Nach der Schulzeit 6 Jahre Lücke im Lebenslauf?

8 Antworten

Ich fände es am besten, wenn Du zu Dir selbst stehst und genau das sagst, was Du hier geschrieben hast.

Gut wäre natürlich Du hättest in den sechs Jahren nicht nur gegammelt und irgendwas sinnvolles getan und wenn es nur irgendwo "gejobbt" wär aber klar wenn dem nicht so ist, ist es nicht so .

Du hattest eine üble Phase, der Du heute den Rücken kehren willst. Die sechs Jahre bereust du zutiefst und möchtest die verlorene Zeit wieder wettmachen. Aber dabei sollte Dir eins klar sein, beim ersten Mal nicht pünktlich kommen, oder wegbleiben wird's echt eng - bist Du vielleicht sofort weg vom Fenster.

Schriftlich ohne Erklärung solltest Du Dich mMn gar nicht bewerben. Ruf an und versuche einen Termin zu ergattern. Geh hin und versuche eine andere Art der Bewerbung - die persönliche.

Anständige Kleidung, kurzer moderner Haarschnitt, Tattoos (falls vorhanden) so weit wie möglich abdecken, Piercings möglichst herausnehmen - kommt alles viel besser.

Wenn alles nichts hilft eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme bei der Agentur für Arbeit annehmen. Handwerker-Ausbildung machen, die werden in Zukunft gesucht .

Viel Erfolg!

Schön und gut, aber wovon hast du die 6 Jahre gelebt? Irgendetwas musst du doch gearbeitet haben.

Ich hatte 10 Jahre lang keinen Job, den man in den Lebenslauf einfügen könnte, aber viele kleine unbedeutede Arbeiten, um ich über Wasser zu halten.

Wollte dann eine Umschulung machen, aber mit Hauptschulabschluß sah es nicht gut aus. Entschloß mich dann, die Abendschule zu besuchen, um wenigstens einen Realschulabschuß zu haben. Gleichzeitig war ich dennoch auf der Suche nach einem Job und fand ihn auch. Weil der Realschulabschluß so viel Spaß gemacht hatte, dachte ich, noch das Abi zu probieren. Klappte auch, und den Job, den ich gefunden hatte, habe ich 20 Jahre lang gemacht, bis zur Rente. Kannst dir ja etwas ausrechnen, wie alt ich war, als ich "in die Hufe" gekommen bin.

Also gib mal die Hoffnung nicht auf, sei ein "Macher"!

Echt toll ! Daumen sowas von hoch !!!

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@Huflattich

Danke! Nur ein paar Jahre richtig "rangeklotzt", und dann lief die Sache.

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Was hast du zuerst gelernt und welche Umschuling hast du gemacht wenn ich fragen darf?

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@Aufklaerer111

Hatte Verkäuferin gelernt, aber zu einer Umschulung ist es nicht gekommen, weil ich bereits einen guten Job gefunden hatte.

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@5Leonarda

Hast du dann wieder als Verkäuferin gearbeitet oder kann man da auch einen Fachwirt machen.

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Deine Eigenschaft als zielstrebig zu gelten ist dahin, trotzdem kannst du als behutsam gelten. Der Rat alle Bücher zu nennen die auch in der Schule gelesen hast, als Schüler Schullektüre, wird Dir wahrscheinlich auch nicht viel bringen, weil es schon eine sehr lange Zeit ist.

Ich würde auf eine gesundheitliche Lücke plädieren, wo jetzt alles vorbei ist und es gesichert ist, dass das nicht wieder auftritt.

Zum Glück gibt es ja Jobs bei denen eine Zielstrebigkeit nicht wichtig ist, wie z.b. in der Altersbetreuung, als Wächter oder als Bibliothekar.

Ich kenne jemanden der Macht mit 31 auch noch eine Ausbildung.

Warum auch nicht ....

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Naja, sagen wir wie es ist.

Alles was Du vor den 6 Jahren gemacht hast ist praktisch nicht existent. Ob der Schulabschluss gut, oder schlecht war, wird nach 6 Jahren kaum jemanden (potentielle Arbeitgeber) interessieren. Zumindest dann nicht, wenn Du die 6 Jahre nichts gemacht hast.

Was hast Du also 6 Jahre gemacht?

Was hast Du in den 6 Jahren gemacht, was Du beruflich nutzen könntest? Welche Qualifikationen hast Du? Was würde dich interessieren, was würdest Du gern machen?

Gruß

Ich hatte damals eine extrem schlechte Einstellung und dachte mir immer „geht schon irgendwie“ aber jz will ich mich ändern

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@mediariver85

Das ist löblich. Trotzdem hast Du die letzten 6 Jahre etwas gemacht. Du hast doch nicht nur rumgesessen und fern gesehen, oder?

Die Frage wäre, was Du jetzt machen möchtest? Schule und einen Abschluss machen, oder Arbeit?

Wie sieht es finanziell aus, kannst Du dir leisten zur Schule zu gehen?

Gruß

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@AldoradoXYZ

Ich würde gerne in den handwerklichen Bereich, nur habe ich ein bischen bange wegen den 6 Jahren

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@mediariver85

Ja, das kann ich gut verstehen.

Ich würde das Thema ganz offensich angehen und sagen, dass Du die 6 Jahre gebraucht hast um erwachsen zu werden.

Jetzt möchtest Du gerne deinen Beitrag leisten und Arbeiten.

Und ich würde das ganz klar so formulieren. Du willst nicht Arbeiten, weil Du kein Geld hast, Du willst arbeiten, weil Du etwas zur Gesellschaft beitragen willst.

Die Frage wäre, wie Du in den handwerklichen Bereich kommst. Und ob Du da als ungelernte Kraft etwas machen kannst. Handwerkliche Fähigkeiten sehe ich aber nur durch eine Ausbildung gegeben. Als ungelernte Kraft kannst Du Hilfsarbeiten machen - Dinge von a nach b tragen zum Beispiel. Aber im Handwerk werden Fähigkeiten benötigt, die Du nur durch eine entsprechende Ausbildung erlernst. Und so eine Ausbildung dauert nicht eine Woche, sonst würden die Leute das in so kurzer Zeit machen.

Welchen handwerklichen Bereich genau? Evtl. guckst Du dich nach Ausbildungen in dem Bereich um.

Gruß

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Warum soll der schulabschluss niemand interessieren? Du meinst also dass es egel ist ob einer Hauptschule gemacht hat, Mittlere Reife, FH-Reife oder Abi. Wenn es älter ist als 6 Jahre ist es wertlos. Da bin ich anderer Meinung, der mit höherer Schulbildung hat viel mehr Wissen, denkt strukturierter etc. Und wenn man studiert hat ist das alles noch ausgeprägter.

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@Aufklaerer111

Selbstverständlich wird man jemandem mit gar keinem Abschluss, oder einem Hauptschulabschluss vorgezogen, wenn man "mehr" anzubieten hat.

Aber in aller Regel geht es gar nicht um die Entscheidung "welcher Schulabschluss" sondern wesentlich mehr um:

"Wen nehme ich, den, der grad aus seiner Ausbildung (egal was) raus ist, oder den, der 6 Jahre gar nichts gemacht hat?"

Der Schulabschluss von vor 6 Jahren ist praktisch wertlos. Die letzten 6 Jahre wiegen wesentlich mehr.

Ich hab schon von Fällen mitbekommen wo jemand studiert hat, war ein paar Jahre berufstätig und hat dann 10 Jahre nichts gemacht. Unsere HR Mitarbeiter haben sich "kaputt gelacht", auch wenn das böse ist.

Für die war das praktisch wie jemand, der nie gearbeitet hat, nie irgendwas gelernt hat. Wenn man dann als Bewerber sagen kann "Leute, ich hab die letzten 10 Jahre mein eigenes Unternehmen aufgezogen und XYZ gemacht. Dann ist das was ganz anderes als "Leute ich hab die letzten 10 Jahre WOW gespielt."

Gibst Du nach 8 Jahren Berufserfahrung noch dein Uni-Zeugnis ab? Dazu noch schön das Abi-Zeugnis von vor 100 Jahren? Oder eher die letzten 2-3 Arbeitszeugnisse von deinen letzten Arbeitgebern?

Klar, Thema deiner Masterarbeit kannst Du in den Lebenslauf schreiben, aber doch wohl keine Zeugnisse mehr. Wen interessiert das denn?

Stelle ich mir aber auch lustig vor. Bewerber Mitte 40, inzwischen beim 4ten Job. Gibt schön brav Grundschuldzeugnis, Abi-Zeugnis und Praktkumszeugnisse ab. Das tolle Zeugnis von der Bundeswehr darf natürlich auch nicht fehlen. Soll ja alles vollständig sein :D

Aber vielleicht sehe ich das auch einfach anders als andere und Zeugnisse mit 5 Jahren Plus sind noch erheblich wichtig um eine Entscheidung für eine Einstellung treffen zu können. Ich hab so altes Zeug noch nie abgegeben.

Gruß

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Im Lebenslauf steht dann für den Zeitraum "Selbstfindungsphase". Was ja nun offensichtlich mit der Entscheidung der Lebensveränderung stimmt.  

Ob das bei/für sechs Jahre(n) auch noch gilt wage ich zu bezweifeln

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@Huflattich

Wieso nicht bzw. was soll da noch/nicht gelten? Wenn da nicht etwas wie Auslandsaufenthalt oder freiwilliges soziales Jahr steht, ist eh jedem klar, was damit gemeint ist.

Es ist halt nur die qualifizierte Ausdrucksweise für "6 Jahre kein Bock auf nichts gehabt" und keine Lüge.

Als Arbeitgeber wäre ich immer skeptisch, wenn in einem Lebenslauf längere Zeiträume einfach nicht aufgeführt wurden.

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@Asardec
Wenn da nicht etwas wie Auslandsaufenthalt oder freiwilliges soziales Jahr steht, ist eh jedem klar, was damit gemeint ist.

Äääähm ist nicht gerade das das Problem ?

Als Arbeitgeber wäre ich immer skeptisch, wenn in einem Lebenslauf längere Zeiträume einfach nicht aufgeführt wurden.

Ich denke es würde mich schon interessieren warum ein Mensch sechs Jahre schillt und sich dann gerade bei mir vorstellt/bewirbt. In Zeiten in denen Arbeitnehmer quasi händeringend gesucht werden, würde ich versuchen ihm eine Chance zu geben .

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@Huflattich

ähm, ich glaube wir reden aneinander vorbei...

Natürlich ist es ein Problem, das 6 Jahre nichts passiert ist. Ein größeres Problem dürfte es jedoch werden, das einfach im Lebenslauf zu unterschlagen.

Wenn im Lebenslauf zu den 6 Jahren etwas steht, kann der mögliche Arbeitgeber ja auch dazu fragen (da stimme ich dir voll zu). Wenn die 6 Jahre einfach unterschlagen werden, würde ich als Arbeitgeber die Bewerbung gleich aussortieren. 

Natürlich gibt es Ausnahmen wie der erhöhte Bedarf an Arbeitskräften. Wobei ich in dem Fall es eh persönlich probieren würde wenn mir dieser zwangspunkt bekannt ist, bevor ich etwas schreibe.

Wie in deinem Post ja steht, wenn Minijobs in diesen Zeitraum fallen, könnte man diese ja auch aufführen. 

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