Nach Insolvenz kommt ein Finanzamt aus einem anderen Bundesland und fordert Steuerschulden

2 Antworten

Die Sache ist ganz einfach:

§ 301 Abs. 1 Satz 2 InsO Wird die Restschuldbefreiung erteilt, so wirkt sie gegen alle Insolvenzgläubiger. Dies gilt auch für Gläubiger, die ihre Forderungen nicht angemeldet haben.

Schick Ihnen einen Brief mit dem Hinweis auf die Insolvenzordnung. Wenn Sie dann noch versuchen, einen Titel zu erwirken, dann musst Du klagen, aber Du kannst nicht verlieren.

Moin,

Die Forderungen stammen aber aus der Zeit vor der Insolvenz.

Jetzt nach 3 Jahren Insolvenzende.

War dem ersten FA, also Bensheim deine neue Adresse bekannt? Hatten die die Möglichkeit kenntnis von deiner Inso zu erlangen?

Wenn tatsächlich, wie du schreibst die Forderungen von VOR deiner Inso sind, dann dürfte das Verjährt sein.

Wenn deine Inso schon 3 Jahre abgeschlossen ist, dann sind die Forderungen ja ca 10 Jahre alt.

Hat denn überhaupt zum Zeitpunkt deines Inso-Antrages eine Forderung des FA Bensheim bestanden?

Wenn ja, gehe ich mal davon aus, dass du die doch dann einfach mit angegeben hättest.

Einige miese Gläubiger versuchen mit rechtsmissbräuchlichen Tricks ihre Forderungen absichtlich nicht bei ner Inso mit anzugeben.

Manche melden ihre Forderung nicht an, obwohl der Schuldner die mit angegeben hat.

Dann wird rotzfrech behauptet" Unsere Forderung nimmt an der Inso nicht teil."

Andere Stellen die Forderung erst NACH Inso Eröffnung um die dann als Neuverbindlichkeit einzufordern.

Die InsO gibt jedoch vor, dass für alle Verbindlichkeiten die vor der Inso entstanden sind die RSB erteilt werden kann. Da geht es also nicht um das Datum der Rechnungsstellung.

Witzigerweise sind es meistens ausgerechnet Behörden, Versicherungen und Banken, die versuchen nachher trotzdem mit linken Advokatentricks noch was zu holen.

Wenn du dich seinerzeit ordentlich umgemeldet hast wäre es für das alte FA ja kein problem gewesen die Forderungen Zeitnah, also vor der Inso an deinem neuen Wohnort geltend zu machen.

Ich sehe in deimen Fall duchraus ne Verjährung.

es könnte auch ne so genannte "Verwirkun" (googlen) eingetreten sein.

Das ist dann der fall, wenn sich ein Gläubiger nicht angemessen um die Beitreibung seiner Forderung bemüht.

Das alte FA, Bensheim, hat sich ja offenbar 10 Jahre Zeit gelassen.

Wäre man in einem angemessenen Zeitraum, also während der Inso an dich herangetreten, dann hätte der Inso-Verwalter und das Inso-Gericht die Forderung auch prüfen können.

Ich würde das zurückweisen mit dem Hinweis, dass die neie Adresse bekannt war, sodass man die Forderung auch zeitnah an die neue Adresse hätte zustellen können.

Wennn du dich NICHT umgemeldet hast und die Post nicht zustellbar war, kann es sein, dass die Verjährung gehemmt ist.

Aber n Inso- Antrag geht ja nur mit korrekter Meldeadresse.

Das neue FA kann auch die alten Forderungen nicht einfordern wenn die Forderungen des alten FA in der Tabelle zur Inso angegeben waren.

Du wirst doch auch deine Steuerzahlungen usw die nach deiner Insoeröffnung gelaufen sind noch auf die Kette kriegen.

Weise die altfo4rderung gegenüber dem neuen FA zurück, mit dem Hinweis, dass dafür die RSB erteilt wurde.

DIE müsste dann nachweisen was genau die da einfordern.

Ich vermute mal, dass die durch ne Hintertür die alten Steuerverbindlichkeiten des alten FA, die bei der Inso angegeben waren, versuchen einzutreiben.

Wenn tatsächlich, wie du schreibst die Forderungen von VOR deiner Inso sind, dann dürfte das Verjährt sein.

Wenn das Finanzamt zu deutsch gesagt geschlafen hat, sonst nicht. Die Verjährung im Steuerrecht ist im übrigen auch ein wenig anders geregelt als im Zivilrecht.

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