Nach dem Studium trotz Job-Angeboten Arbeitssuchend melden?

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3 Antworten

Die Frage ist ja, welche Leistungen du vom Arbeitsamt beziehen kannst und willst. Arbeitslosengeld wird dir nicht zustehen, da du nur als Werksstudent tätig warst. Wenn du wirklich pleite bist, dann kannst du ALG2 (Hartz IV) beantragen. Sollte aber nicht der Fall sein.

Bei der Krankenversicherung wird es vermutlich auch keine Zuschüsse geben wenn du dich arbeitssuchend meldest. Möglicherweise kannst du einen Umzug zur Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit (d.h.mehr als 450€ netto, kein Werksstudent) oder Fahrten zu Vorstellungsgesprächen, die der potentielle Arbeitgeber nicht zahlt, erstattet bekommen. Das kann sich lohnen.

Ich habe 350 € für meinen Umzug vor ein paar Wochen bekommen, da ich nach Ende meines Studiums in eine andere Stadt gezogen bin und dort eine Doktorandenstelle angetreten habe. Hätte ich mich nicht arbeitslos gemeldet, hätte ich das Geld nicht bekommen.

Insgesamt hast du auch nicht viel Arbeit mit dem Arbeitsamt. Ich würde sagen, du musst da grob geschätzt drei bis fünfmal hin. Und dafür steht dir die Möglichkeit offen, Geld aus dem Vermittlungsbudget abzugreifen. Da solltest aber schon beim Erstgespräch erwähnen, dass du leider ja gar kein Geld hast und dich nach Bewerbungs- und Umzugszuschüssen erkundigen.

Noch Fragen?

Vielen Dank für die Antwort! Ein Zuschuss zum Umzug wäre grandios, da ich höchstwahrscheinlich in eine andere Stadt ziehen muss (was wieder neue Mietkation bedeutet) und nach 10 Semestern Studium Studententypisch abgebrannt bin.

Also würdest du mir dazu raten beim Arbeitsamt/Jobcenter etwas in der Richtung zu sagen: "Ich beende in 3 Monaten mein Studium [...] mein Arbeitgeber rät mir mich Arbeit suchend zu melden [...] Ich bin aktuell im Bewerbungsprozess [...] meine finanzielle Situation nach dem Studium ist jedoch kritisch, weshalb ich mich nach Bewerbungs- und Umzugszuschüssen erkundigen wollte"? Oder gibt es das ich auf jeden Fall/auf keinen Fall erwähnen sollte?

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@Sulley90

Ich habe einfach gefragt, ob es Zuschüsse gibt, da ich kein seit ein paar Monaten kein BAFöG mehr bekomme und vom letzten Ersparten lebe. Hat ausgereicht. Spezielle Wortlaute, die man sagen/vermeiden sollte, kenne ich nicht.

Es ist wichtig, dass man einfach nett, freundliche und kooperativ ist, egal wie doof einem die Sache in dem Moment vorkommt. Wenn dein Sachbearbeiter einen guten Eindruck von dir hat, dann ist dein Leben einfacher.

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Ich frage mal andersrum: Warum willst Du Dich nicht melden? 

Natürlich kriegst Du kein Arbeitslosengeld I, aber Du kriegst Hartz (ALG II). Und das reicht immerhin zum Überleben.

Es bietet eigentlich nur Vorteile:

  • Die Grundversorgung ist gesichert
  • Du zahlst in die Rentenkasse an
  • Jobsuche dauert manchmal länger als man denkt
  • Bewerbungen sind viel entspannter und werden sogar durch das Amt finanziert
  • Es kostet kaum Aufwand
  • Warum Geld ausschlagen, dass einem der Staat schenkt?

Ich war vor zwei Jahren in der gleichen Situation und habe es nicht bereut (war sogar in der glückliche Situation meine Thesis exmatrikuliert zu schreiben). Vor allem ist es vorteilhaft, weil man nicht jeden Job annehmen muss, weil die Kohle irgendwann knapp wird.

Mir war bis eben nicht bewusst das man ALG II bekommen kann, ohne 1 Jahr gearbeitet zu haben. Ich wusste lediglich "Man muss min. ein Jahr sozialversicherungspflichtig gearbeitet habe um Arbeitslosengeld zu bekommen". Das dies nur für Arbeitslosengeld I gilt muss man auch erstmal wissen.

Und von den anderen Vorteilen wusste ich bisher auch noch nichts. Also gab bis eben für mich keine Vorteile. Ein Besuch beim Amt heißt in Deutschland ja meist eine Nummer ziehen, 1-2 Stunden Wartezeit und das Treffen mit einem Beamten den man grade am schlafen hindert (:P). Also nicht unbedingt etwas, das man sehnlichst erwartet.

Aber ich sehe nun das es mehr und auch, wenn ich keine Pause zwischen Studium und Job haben sollte, Vorteile hat.

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@Sulley90

Also Nummern ziehen gibts auf dem Arbeitsamt nicht. Da geht man nur mit vorher festgelegtem Termin hin, die Wartezeiten entfallen. Das ist nicht weiter schlimm. Arbeitssuchenend kann man sich sogar im Internet melden, dafür muss man gar nicht zum Arbeitsamt.

Es hat nur Vorteile, das ist richtig.

Eine Pause zwischen Studium und Arbeitsantritt ist nicht weiter schlimm, so lange es nur ein paar Monate sind. Niemand erwartet, dass man zum Ende des Studiums direkt einen Job hat/findet.

Abgesehen davon wurde bei mir das Zeugnis zum Abgabedatum der Masterarbeit (Ende Oktober 2015) ausgestellt, obwohl ich es erst Mitte Januar diesen Jahres bekommen habe. Damit hatte ich zwei Monate, in denen ich mich nur ohne Zeugnis bewerben konnte, was auch doof ist.

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Du bist erst dazu verpflichtet, wenn du unterstützung vom Staat haben willst, falls du keinen Job bekommst nach dem Studium. Wenn du weiß, dass du bis dahin einen Job hast, ist es egal.


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