nach mehreren Todesfällen immer noch nicht am trauern?

4 Antworten

Also, ich kenne jemanden, der bei jedem Todesfall nur sagt "dem geht's jetzt besser". Sichtbar trauern tut er nicht. Es mag mehere solcher Menschen geben, die einfach anders mit dem Thema Tod umgehen.

Es kann auch sein, dass du zu viel auf einmal verkraften musstest. Und dann: Nicht jeder trauert um Tiere. Ich hatte mal eine Art Nervenzusammenbruch, plötzliche Heulkrämpfe. Es war in der Zeit vieles los, es gab Trennungen, Todesfälle in der Familie usw. Und dann wollte meine Familie eine lange geplante Reise mit mir antreten und mein einziger Gedanke war, dann könnte mein zweiter Wellensittich sterben (dessen Partner vor kurzem verstorben war, so dass er noch keinen Partner hatte, da eine ansteckende Krankheit im Raum stand). Ich hatte extreme Angst, dass dieser Vogel stirbt und wandte mich damit an meinen Hausarzt, da ich die Reise aufgrund der vorangegangen Todesfälle in der Familie auf jeden Fall mitmachen wollte. Mein Arzt sagte wörtlich "man macht sich keine Ängste wegen eines Kanarienvogels!" (!) und verschrieb mir eine Therapie. Der Arzt hatte entweder keine Tiere oder noch nie um eines getrauert. Die Therapie bekam ich nicht, weil ich plötzliche, unerklärliche Weinkrämpfe aus dem Nichts hatte, sondern weil ich Ängste aufgrund einer "Kanarienvogels", wie er sagte, hatte - und das unnormal sei.

Ich liebe meine Tiere auch über alles und behandelt sie wie einen Teil meiner Familie. Daran wirds nicht liegen wenn ein frettchen von mir krank ist bange ich genauso um seine Gesundheit wie bei meinem Opa. Nur eben bin ich nicht traurig deswegen

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Nun ja, jeder trauert anders. Kann sein, dass es dich eines Tages ganz übel erwischt, wenn du nicht damit rechnest. Kann auch sein, dass du ein sehr pragmatischer Mensch bist.

Wenn du allerdings dem Tod deiner Verlobten, also deiner selbstgewählten Partnerin für die Zukunft Indifferent gegenüberstehst... Das würde mir zu denken geben: extrem unemotionale, funktionale Beziehung? Oder vielleicht doch keine Liebesbeziehung?

Mein Tipp wäre, in die andere Richtung zu forschen: Empfindest du sonstige Gefühle? Kannst du dich freuen? Kannst du dich über etwas ärgern? Interessiert dich das Wohlergehen anderer Menschen (also, ohne dass sie sterben).

So etwas wäre bei einer Anfangssitzung mit einem Psychologen gut zu klären, falls es dir zu schaffen macht.

alle anderen Gefühle erlebe ich ansonsten schon sehr stark .ich freue mich öfters so sehr das Freudentränen auftreten oder sitze stundenlang mit Leuten um sie wegen irgendwas zu trösten oder hab schlaflose Nächte wegen irgendwelchen sorgen .nur eben keine Trauer oder Traurigkeit bei Tod und sowas

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Das kenne ich nur zu gut. Mir geht es nicht anders. 2010 verstarb meine Oma am Herzinfarkt. Wir hatten uns alle gewundert, dass keiner ans Telefon ging, dachten uns leider nichts dabei und schickten erst später, gegen Nachmittag/ Abend jemanden vorbei.... leider zu spät. Unsere tante ließ die Maschinen 2-3 Tage später abstellen.
Zu der Zeit hatte ich eigentlich einen neuen Psychologen wegen anderweitiger Dinge gesucht und den zweittermin durch den Todesfall verpennt. Als ich dort anrief um einen neuen Termin aus zu machen und den das erst vorgeschlagene Datum verneinen musste, da da die Beerdigung stat finden sollte und wir dafür Quer durch Deutschland mussten, knallte mir der Psychologe an den Kopf ich würde mir den Tod meiner Oma nur ausdenken um nicht kommen zu müssen......
Daraufhin habe ich mir dann auch keinen Psychologen mehr gesucht und mein leben so in den Griff bekommen.
Jedenfalls... stand ich dann zwischen Trauer und wut gleichermaßen und musste immer an einen Sturz im Hotel denken wo meine Oma zu meiner Schwester meinte sie solle aufhören zu weinen. es gäbe keinen Grund und es sei ja nix passiert (sie hatte zum glück nur ne leichte Gehirnerschütterung).
Ich weiß nicht aber an diese Situation denke ich sehr oft denn immerhin hatte diese Frau zwei weltkriege hinter sich und hat durchaus schon schlimmeres erlebt als sowas :)
Also konnte ich gar nicht mehr weinen und war einfach nur dankbar für die schöne Zeit mit ihr. Der eine Satz von ihr hat mich mein ganzes Leben über sehr geprägt und stark gemacht. Das war das wertfollste wassie mir mitgegeben hat.
Ein Jahr später verstarb dann Ihre Schwester, da sie den Tot meiner Oma nicht verkraftete, nichts mehr trank und as und am Ende einschlief. In der selben Woche (oder glaub sogar fast Zeitgleich) verstarb dann auch noch die Frau meines Onkels an Krebs.
an beiden Beerdigungen konnte ich damals leider nicht dabei sein, weil wir genau in der Zeit unsere zwischenprüfungen hatten. Also dachte ich wieder viel an den Satz meiner Oma und machte das, was sie von mir sicherlich gewollt hätten. Ich kümmerte mich um meine Zwischenprüfung und schloss meine Ausbildung ab. In allen drei Fällen ging es mir wie dir. ich weinte nur ganz kurz und machte dann was am besten war. Ich lebte mein Leben :)
Als ausgleich gehe ich bei jeder Gelegenheit in einen Dom oder Kirche und zünde für alle drei eine Kerze an. Sie wären stolz auf mich das weiß ich und das macht ihren Verlust wehniger schmerzhaft ^^

Mein Onkel ist verstorben!?

Hallo Leute! Ich bin heute ziemlich traurig, weil ihr wie ihr lesen könnt, dass mein Onkel gestorben ist.😢

Es war gestern Abend, als er einen Herzinfarkt erlitt. Er rauchte, aber es war trotzdem nie was anzumerken. Die Rettung versuchte noch ihn zu retten aber es war zu spät. Für mich war das ganze so komisch. Ihr müsst wissen, dass noch nie jemand von meiner Familie oder Bekannten gestorben ist. Deshalb war es für mich um so schlimmer. (ich bin weiblich und noch unter 18 Jahren, daher wundert euch nicht, dass noch kein Bekannter verstorben ist)

Ich war irgendwie nicht traurig also das ich geweint habe. Aber ich war innerlich traurig. Als ich es erst einmal fassen konnte heulte ich so richtig los...

...seit dem kann ich an nichts anderes mehr denken.

Ich möchte, dass ich morgen nicht in der Schule weinen muss (dann wirkt das so als ob man im Mittelpunkt stehen möchte) aber es wird sich wohl nicht verhindern lassen.

Könntet ihr mir helfen oder sagen wie man mit so etwas umgeht oder was hilft? Bitte nur ernste Antworten. Danke an alle schon im Voraus!💚

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Mein Opa wird bald sterben, was nun?

Hey, also ich habe erfahren, dass mein Opa Speiseröhrenkrebs hat und wahrscheinlich nicht mehr so lange leben wird (wie es genau um ihn steht sagt mir niemand). Nun bin ich völlig fertig, ich stehe ihm zwar nicht übermäßig nahe, aber er hat, wenn ich drüber nachdenke schon ziemlich viel für mich getan. Nun weiß ich absolut nicht wie ich damit umgehen soll, meine Mama tut so als, ob alles normal wäre, aber trotzdem merkt man ihr an, wie es sie zerreißt, weil ihre Mutter also meine Oma vor meiner Geburt auch schon an Krebs gestorben ist. Ich kann halt absolut nicht mit sowas wie Tod umgehen...als mein Kater überfahren wurde (2Jahre her), hab ich richtig lange gebraucht um das zu verarbeiten, ich kann heute noch nicht über ihn reden ohne das ich fast anfange zu weinen. Außerdem mach ich mir totale Vorwürfe, weil ich in letzter zeit wegen Schule und so nicht bei meinem Opa war oder mich gedrückt habe (er wohnt im betreuten Wohnen). Wie soll ich jetzt mit meinem Opa umgehen, soll ich ihn noch bestimmte Sachen fragen, soll ich ihn öfter im Krankenhaus besuchen?!? Mein Opa ist halt nicht so der Typ der Gefühle zeigen kann, deshalb weiß ich nicht so recht. Vielleicht hat ja jemand irgendwelche Tipps, ich weiß einfach nicht weiter und weine ziemlich oft, kann mich gar nicht auf Schule oder so konzentrieren, obwohl ich bald Vorprüfungen schreibe.

Danke schonmal fürs Lesen :)

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Nicht mit dem Tod der Oma klarkommen?

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Erstmal vorab, seit ich geboren wurde war meine Oma immer an meiner Seite. Sie hat sogar bei uns im Haus gewohnt bis sie dann vor einigen Monaten immer weniger gegessen hat.. so kam es dann das sie wirklich sehr viel abgenommen hat und es ihr irgendwann so schlecht ging, dass wir den Krankenwagen holen mussten. Im Krankenhaus war sie ungefähr dann eine Woche, bis dann die traurige Nachricht kam, dass sie verstoben ist. Ich komme mit ihrem Tod einfach nicht klar. Meine Familie versteht auch nicht, dass ich einfach noch keine Kraft habe, ihr Grab zu besuchen. Zudem habe ich auch starke Schuldgefühle, da ich meine Oma im Krankenhaus nur 2 mal besucht habe.. ich kann einfach nicht beschreiben wie schlimm ich mich deshalb fühle und wie sehr ihr Tod mich mitnimmt.. ich weine wirklich jedes Mal wenn ich an sie denke nur merkt keiner meine Trauer, weil ich sie sehr gut verstecken kann.. aber innerlich geht es mir einfach wirklich beschissen.... wird der Schmerz irgendwann leichter?? Oder werde ich immer mit dieser Leere und diesen Schuldgefühlen in mir leben müssen?

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Hallo, ich weiß gar nicht wie ich die Frage hier beginnen soll.. Mein Vater wird bald sterben, er hat maximal noch zwei Jahre zu leben.. ich bin gerade einmal volljährig und komme mit meiner Vater viel besser zurecht als mit meiner Mutter. Mit meiner Trauer allerdings komme ich nicht zurecht. Ich kann nicht mehr schlafen, bin aber immer müde und weine ständig, Vor allem abends. Vor meiner Mutter, bei ihr wohne ich will ich mir das aber nicht anmerken lassen und meinem Vater will ich es nicht noch schwerer machen.. außerdem ist es mir irgendwie unangenehm. Ich will nicht ohne meinen VATER leben, er ist meine einzige Bezugsperson. Zudem weiß er nicht, dass ich von seiner Prognose weiß und möchte die Tage ein Gespräch mit mir über die Zukunft führen, wo er mir das vermutlich offenbaren wird.. Ich habe extreme Angst davor und weiß nicht wie i h reagieren soll.. Ich meine wie reagierr man schon?

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Hallo.

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Ich liebe meinen Vater und habe ihn immer geliebt, egal war er gemacht hat. Bestimmt ist er eigentlich ein guter Mensch gewesen und war nur krank.

Auf alle Fälle weiß ich einfach nicht wie ich mit der ganzen Situation umgehen soll. Ich habe Schuldgefühle, ich weiß nicht ob er es absichtlich so gemacht hat, dass ich ihn finde. Erwusste dass ich ihn an dem Tag besuchen kommen wollte. Auch kommt nach seinem Tod alles wieder, die ganze Kindheit kommt wieder hoch. Ich habe immer alles verdrängt und harmlos wahrgenommen, aber jetzt ist es plötzlich so schwer. Es ist generell schwer an alles zu denken jetzt wo er tot ist. Ich habe nächste Woche meine 1. Therapiestunde, vor der ich Angst habe, weil ich mir eigentlich beigebracht habe dass andere nicht merken sollen, wenn es mir schlecht geht. Ich habe jetzt ein schlechtes Gewissen meiner Mutter gegenüber, weil sie sich jetzt bestimmt Vorwürfe macht und sich Sorgen macht. Sie hat schon so eine Krankheit und jetzt komme ich auch noch mit Problemen an. Ich möchte nicht, dass sich jemand wegen mir schlecht fühlt.

Ich weiß nicht mehr weiter. Manchmal möchte ich sterben, aber dann reagiere ich mich wieder ab und sage mir, dass ich nicht alle um mich herum so leiden lassen darf. Ich weiß nicht, ob es noch einen Ausweg gibt :(

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