Nach VU OWi bekommen, Sache noch nicht geklärt, RA noch nicht beautragt und nun?

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3 Antworten

Die Frist in der Sie den Anhörungsbogen im Bußgeldverfahren ausfüllen müssen, beträgt in der Regel eine Woche. Der Betroffene ist verpflichtet den Bogen mitsamt den Angaben zu seiner Person zurückzusenden (§ 111 OwiG). Nicht verpflichtet ist der Adressat dagegen, Angaben zur Sache zu machen. Da sich in diesem Fall niemand selbst bezichtigen muss, eine Ordnungswidrigkeit begangen zu haben.

Wenn Sie den Anhörungsbogen nicht beantworten, dann sind weitere Sanktionen zu erwarten. Dabei kann eine Auflage zur Führung eines Fahrtenbuches drohen oder die Vorladung des Halters zur Vernehmung/Anhörung bei der Polizei oder in der Bußgeldstelle.

Sollten nun nicht Sie als Halter der Verursacher der Ordnungswidrigkeit sein, so können Sie auf dem Anhörungsbogen, den tatsächlichen Täter benennen. Dazu sind Sie jedoch, im Gegensatz zur Angabe Ihrer eigenen Personalien, nicht verpflichtet.

Schon am Ort des Geschehens kann die Polizei eine Anhörung im Bußgeldverfahren vornehmen. Doch zum Schutze der Selbstbelastung haben Sie im Wesentlichen das Recht zu schweigen. Dies sollten Sie auch in Anspruch nehmen. Vor allem dann, wenn Sie planen, in der Angelegenheit einen Rechtsanwalt aufzusuchen. Aus Ihrem Schweigen dürfen die Behörden keine Schlüsse gezogen werden, die die Zuständigen Ihnen zur Last gelegt könnten.

Der Anhörungsbogen ist noch nicht die Aufforderung zur Zahlung der Geldbuße. Dies erwartet Sie erst, wenn Sie den Bußgeldbescheid erhalten. Die Zustellung des Bußgeldbescheids erfolgt in der Regel nach zwei bis vier Wochen, insgesamt hat die Behörde allerdings drei Monate dafür Zeit
Lt. Bussgeldkatalog

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Kommentar von Lkwfahrer1003
13.07.2017, 11:13

Hallo Schuby221 ,

Nur zur Info ,

Die Frist in der Sie den Anhörungsbogen im Bußgeldverfahren ausfüllen müssen, beträgt in der Regel eine Woche. Der Betroffene ist verpflichtet den Bogen mitsamt den Angaben zu seiner Person zurückzusenden (§ 111 OwiG). Nicht verpflichtet ist der Adressat dagegen, Angaben zur Sache zu machen. Da sich in diesem Fall niemand selbst bezichtigen muss, eine Ordnungswidrigkeit begangen zu haben.

In der Theorie ist das richtig , jedoch hat die Bußgeldstelle schon die Daten , sonst könnten sie dich ja nicht anschreiben.

Wenn Sie den Anhörungsbogen nicht beantworten, dann sind weitere Sanktionen zu erwarten. Dabei kann eine Auflage zur Führung eines Fahrtenbuches drohen oder die Vorladung des Halters zur Vernehmung/Anhörung bei der Polizei oder in der Bußgeldstelle

 Aber nur , wenn die BGS den erhalt des Anhörungsbogen auch Gerichtsverwertbar nachweisen könnte . Da ein Anhörungsbogen i.d.R. nicht als Einschreiben verschickt wird , dürfte es der BGS nicht gelingen den Nachweis zu erbringen .  

 sofern man will , kann man einen Anhörungsbogen zum bußgeldverfahren diskret entsorgen .

Da ein Bußgeldverfahren schon eröffnet ist , spielt die Rücksendung auch keine große Rolle für die BGS. Er soll dir nur rechtliches Gehör verschaffen .

Gruß 

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Das hört sich ja nicht gut an, beide sind Schuld.

.... und Dein "Berater" steht nicht zur Verfügung, für den ist das doch Alltag. Setze ihn auf den Topf.

Viel Glück.

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Was ist denn der Tatvorwurf ?

Du hast einen VU mit verursacht . Dafür gibt es ein Bußgeld . ( Strafrecht )

Dein Unfallgegner bekommt mit Sicherheit auch ein schreiben . 

Wer jetzt welchen schaden bezahlt macht die Versicherung . ( Zivilrecht )

 

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