Nach Tramadolentzug Ruhe oder Aktivität?

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2 Antworten

Er reduzierte seine Dosis also von 675mg auf 150mg täglich. Ihr könnt

Langsamer reduzieren!!!! Auschleichen!

Wir haben uns etwas Marihuana besorgt und damit ging es ihm während des Entzugs viel besser.

Kann man machen, auch wenn dazu nicht geraten wird. Aber es hilft, besonders abends.

Wir unterstützen den Entzugsprozess mit verschiedenen natürlichen Präperaten aus dem Ayurveda Shop.

Wäre ich kritisch gegenüber, schaden tut es aber nicht.

Habt ihr einen Tipp wie ich ihm helfen kann?

Langsamer runterdosieren. Sport hilft enorm.

Soll ich ihn besser aus dem Bett treiben und zur Bewegung zwingen

Zur Bewegung zwingen! Es hilft, versprochen. Er soll sich richtig auspowern. Viel essen ist auch hilfreich.

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Es gibt zwei Arten der Abhängigkeit: die körperliche Abhängigkeit, und die psychische Abhängigkeit; letzteres nennt man auch Sucht, und kann ein leben lang bestehen bleiben.

Die körperliche Abhängigkeit ist meistens nicht das grosse Problem bei solchen Substanzen; das legt sich meistens in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen; zur Dämpfung etwaiger Schmerzen oder Unruhezustände kann man dann trizyklische Antidepressiva geben; oder auch Neuroleptika. Medikamente gegen eine Schizophrenie (Neuroleptika) hat nicht viel zu sagen, weil da gibt es eine Unmenge von, die auch sehr heterogen sind. Manche von denen kann man auch zur Dämpfung bei Entzugserscheinungen einsetzen.

Das ist zumindestens in Deutschland seit Jahren die Standardtherapie: Suchtsubtanzen absetzen; trizyklische Antidepressiva oder schwachpotente Neuroleptika gegen den Entzug geben. Man kann die beiden in geringen Mengen auch miteinander kombinieren. Ist auch eine altbewährte Standardtherapie.

Wenn die körperlichen Beschwerden sich gelegt haben, muss man abwarten, ob sich eine Sucht (psychische Abhängigkeit) gebildet hat. Tramadol ist nicht eines der starken Suchtmittel wie Heroin, aber wenn man das jetzt schon länger genommen hat, ist die Gefahr doch gegeben.

Und lass das mit den Joints sein; die psychiatrischen Kliniken in Deutschland sind voller Patienten, die früher joints genommen haben.

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Kommentar von berndcleve
18.05.2017, 23:01

"Ruhe oder Aktivität".

Der entzug ist in der Regel mit Unruhe verbunden. Also, Ruhe verordnen und diese dämpfenden Substanzen gegen den Entzug geben. Da muss er jetzt durch, je länger man das Problem hinauszögert, desto gefährlicher wird es.

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Kommentar von Abaton111
19.05.2017, 06:13

Das Tramadol nicht eines der starken Suchtmittel wie Heroin sein soll, dass ist ein Witz. So was kann auch nur wieder jemand schreiben, der es nicht aus der Praxis kennt.

Psychisch gesehen, da tun sich Tramaldon, Tilidin, Valoron und Heroin nichts, wenn man es in der entsprechenden Dosis einnimmt.

Aber ein jeder der Ahnung hat, der weiß, dass alles Chemische viel länger braucht, bis es vom Körper abgebaut ist. Ich habe es in den ´70ern selbst erlebt, wie Leute die einen Heroinentzug machten,      ( zu der Zeit war der trockene Entzug angesagt), so nach zwei, drei Wochen, dass Schlimmste hinter sich hatten. Sie konnten nachts wieder schlafen und auch die Schweißausbrüche ließen nach.

Andere und auch ich, die einen Valoronentzug schoben, ( es war noch das alte Valoron, ohne Zusatz), wir hatten noch um Wochen länger damit zu tun, bis man endlich durch war. Und das mir der Schweiß tropfenweise an den Unterarmen herunterlief, dass hörte bei mir erst nach einem Jahr auf. Ich hatte später auch selbst noch einige Heroinentzüge, immer ohne Hilfsmittel. Da war das alles nach ein paar Wochen gegessen. Trotzdem war aber jeder Entzug immer der Hammer und nicht jeder klappte. Aber alles Chemische ist immer am schlimmsten und dauert am längsten.

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