Nach Unterschrift des Mietvertrages: Ist da nach drei Tagen eine Mieterhöhung rechtens?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Es ist zu klären, was du mit Mierhöhung meinst: Soll die Nettomiete erhöht  oder die Vorauszahlungen für Betriebskosten angepasst werden?. Beides wäre zu der gesetzten Zeit unzulässig. Das Mieterhöhungsverlangen darf frühestens 12 Monate nach Mietbeginn zugestellt worden sein. Eine Anpassung der Vorauszahlung für Betriebskosten ist erst nach erfolgter inhaltlich und formell korrekter Abrechnung zulässig, und das für die Zukunft und ab übernächstem Monat nach Zustellung der Abrechnung.

Da also in deinemFall (für beide Varianten) die Erhöhung unwirksam ist. brauchst du nicht zu widersprechen und solltest auch den Vermieter nicht belehren. Also: SCHWEIGEN.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das kommt darauf an: Eine höhere Mietzahlung durch Neuberechnung der Betriebskostenvorauszahlung nach Kenntnis der Anzahl der nunmehr einziehenden Personen oder Neuberechnung aufgrund inzwischen bekannter Kostensteigerung n. § 560 BGB wäre es.

Ein Irrtum über die Höhe des Mietzinses, der in der Anzeige mit 429 EUR angegeben vielmehr mietvertraglich 492 EUR betrüge, ebenso.

Eine ordentliche Mieterhöhung n. § 558 BGB setzt hingegen voraus, dass der Mietzins (Kaltmiete) "in dem Zeitpunkt, zu dem die Erhöhung eintreten soll, seit fünfzehn Monaten unverändert ist" und "kann frühestens ein Jahr nach der letzten Mieterhöhung geltend gemacht werden".

Worum handelt es sich denn nun bei dem Verlangen genau?

G imager761


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von imager761
25.03.2016, 17:51

Besteht die "Mieterhöhung" lediglich darin, dass ihr nur wesentlich mehr bezahlen sollt als eure Vormieter?

Das wäre rechtens, denn wird ein neues Mietverhältnis begründet, darf der VM mit euch in freier Vereinbarung eine neue Miete aushandeln, sofern er sich damit nicht im Bereich des Wuchers (§ 291 StGB)  oder der Mietpreisüberhöhung (§ 5 WiStrG) bewegt.

0

Nein.

Frühestens 15 Monate nach Mietbeginn.

Kommen da noch mehr Infos?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

NAch Unterschrift desMietvertrages ist da nach drei Tagen eine mieterhöhungrechtens?

Nein, das ist nicht rechtens, wenn der Vertrag von beiden Parteien unterschrieben ist, kann eine normale Mieterhöhung erst nach 15 Monaten erfolgen; nach 12 Monaten kann er sein Mieterehöhungsverlangen dem Mieter schicken.

Widerspreche der per Einwurfeinschreiben der Mieterhöhung mit der Begründung das nach geltendem Recht eine Mieterhöhung erst nach Ablauf  von 15 Monaten zulässig ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von anitari
25.03.2016, 17:00

Warum einem unwirksamem Mieterhöhungsverlangen widersprechen?

1

Was möchtest Du wissen?