Nach der Inflation (Entwertung) der Reichsmark kam die Mark wieso war die auf einmal was wert?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Ein entscheidender Aspekt ist bei der Bekämpfung der Inflation das Verhalten der betroffenen Bürger. Wenn sie Verrauen in die vom Staat durchgeführten Maßnahmen haben und diese entsprechend annehmen, dann hat die Abwertung Erfolg. Beispiel: Nach dem 2. Weltkrieg galt noch die Reichsmark, die starke inflationäre Züge hatte - die einfache Bevölkerung vertraute da eben eher der "Zigaretten-währung" des Schwarzmarktes. Nach der Währungsreform am 20.6.1948 bekam jeder Bürger neues Geld --- und sofort hatten die Händler auch Ware, die sie verkaufen konnten. So ähnlich liefen die Prozesse auch nach der Inflation 1923 ab.

Volkswsirtschaftlich betrachtet: Der internationale Geldmarkt nahm zur Kenntnis, dass Deutschland fest entschlossen war, die Inflation zu beenden; damit wurde Deutschland auf deem Geldmarkt wieder kreditwürdig, was zur Stabilität der Währung führte.

kujapper

Bei der Währungsreform wurden lediglich 40 Mark (spater nochmals 20 DM) 1:1 umgetauscht. Sparguthaben wurden nur 10:1 getauscht. Sparer verloren so einen Großteil ihrer Guthaben. Andererseits reduzierten sich die Schulden des Staates auf 10%, was einen Staatsbankrott verhinderte. Die Nazis hatten extreme Schulden bei den Banken angehäuft, die natürlich nach dem Krieg noch vorhanden waren.

Händler und Produzenten hatten vor der Währungsreform auf Halde produziert oder gehortet, weil sie wegen der anstehenden Währungsreform kein Geld anlegen wollten. Dieser "Güterberg" kam am Tag der Währungsreform "schlagartig" auf dem Markt.

Die Währungsreform wurde übrigens von den Amerikanern gegen den Willen von Ludwig Erhard durchgesetzt. Dieser fürchtete die "Enteignung" der kleinen Sparer.

Der Wert von Gütern wird über Angebot und Nachfrage verhandelt. Beim Geld ist das nichts anderes. Sobald Geld knapp ist steigt der Wert. Bei der Inflation vorher war genau das nicht gegeben. Wenn man Geld ohne ende druckt hat es keinen großen wert mehr, weil mehr davon vorhanden ist. Bei einer Währungsreform wird die neue Währung dann wieder knapp gehalten und ist somit etwas wert. ist jetzt etwas vereinfacht ausgedrückt, aber das grundprinzip ist so.

.....Entwertung der Goldmark (sie war natürlich seit dem 1. Weltkrieg nicht mehr aus Gold) kam die Rentenmark, dann die Reichsmark!

Rentenmark im Wert gedeckt durch den Grundbesitz des Staates.

Auszug Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Mark_%28W%C3%A4hrung%29

* Goldmark (Deutsches Reich, 1871–1915/1938)
* Papiermark (Deutsches Reich 1919–1923)
* Rentenmark (Deutsches Reich 1923–1924/1948)
* Reichsmark (Deutsches Reich 1924–1948/1948)
romar1581 07.10.2010, 21:23

Lies den Beitrag zur Papiermark und Rentenmark.

0
romar1581 08.10.2010, 10:13
@romar1581

Ok. mittlerweile hab ich begriffen, dass du die Währungsreform 1949 meinst. Da gab es allerdings keine Inflation in diesem Sinne. Es gab schlichtweg nix zu kaufen.

Die Industrie war noch weitgehend zerstört, Rohstoffe knapp, Arbeitskräfte Mangelware, Devisen für Importe nicht vorhanden. Die Geldmenge wurde auch nicht erhöht, wie zu Zeiten der 1923e Inflation. es Gab schließlich keinen Staat, der Gelpolitik hätte betreiben können. es liefen nur die Münzen und Banknoten des 3. Reiches um.

Die allein, ohne Bezugsscheine oder Marken, waren aber nichts wert. Das lag aber im allgemeinen Mangel an Waren. Selbst wenn diese vorhanden waren, wollte die niemand für "wertloses Geld" verkaufen. Denn dass sich etwas ändern musste, war Fakt.

0

Na, weil das alte Geld entwertet wurde. Stell Dir vor, Es gäbe einen neuen Euro, der 10 alte Euro wert ist. Preise bleiben n etwa gleich. Das alte Geld wäre ab sofort nix wert. Die Regierung hätte ihre Schulden etwas verringert. Ähnlich: Umwertung Alugeld DDR zu Westgeld DM, Bloß war da die Umwertung zu hoch, Aluchips zu hoch bewertet. Gruß Osmond

Was möchtest Du wissen?