Nach Falschbehandlung- Krankenhaus verklagen?

5 Antworten

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Mal zum Lungenfacharzt gehen, Computertomographie machen lassen. Dann kann beurteilt werden, ob Spätschäden da sind. Falls ja: zum Anwalt für Arzthaftungsrecht gehen, Anwaltskammer fragen. Der wird wissen, wie man da weiter vorgeht, ob ggf. noch Gutachten etc. erforderlich sind. Und man sollte alle Befunde, Röntgenbilder etc. anfordern. Das soll der Lungenfacharzt machen, und zwar schon bevor der Anwalt aktiv wird. Was Du hast, das hast Du dann schon mal. Wenn da aber wirklich so unglaublich geschlampt wurde, halte ich Deine Aussichten eigentlich für gut. Auch ich meine, dass nach einer Entbindung anhand solcher Symptome eine LE zwingend hätte in Betracht gezogen werden müssen, vor allem, wenn das auch noch in der Einweisungsdiagnose so stand. Das Krankenhaus bzw. der Chefarzt der dortigen internistischen Abteilung soll dann doch mal dem Gutachter und dem Richter erklären, was für diagnostische Maßnahmen er zum Ausschluss einer LE eingeleitet hat, und falls er eben keine eingeleitet hat (übrigens: ein Blutbild und ein Röntgenbild der Lunge reicht da mal ganz bestimmt nicht aus, es hätte ein CT oder ein Szintigramm sein müssen...): wie er zu der klinisch-hellseherischen Erkenntnis gekommen ist, dass es keine LE sei, und dass eine entsprechende Diagnostik nicht notwendig gewesen sei. Ich glaube, der wird da in Erklärungsnot kommen. Und damit hat er bzw. der Krankenhausträger dann schon ein Problem.

Geh es an, lass Dich nicht unterkriegen.

TAUSEND DANK!!!!

Alleine diese Bestätigung zu lesen bedeutet mir sehr viel. Endlich mal Ernst genommen zu werden! Mein Herz hüpft :)

Ich halte Euch auf dem Laufenden, wenn ihr mögt. Danke Dir!

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@zzombiebraut

Du kannst mal berichten, wie es weiter geht. Jedenfalls halte ich die Aussichten für gut. Schließlich war es ja auch nicht nur eine Warze, sondern es war eine Lungenembolie, an so etwas kann man schließlich auch sterben. Ist übrigens eine der häufigsten Todesursachen. Die haben Dein Leben riskiert, und Dein Kind wäre zum Halbwaisen geworden, kaum dass es auf die Welt gekommen ist. Solchen Knallchargen gehört was auf den Deckel verpasst.

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Da ist dann wohl der erste Weg zum Fachanwalt für Arzthaftungsrecht. Das ist ne sehr schwierige Geschichte. Denn wenn Du irgnedwen auf irgendwas verklagen willst, dann kann es ja nur ums Geld gehen. Und dann mußt Du erst mal beweisen, daß Du einen Anspruch hast, weil es am Anfang falsche Diagnosen waren, diese nicht hätten gestellt werden dürfen und Du genau DESHALB einen Schaden erlitten hast, der belegbar ist und einen Anspruch auf Schadenersatz begründet. Also ne Menge Wenn und Aber. Deshalb solltest Du Dich anwaltlich beraten lassen, ob es Ansprüche gibt, die Du geltend machen kannst und wie Du es am besten anstellst.

Es wurden halt die wichtigen Tests nicht gemacht. Eine LE kann im CT, bzw. in der Szintigraphie festgestellt werden. Nichts dergleichen wurde gemacht. Lediglich mein Blut haben sie getestet und einen Beinvenenultraschall gemacht. Das war's. Ach- geröngt haben sie und dabei einen Pleuraerguss festgestellt. Wo der herkäme konnten die sich nicht erklären. Wohl durch eine Lungen- und Rippenfellentzündung. Selbst wenn keine körperlichen Spätfolgen entstanden sind, psychisch sind sie sicher da...

Vielen Dank für Deine Antwort! Mir geht es übrigens nicht ums Geld. Ich möchte einfach nur Recht bekommen. Wenn ich schon wochenlang so, sorry, verarscht wurde und teilweise das Gefühl hatte als Hypochonder dargestellt zu werden, während ich wirklich Todesangst hatte.

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@zzombiebraut

Naja, in einem Prozeß gehts nur um Geld, nicht ums Recht haben. Und da müßte man den Ärzten eben nachweisen, daß die Symptome zwingend weiterführende Untersuchungen erfordert hätten. Nur dann besteht auch ein Schmerzensgeldanspruch. Wenn die Symptome nicht auf die eigentliche Grunderkrankung schließen ließen, dann kann man auch niemandem einen Vorwurf machen und dann besteht auch kein Schmerzensgeldanspruch. Das Stichwort heißt "Kausalität". Die hätten erkennen müssen und hätten untersuchen müssen. Und nur weil das nicht passiert ist, mußtest Du unnötig leiden.

Beispiel: Wenn ein Knochenbruch auch ohne Behandlung genau so schnell ausheilt, dann begürndet es keinen Schmerzensgeldanspruch, wenn er nicht erkannt wird.

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@skyfly71

Ah, verstehe.. Aber dann hab ich im Grunde ja doch Chancen. Schließlich heilt eine LE nicht einfach so von alleine- im Gegenteil. Dieses Gefühl zu ersticken, das war scheinbar echt und ich bin, um es krass auszudrücken, dem Tod von der Schippe gesprungen.

Das hilft mir schon mal weiter. Ich denke ein Gespräch mit einem Anwalt kann nicht schaden. Und wenn er abwinkt- gut, dann hab ich es wenigstens versucht!

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@zzombiebraut

Selbst wenn keine Spätfolgen vorhanden sind, kann u.U. Schmerzensgeld geltend gemacht werden - wegen der unnötig verschleppten Diagnose und der verspäteten Behandlung bei dauerhaften Schmerzen.

Ich selbst arbeite inzwischen beim Testen von MRT-Geräten, habe aber jahrelang im Krankenhaus gearbeitet. Ich kann Dir eins sagen: wenn in dem Haus, wo ich war, ein Internist so eine gequirlte Sch.... verzapft hätte, der wäre spätestens am Montag nach dem Wochenende vom Chefarzt so rund gemacht worden, dass er anschließend durchs Schlüsselloch das Büro verlassen hätte. Das hätte es da nicht gegeben.

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@skyfly71

Sie kam mit der Einweisungsdiagnose "V.a. Lungenembolie", also hat ganz offensichtlich schon der Zuweiser anhand der Symptome den Verdacht gehabt. So wie sich ihre Schilderungen anhören, hatte sie auch entsprechende Symptome (akute Atemnot etc.), außerdem bestand ein Z.n. Entbindung, wo Lungenembolien gehäuft auftreten.

Im Arzthaftungsrecht gibt es in so einem Moment die Beweislastumkehr. Der Internist, der das verzapft hat, wird unter diesen Begleitumständen keinem Gutachter erklären können, warum er keine CT und kein Szintigramm hat machen lassen. Es ist davon auszugehen, dass sie eine LE gehabt hat, die aus grober Fahrlässigkeit nicht diagnostiziert wurde. Spekulationen hinsichtlich "eingeklemmter Nerven" (BWS-Syndrom) und anderem Zirkus wären erst nach Ausschluss der LE zulässig gewesen. Das ist aber ersichtlich nicht passiert.

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@Goofy62

Genau so ist es. Meine Symptome waren sogar für MICH eindeutig: Schwere Atemnot, starke Schmerzen beim Einatmen, Husten und Bluthusten, Stauung der Halsvene. Danke für Deine Antwort!

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