Nach Unfallfall Führerschein entzogen, warum?

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6 Antworten

Ein Aufbauseminar mit Probezeitverlängerung dürfte wohl Dein kleinstes Problem sein.

Du wirst einer Straftat beschuldigt, die Fahrerlaubnis wurde Dir vorläufig entzogen. Das ist immer dann der Fall wenn auch im folgenden Strafverfahren mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist das die Fahrerlaubnis entzogen wird.

Was hast Du denn falsch gemacht wenn man Dir einen Verstoß gegen § 315c StGB Gefährdung des Straßenverkehrs vorwirft?

Du solltest Dich darauf vorbereiten das Du zu einer Geldstrafe verurteilt wirst und Dir die Fahrerlaubnis für mindestens 6 Monate entzogen wird [gilt erst ab Datum des Urteils].

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Kommentar von Cr0ssfire100
09.11.2015, 20:11

Bin quasi mit nicht angepasster Geschwindigkeit auf Nasser Fahrbahn gewesen,um bin dann quer gekommen. Zudem gibt es vier Zeugen...weshalb ich auch die Tat zugegeben habe. Aber warum gleich mind. 6 Monate ? Kann doch mla passieren oder nicht ?

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Kommentar von TerhorstAgentur
09.11.2015, 23:35

Um wegen einer Straftat belangt zu werden reicht kein "kann ja mal passieren " da gehört schon eine ganze Menge mehr dazu. Ich weiß nicht was Du angestellt hast, aber einer Straftat bezichtigt zu werden kannst du nicht mit "kann ja mal passieren " entschuldigen. stell dir vor einer der Beteiligten würde wegen deiner in kauf genommenen Gefährdung den Rest seines Lebens im Rollstuhl sitzen, sagst du dem dann.... Ich bin mit 100 durch die Kurve in der ich nur 50 fahren durfte..... tut mir leid, kann ja mal passieren?

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a) Eine Akteneinsicht erhält nur ein Anwalt.

b) grob verkehrswidriges Verhalten und Gefährdung des Straßenverkehrs kann durchaus reichen, dir vorerst den Führerschein zu entziehen.

c) wirst du auf die Gerichtsverhandlung warten müssen.

Die Höhe des Schadens an beiden Fahrzeugen ist eher unerheblich.

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Du schreibst ja selbst, du hast dein Fehlverhalten engeräumt und es gibt Zeugen. Das Argument "das kann ja jedem Mal passieren" solltest du aber lieber für dich behalten. Es scheint ja hier wohl nur zu Sachschaden gekommen zu sein, aber es hätten auch Schwerverletzte und Tode sein können. Und wie sähe das dann aus, wenn einer den kleinen Kindern, die ihre Mutter verloren haben, erklärt "das kann ja mal passieren".

Fakt ist, du warst wohl einges zu schnell und unangepasst unterwegs und hast damit riskiert, dass es zu einem Unfall oder Verletzten kommen kann. Auch wenn du hier noch Glück gehabt hast.

Daher wird wohl eine Nachschulung notwendig sein, damit das eben nicht mehr passiert und auch ein Führerscheinentzug als Bestrafung.

Jemand der denkt, "das kann ja mal passieren", der ist nicht zum Führen eines Fahrzeuges geeignet. Klar machen Menschen Fehler, aber man hat alles zu tun, um das so gut es möglich ist, zu vermeiden, indem man angepasst fährt und nicht immer am Limit.

Junge Männer denken oft "hey, ich hab alles im Griff", aber das haben sie leider eben nicht. Das ist sehr gefährlich.

Auch das mit dem Schlaganfall deines Vaters solltest du nicht erwähnen, denn dann hättest du nicht ins Auto steigen dürfen, wenn du zu aufgewühlt bist. Das kann die Strafe dann erhöhen.

Ich kann dir nur raten, dir schnellstens einen Anwalt zu nehmen und dich beraten zu lassen. Der kann auch Akteneinsicht einfordern (wenn die Akten vollständig gesammelt sind in der Regel). Und der kann mit dir eine Strategie ausarbeiten, wie du auftreten solltest, falls es zu einer Verhandlung kommt.

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Ohne zu wissen was Du angestellt hast und ohne Dich virverurteilen zu wollen.... Scheinbar hast Du dein Auto als Waffe benutzt oder hast absichtlich einen Unfall verursacht und dabei andere Verkehrsteilnehmer in Lebensgefahr gebracht oder zumindest billigend in kauf genommen das es zu einem Unfall kommen könnte und andere Personen verletzt oder getötet werden können..... Ich fahre 60.000 Kilometer im Jahr mit dem Auto und ca. 20.000 mit dem Motorrad und glaube mir, ich bin froh das es Gesetze gibt die solche Fahrer aus dem Verkehr ziehen. Ich erlebe mindestens 2 bis dreimal im Jahr Situation durch andere Verkehrsteilnehmer, nach denen ich froh bin, dass ich heile Zuhause angekommen bin. Oft sind diese Situation derart brenzlig, das nur meine Erfahrung und meine vorausschauende Fahrweise einen Unfall verhindern können. Deshalb finde ich, ist das Strafmaß für solche Delikte mindestens angemessen. Du hast zwei Fahrzeuge, deren Insassen und / oder in Reichweite befindliche personen in Lebensgefahr gebracht, sei froh das keinem etwas passiert ist und das es hoffentlich beim Blechschaden geblieben ist. In Ausübung einer Straftat hilft Dir auch keine Versicherung. Deine Kfz Haftpflicht wird die Opfer zwar entschädigen, aber bei einer Verurteilung wirst Du mit regressforderungen deiner Kfz Haftpflicht Versicherung rechnen müssen. Ich wünsche Dir, das Du eine entsprechende Lehre aus deinem verhalten ziehst, denn sonst bist du nicht zum führen eines Kfz geeignet.

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Gegen Dich läuft ein Strafverfahren. Das ist unabhängig von einer Trunkenheit. Du schreibst du hast das eingeräumt.

Geh sofort zu einem Fachanwalt für Strafrecht. Und keine Äußerungen mehr zum Sachverhalt ohne Rücksprache mit ihm. Nur ein Anwalt kann durch die Akteneinsicht sagen, wie es um Deinen Führerschein steht.

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