Nach Fortbildung die Arbeit verweigern?

1 Antwort

Dein Tätigkeitsbereich ist im Arbeitsvertrag definiert. Nur dafür bekommst du dein jetziges Gehalt. Wenn du aufgrund deiner Fortbildung neue Aufgaben übernehmen sollst, muß er sie finanziell honorieren. Du brauchst ihm dein neu erworbenes Wissen nicht zur Verfügung zu stellen, denn es ist nicht Bestandteil deines Arbeitsvertrages.

Sicherlich wird dein Chef versuchen, dir die neuen Aufgaben ohne Gehaltserhöhung auf's Auge zu drücken. Du kannst es ablehnen.

Dadurch verbessert sich euer Verhältnis natürlich nicht. Möglicherweise kannst du mit deinen neu erworbenen Qualifikationen bei einem anderen Arbeitgeber mehr verdienen.

Du solltest dir jetzt schon mal den Arbeitsmarkt ansehen, um eventuell zu wechseln. Außerdem hast du dann die Chance, deinem Chef zu sagen, was andere Arbeitgeber bezahlen. Je besser du informiert bist, desto besser ist deine Argumentation und desto weniger kann er dich billig abspeisen.

Viel Glück und Erfolg! :-)

Tjoa, dann kann ich mir das komplette Verfassen einer Antwort sparen, denn das kann ich alles so unterschreiben.

Eine erhebliche Änderung der Tätigkeiten erfordert eine Änderung des Arbeitsvertrages. Diese Änderung muss einvernehmlich erfolgen, d.h., der Arbeitnehmer muss zustimmen / unterschreiben.

Ich bin verblüfft, dass man einem Arbeitgeber gegenüber argumentieren muss, dass man bei höherer Qualifikation mehr Geld zu bekommen hat.

So ist es nun in dieser Welt,

für mehr Quali gibt's mehr Geld.

 

Qualitäter werden nach wie vor gesucht, weil es als undankbare Aufgabe angesehen wird und niemand wirklich gerne macht (meine Beobachtung von außen, da ich selbst kein Qualitäter bin, kann ich das nicht von innen heraus beurteilen).

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@Mojoi

Das Problem ist, dass ich nur als zahnmedizinische "Mitarbeiterin"
eingestellt wurde. Leider. Er könnte mich dann ja rein theoretisch
überall hinschieben, wo er mich haben will...

Und da ihr ja gerade festgestellt habt, das viele QM nicht gerne machen... ich liebe das. Man wird zwar nicht wirklich gemocht, weil man ja doch immer nervig hinter seinen Vorschriften steht und immer wieder verbessern will, aber ich mag das wirklich gern. Und würde mich dementsprechend auch gern einbringen.

Mein Chef ist leider nicht so einfach. Ich bekomme Gehalt "ähnlich" des Tarifvertrages. Durch die Fortbildungen wäre im Tarifvertrag eindeutig geregelt, was ich bekommen würde. Aber ich habe keinen. Es gab zwar mal die Aussage "ich bezahle nach Tarif" aber wenns drauf ankommt, ist das natürlich niemals gesagt worden...

Das Verhältnis ist ohnehin nicht so toll, unser Chef ist so laissez faire. So lange ich für diese "Arbeitsverweigerung" keine Abmahnung oder Kündigung kriege... :-P

Habt ihr denn irgendwelche Tipps für mich, wie ich argumentieren kann? (Ich will nicht nur sagen ich hab die Fortbildung, ich will mehr Geld... ich würd gern noch andere Argumente anbringen...irgendwas anderes sagen)

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@Floeckchen92

Nicht die Bezeichnung "Mitarbeiterin" ist von Bedeutung, sondern dein im Arbeitsvertrag definiertes Aufgabengebiet.

Da dein Verhältnis zu deinem Chef ohnehin nicht so gut zu sein scheint, solltest du dich schon jetzt an den Gedanken eines Wechsels gewöhnen.

Das beste Argument für eine Gehaltserhöhung ist, dass du gut über die Gehälter in vergleichbarer Position bei anderen Arbeitgebern informiert bist (siehe meine obige Antwort).

Eventuell könntest du noch argumentieren, dass du keine Einarbeitungszeit (wie beispielsweise andere, neue Mitarbeiter) benötigst, sondern sofort loslegen kannst, was ja ein Vorteil für ihn ist, wenn du bleibst. Oder: Ein neuer Mitarbeiter ist immer auch ein Risiko. Dich aber und deine Arbeitsweise kennt er, so dass er kein Risiko mehr mit dir eingeht.

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@Mignon5

Ok, danke schonmal. Jetzt noch so eine Sache zum Aufgabengebiet...

In meinem Vertrag steht "wird nach allen einschlägigen Aufgaben nach näherer Anweisung des Arbeitgebers beschäftigt. Der zugewiesene Aufgabenbereich kann je nach Fähigkeiten der MItarbeiterin durch den Arbeitgeber geändert werden"

Also doch Sklave für alles, oder?

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@Floeckchen92

Ja, so machen das etliche Arbeitgeber gerne, um etwaige Widerborstigkeiten des Mitarbeiters von vornherein auszuschließen. Damit - so meinen sie - könnte man die kaufmännische Angestellte auch mal eben zum Reinigen der Lagerhalle abstellen - und zwar regelmäßig und hauptsächlich.

Eine zahnmedizinische Mitarbeiterin hat ihre einschlägigen Aufgaben im Bereich der... ja, man höre und staune, Zahnmedizin.

Innerhalb dieses Bereiches lassen sich die Aufgaben mannigfaltig auffächern, aber Qualitätsmanagement gehört nicht dazu.

 

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@Floeckchen92

@ Floeckchen92

"wird nach allen einschlägigen Aufgaben nach näherer Anweisung des Arbeitgebers beschäftigt. Der zugewiesene Aufgabenbereich kann je nach Fähigkeiten der MItarbeiterin durch den Arbeitgeber geändert werden"

Der Passus verunsichert mich. Ich bin keine Arbeitsrechtlerin, sondern Laiin, und kann dir leider nicht weiterhelfen.

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@Mignon5

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