Nach welchen Kriterien pflanzen Bauern Gerste/Roggen/Hafer/Weizen an?

4 Antworten

Roggen ist hier sicher auch aus Tradition recht weit verbreitet, zu Zeiten des Mittelalters wurde fast nur Roggen anbgebaut und stellte die Nahrungsgrundlage für weite Teile der Bevölkerung.

Das liegt im Besonderen darin begründet, dass Roggen ein relativ anspruchsloses Getreide ist und auch unter schlechteren Anbaubedingungen noch recht gute Erträge liefert. Dieser Umstand gilt natürlich auch heute noch, nur ist es durch die bessere Produktionstechnik hier nicht mehr so relevant. Daneben ist Deutschland eines der wenigen Länder, die eine große Vielfalt an Brotsorten haben und darunter eben auch häufig welche mit Roggenmehl.

Allgemein ist das erste Kriterium für die Entscheidung, was angebaut wird, die Fläche. Also welche Bodenart vorliegt und wie die klimatischen Verhältnisse sind. Auch ist entschiedend, welche Maschinen vorhanden sind, wobei sich da die Ansprüche bei deinene 3 genannten Getreiden nicht unterscheiden.

Einer der wichtigsten Punkte ist letztlich aber die Wirtschaftlichkeit, also wie die Preise für die Getreide stehen und wie die Ertragserwartung aussieht. Dazu müssen noch weitere Faktoren wie Fruchtfolgeeffekte beachtet werden, die Einfluss auf die Bodenfruchtbarkeit und Bodenhygiene haben.

Hallo
Das is auch ein interessantes Thema
Der rechen so wie du ihn nenst heißt grubber
Jeder Landwirt kann selber entscheiden was er säht je nachdem was er braucht
Z.b ein Betrieb mit Kühe und Tire die machen ihr Geld mit dem Verkauf von tieren oder deren produkte wie Milch
Da kan keiner forschreiben was er säht
Auch nicht wen er es gepachtet hat
Oder ein akkerbau Betrieb der nur von dem verkauf von gerste oder weizen oder mais lebt kann auch an bauen was er will jeh nachdem was sich lohnt
Sorry wegen der Rechtschreibung

Zusätzlich zu den bereits genannten Gründen: Es hängt auch davon ab was der Boden hergibt und was klimabedingt in den einzelnen Regionen wächst.

Der Verpächter hat da nix zu sagen.

Dazu kommt, dass manche Pflanzen sich finanziell mehr rentieren als andere. Z. B. wurde in meiner Heimat in den letzten Jahren vermehrt Mais angebaut weil dieser dann in Biogasanlagen verheizt wird - was je nach dem mehr Geld bringt als was anderes.

Den Rechen, den du meinst, nennt sich Egge.

Wie, bei euch baut man Mais an, um ihn dann zu verbrennen? Wie krank ist das denn? Woanders verhungern sie und hier wird Mais verfeuert? :(

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@podokonnik

Mais hat einen guten Brennwert und ist in Massen vorhanden. Der Mais würde diese Probleme nicht wirklich ändern, dazu müsste er erst mal in Mengen gesund sein.

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@peoplelife

Naja dass er in Massen vorhanden ist, liegt daran dass er eben vermehrt angebaut wird.

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@podokonnik

Das ist so. Ich finde es ethisch auch nicht korrekt. Noch dazu finde nicht nur ich dass die Biogasanlagen die Landschaft verschandeln. Aber das ist eine andere Baustelle.

In der Schweiz, wo ich lebe, ist sowas nicht erlaubt. In der EU, oder zumindest in Deutschland, wird es gefördert.

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@peoplelife

Naja, man könnte ja auf den Flächen sicher was anderes anbauen, als nur Mais ;) Das wäre dann auch vielleicht gesünder.

Klar ist es nicht zielführend, den Mais an "arme Afrikaner" zu schicken. Das ist sogar eher kontraproduktiv, da es die dortige Landwirtschaft schwächt. Aber wir müßten weniger importieren. Wenn man auf den Flächen, auf denen Mais zum verheizen anbaut, z.B. Soja anbauen würde, müßten dafür nicht in Brasilien Regenwälder gefällt werden. Oder zumindest weniger.

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@podokonnik

Ich bin mir nicht sicher ob Soja gut wachsen würde.

Aber grundsätzlich hast du recht, und dass man den Mais nicht nach Afrika schicken kann, ist mir auch klar. Es geht mir da um's Prinzip. Dass man Essen nicht verheizt. Aber da es wie gesagt finanziell gefördert wird, macht man es halt. Wenn das mal nicht mehr so ist, gibt es neue Monokulturen.

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@anniegirl80

Mais in Monokultur ist ein Mythos. Du weißt schon, daß ein Landwirt in der EU sogar verpflichtet ist, verschiedene Kulturen anzubauen?

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@Henryettex

Ja, das stimmt. Aber die Maisfelder nehmen trotzdem einen beträchtlichen Teil des Ackerlandes ein.

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Mais brennt nicht! In einer Biogasanlage wir die Biomasse vergoren und es entsteht Methan, welches dann gereinigt im BHKW verbrannt wird. Biogasanlagen haben in ihrer ursprünglichen Idee sher wohl die Marktpreise stabilisiert.

Den Hunger in bestimmten teilen der Welt, kann man nur durch Bildung und zugang zu modernen Produktionsmitteln besiegen.

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