ein und dasselbe Fehlverhalten abmahnen und gleichzeitig deswegen kündigen - möglich ist nur eins von beiden.

Wenn man als AN der Ansicht ist, dass eine Abmahnung nicht gerechtfertigt ist, hat man die Möglichkeit, eine schriftliche Gegendarstellung einzureichen und die Entfernung der Abmahnung aus der Personalakte zu fordern.

Außerdem hat man im Fall der Kündigung die Möglichkeit, innerhalb von drei Wochen nach Erhalt vor dem Arbeitsgericht gegen die Kündigung zu klagen. Tut man das nicht, wird aber auch eine an sich unwirksame Kündigung wirksam.

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Dazu gibt es abweichende Rechtsprechungen. Einer ungerechtfertigten Abmahnung kannst du Widersprechen, einer Kündigung auch. Dann kommt es auf dein "Vergehen" und den Richter / Rechtsanwälten an.

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Eine Abmahnnung besagt sinngemäß "Wenn das nochmal passiert, kann es eine Kündigung geben."

Und das darf man ruhig auch wörtlich nehmen.  Allerdings darf der Betrieb nicht für ein Fehlverhalten erst eine Abmahnung erteilen und dann - ohne ein weiteres Fehlverhalten - kündigen.

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Pauschal lässt es sich nicht sagen.Unter Umständen reicht bereits eine Abmahnung.Bei einem Kündigungsschutzprozess entscheidet allein der Richter, ob eine Abmahnung gerechtfertigt ist.

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Wie schon einige hier sagten, kann man diese Frage so pauschal nicht beantworten, da gibt es wirklich eine Menge Faktoren, die beachtet und ausgewertet werden müssen, bis dir eine eindeutige Antwort gegeben werden kann, am besten wäre es, wenn du dich in dieser Sache von einem kompetenten Anwalt wie diesen hier beraten lassen würdest:
http://www.rechtsanwalt-galka.de/

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Mit der dritten Abmahnung darf die Kündigung ausgesprochen werden, dabei ist es egal welche Begründungen die Abmahnungen hatten.

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Kommentar von DarthMario72
07.10.2016, 13:43

Entschuldige, das ist Humbug

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Kommentar von Familiengerd
07.10.2016, 13:49

Mit der dritten Abmahnung darf die Kündigung ausgesprochen werden

Ein offensichtlich unausrottbares Märchen ...

Eine solche Regelung - "nach der dritten Abmahnung darf gekündigt werden" - gibt es nicht.

Ob eine Kündigung ohne Abmahnung oder bei Wiederholung des Pflichtverstoßes nach der 1., 2, 3., ... Abmahnung angemessen/möglich ist, hängt alleine von den konkreten Umständen, Anlässen und den gegenseitigen Interessenslagen ab.

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Kommentar von Familiengerd
07.10.2016, 14:15

Ergänzung:

Bei mehreren Abmahnungen wegen des gleichen Pflichtverstoßes kommt es allerdings darauf an, dass der Warncharakter nicht durch zu viele "folgenlose" Abmahnungen "verbraucht" wird.

Dann könnte eine Abmahnung nämlich nicht mehr zur Stützung einer Kündigung heran gezogen werden.

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