Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit.

Wir sind ein biologischer Organismus, der durch Zellteilung entsteht und durch Versagen abstirbt.

Das, was wir Seele nennen, sind rein biochemische Vorgänge, die uns Gefühle vorgaukeln. Verliebt sein entspringt zum Beispiel der gleichen Quelle wie Pinkeln zu müssen.

Religiöse Annahmen wie Gott, Himmel etc. sind Erfindungen von Menschen und lediglich dazu gedacht, sowohl Menschen zu steuern als auch Hoffnung zu geben, da ein Leben ohne wirklichen Sinn philosophisch betrachtet ja sinnlos wäre.

Insofern werden wir alle früher oder später sterben und den Weg allen biologischen Lebens gehen.

Ich würde nicht sagen, dass nicht nach dem Tod mehr passiert, da wir es nicht erlebt haben und es deshalb nicht nachvollziehen können.

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@Beszee

Wir haben es zwar nicht erlebt, doch können wir tagtäglich den Tod und das Vergehen biologischen Lebens bei Mitmenschen, Tier und Natur miterleben. Da ist kein wie auch immer geartetes "Leben nach dem Tod". Wir sterben und Ende. Hat doch auch was Tröstliches.

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Basierend auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen der modernen Medizin gibt es kein Leben nach dem Tod. Ein Verweis auf Unwissenheit aufgrund fehlenden Erlebens ist lediglich ein Ausdruck emotionaler oder religiöser Hoffnung.

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Einen Beweis dafür, dass es eine vom Körper unabhängige und unsterbliche Seele gibt, hat bisher niemand vorlegen können.

Die Vorstellungen von einem Leben nach dem Tode oder einer Wiederauferstehung entstanden zu einer Zeit, als es noch keine Wissenschaft gab, die Menschen aber trotzdem Antworten suchten. Auch das Zustandekommen von Träumen war unbekannt. Wenn also jemandem ein verstorbener Verwandter im Traum erschien, lag es nahe zu glauben, dass dieser noch irgendwo "existiert".

Ein zweiter Grund war die Bedeutung des Trostes und der Hoffnung.

Mein Vorschlag ist: Führe Dein Leben so, als ob nach dem Tode nichts mehr kommt, und mache Dir klar, dass Glauben nicht Wissen oder Wahrheit bedeutet. Jahrtausendelang glaubten die Menschen, die Erde sei flach und der Mittelpiunkt der Welt, und alle Fixsterne seien gleich weit von ihr entfernt.

Die Kirchen benutzen den Glauben vor allem als Machtmittel, denn wenn niemand mehr an Gott glaubt, sitzen sie auf dem Trockenen.

Bei der Oder-Überflutung vor einigen Jahren habe ich mich tierisch darüber geärgert, dass Bundeswehrsoldaten Deiche und Sperren errichteten, während viele betroffene Bürgerinnen und Bürger in der Kirche Bittgottesdienste besuchten und Choräle sangen. Danke, liebe religiös gebundene Eltern, Pfarrer, Pastorinnen und Pastoren, ReligionslehrerInnen, Bischöfe, Päpste (ich erkenne natürlich an, dass Papst Franziskus auch viele bewundernswerte Eigenschaften hat).

Wenn in einer Familie, die zu den Zeugen Jehovas gehört, ein Kind stirbt, weil die Eltern auf Grund ihres Glaubens Bluttransfusionen strikt ablehnen, ist meiner Ansicht nach das Gefängnis die geeignete Unterkunft für sie, und zwar für lange Zeit! Tut mir leid - höflich kann ich mich zu diesem Thema nicht äußern..

Subjektiv gesehen schon. Die meisten Menschen gehen aber davon aus, dass die Welt um uns herum nicht mit unserem Tod verschwindet.

Insgesamt ist deine Frage natürlich eine Frage des Glaubens.

Du kannst beliebig glauben, ob vor, während oder nach deinem Leben etwas außergewöhnlich Spirituelles passiert.

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