Nach Todesfall Verjährungsfrist Geldforderung

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4 Antworten

Die verauslagten Bestattungskosten fielen dem Nachlass der Verstrorbenen zu. Sofern sie dem nicht entnommen wurden, stellen die einen Erbfallverbindlichkeit dar. Diese besteht unverändert - mit Ablauf des 31.12.2004 kann deine Schwester n. § 214 BGB allerdings geschuldete Leistung verweigern :-( http://dejure.org/gesetze/BGB/214.html

Dies hätte mit dem zweiten Erbfall nichts zu tun. Ob die Anfechtung wg. behaupteter mangelnder Testierfähigkeit durchdringt, ist Gegenstnd eines Gerichtsverfahrens, in dem durch Befragung von Zeitzeugen (Betreuuer, Freunde, Pflegekräfte, Ärzte) der mutmaßliche Wille der verstorbenen Tante ermittelt wird.

Betreuung allein ist nun kein Grund für fehlende Testierfähigkeit - aber bei dem Streitwert findet sich immer ein Anwalt, der es mal versucht :-O

Übrigens: Der Prozess findet auf Kosten des Nachlasses statt - nicht dein Schwester, ihr Anwalt bekommt mehr Geld aus dem Nachlass, wenn sie - was ich für unwahrscheinlich halte, da sie die Beweislast trägt - obsiegen würde :-(

G imager761

Ist unter rechtlich juristischer Sicht eine Geldforderung für die Beerdigungskosten meiner Mutter überhaupt noch möglich- nach 12 Jahren???

Halte ich für ausgeschlossen, typische Verjährung nach drei Jahren, da müsste schon Betrug (im strafrechtlichen Sinn) oder ähnliches vorliegen, um nach so langer Zeit noch eine Forderung geltend machen zu können.

Völlig unabhängig davon: Juristische Schritte hinter dem Rücken der Ehefrau sind nicht der beste Dünger für ein Gedeihen der Ehe.

P.S.: Weniger Abkürzungen und mehr Absätze machen einen Text lesbarer. Dann hätte ich vielleicht auch verstanden, was die jetzige Anfechtung und die damaligen Beerdigungskosten miteinander zu tun haben.

Ist das endgültig verjährt?

Sofern die Verjährung nicht gehemt oder unterbrochen wurde ja.

Meine S wollte von mir Geld als Ausgl. dafür, weil sie nicht mehr 2/3 erbt.

Dazu fehlt jeder Grund.

Doch jetzt, nach üb.2 Mon.erfolgt d. Anfechtung u.d.Gericht. muß tätig werden (die Testierfähigk.wird vom RA meiner S. angezweifelt).

Ihre Schwester ist entweder boniert, oder hat einen unseriösen Rechtsanwalt der Arbeit braucht. Die Anfechtung ist in diesen Fall gelinde gesagt ziemlicher Schwachsinn. Der einzige der etwas davon hat ist der Rechtsanwalt.

Zunächstmal muß man klarstellen das bei der Anfechtung der der das Testament anfechtet die volle Beweislast dafür trägt, das der Erblasser nicht testierfähig war.

Verliert sie den Prozess, dann trägt sie die Kosten des Verfahrens. Aber selbst wenn sie "gewinnt" verliert sie u.U. dennoch. Denn die Kosten des Verfahrens fallen dann dem Nachlass zur Last, werden also aus dem Erbe gezahlt. Der Streitwert ist, nicht etwa das 1/6 was sie mehr bekommt, sondern der Wert des Gesamtnachlasses.

Frag einen Anwalt! Bei den Amtsgerichten kann man an bestimmten Tagen in der Woche eine Rechtsberatung für eine Gebühr von nur 10 Euro haben.

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