Nach der Kündigung gearbeitet, Kündigung unwirksam?

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3 Antworten

Die Situation ist zerfahren, und Du bist in der schwächeren Position!

Aus der Abgabe/Abholung von Arbeitsmaterialien eine Tätigkeit (und daraus ggf. eine unbefristete Beschäftigung) herleiten zu wollen, ist m.E. arbeitsrechtlich nicht haltbar. In einem darüber geführten Rechtsstreit würdest Du unterliegen, und die ganze Sache noch schlimmer machen als sie ohnehin schon ist.

Thema ist, dass das Arbeitsverhältnis (im Einverständnis mit dem Arbeitgeber) nun doch nicht zum 30.06.2014 enden, sondern bis mindestens zum 09.07.2014 dauern soll, um den Anspruch auf ALG I zu retten. Dies wäre insofern problemlos möglich, als dass man die Dir noch zustehenden Urlaubstage „hinten dranhängt“. Sollte dies nicht ausreichen, können in der gleichen Weise auch noch die Überstunden auf den verbleibenden Rest umgerechnet werden. Darüber hinaus bestehende Überstundenansprüche könnte man - damit auch der Arbeitgeber etwas davon hat (!) - einfach verfallen lassen.

Voraussetzung ist jedoch (damit alles gegenüber dem Arbeitsamt „wasserdicht“ ist), dass alle Papiere auf den 09.07.2014 ausgerichtet bzw. umgeschrieben werden, wie z.B. das Kündigungsschreiben, die Lohnabrechnung und natürlich auch die entsprechende Abmeldung bei der Krankenkasse. Nur dann funktioniert das Konstrukt.

Fazit: Hier heißt es „ganz (!) kleine Brötchen zu backen“, zum Arbeitgeber hinzugehen, ihm noch einmal Deine Situation zu erklären, und ihn zu bitten, den Austritt in obiger Form durchzuführen. Deshalb auch das „Geschenk“ der verbleibenden Überstunden!

Viel Erfolg!

Gruß Nightstick

Ja, so war im Vorfeld auch der Plan gewesen, bzw. war dies genau so mit dem AG abgesprochen. Nur fängt er jetzt wie gesagt an maulig zu werden und will meine Überstunden auszahlen. Ergo würde meine Beschäftigung, incl. angehängtem Urlaub, nur bis zum (inclusive) 8.7.14 gehen. Und mir würde genau 1 Tag für den ALG1 Anspruch fehlen (meine Beschäftigung begann am 10.07.2013). Das ist ja ganau das, was mich so ärgert. Ich vermute der will, aus was für Gründen auch immer, einfach nachtreten. Deshalb ja der (so dachte ich) zusätzliche Arbeitstag wegen der Werkzeugrückgabe, den er ja "angeordnet" hat, weil er sonst eine Rechnung usw. bekommen hätte.

Aber ich werden mich dann wohl nochmal mit ihm hinsetzen und die Sachlage versuchen zu klären.

mfg :)

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@Sharas

Ich habe vorhin gelesen, dass das AA das Kalenderjahr mit 360 Tagen berechnet. Stimmt das? Denn in diesem Falle würde der Urlaub ja reichen, da ich dann ja 364 Tage in Beschäftigung war...

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@Sharas

Hatte einen Ausfall meines Computersystems. Lese Deine Kommentare leider erst jetzt.

Alle Lohn- und Gehaltsabrechnungen werden auf der Basis 30 Steuer-/ 30 Sozialversicherungstage pro Monat = 360 Tage pro Jahr gerechnet, ebenso sämtliche Lohnersatzleistungen.

Ich hoffe, Du konntest die Sache zu Deinen Gunsten regeln !?

Im Notfall heute und morgen krank sein - das verlängert die Geschichte auch!

Gruß Nightstick

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@Nightstick

Alles gut gegangen.

Mein Chef hatte meine restlichen Überstunden und meinen Urlaub rangehängt und das AA hat das anstandslos akzeptiert :)

Danke dir :)

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@Sharas

Glück gehabt - aber das gehört auch im Arbeitsleben mit dazu.

Viel Erfolg weiterhin!

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Verstehe jetzt nicht so ganz...

Wie kann man nach Beendigung/Kündigung(30.6) seiner Arbeit Urlaub nehmen?

Wenn du bis 9.7. Urlaub hast dann kriegst du solange Gehalt.

Für das AA bist du ab heute Arbeitslos gemeldet? Dann bist du auch ab heute vermittelbar. Den ist der mündlich genehmigte Urlaub nach dem 30.6.schnuppe, für die verzichtest du auf die Auszahlung des Geldes

du hast nicht für die Firma gearbeitet.

Werkzeugrückgaben und Werksausweis abgeben ist keine Tätigkeit für die Firma. Diese Sachen abzuliefern ist DEINE PFLICHT

Na klar, dass diese Sachen zurück müssen ist logisch. Aber anderen Arbeitnehmern wird dafür auch bezahlte Zeit zugesprochen und da mein damaliger Chef (seit gestern quasi) mir keinerlei Möglichkeit eingeräumt hat dies in bezahlter Arbeitszeit zu erledigen, stellt sich mir eben diese Frage.

Die Werzeugausgabe etc. des Entleihbetriebes hat ist nur bis 15 Uhr besetzt, ich musste aber in einem anderen Betrieb bis 17.00 Uhr arbeiten.. ergo, keine Chance. Und das ich dies im Gegensatz zu Anderen in meiner Freizeit zu erledigen habe erschließt sich mir irgendwie nicht, da ich auch keinen "letzten Arbeitstag" in dieser Firma hatte. Die Abmeldung und kündigung erfolgten während einer Krankheit und danach war ich sofort in einem anderen Entleihbetrieb.

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