Nach dem Cannabiskonsum von der Polizei beim Autofahren angehalten. Was nun?

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6 Antworten

Zuerst einmal, das Fahren unter THC ist keine Ordnungswidrigkeit sondern erst einmal eine vorwerfbare Straftat nach 315c StGB. Das Du bisher kein Schreiben der Bußgeldstelle bekommen hast liegt daran das die Staatsanwaltschaft darin ermittelt ob du bereits auffällig geworden bist. Drei Versuche hast Du frei, da kannst Du noch mit einem Bußgeld davon kommen, beim 4.ten Verstoß rutscht Du automatisch in den Straftatbestand. Das Ermittlungsverfahren kann durchaus etwas dauern.

1. Verstoß 500 Euro Bußgeld, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot.

2. Verstoß 1000 Euro Bußgeld, 2 Punkte und 3 Monate Fahrverbot

3. Verstoß 1500 Euro Bußgeld, 2 Punkte und 3 Monate Fahrverbot.

Das Du in der Zwischenzeit dan nochmal auffällig geworden bist (Geschwindigkeitsverstoß außerorts 26-30 km/h zu schnell, übrigens 80 Euro, 1 Punkt und einen Monat Fahrverbot) macht die Sache nicht einfacher.

Hier liegt wahrscheinlich dann auch der Hase im Pfeffer, es liegt im Bereich des Möglichen das die Führerscheinstelle eine Prüfung auf Eignung zum Führen von KFZ verlangt.

Möglich ist auch der regelmäßige Nachweis auf THC-Freiheit.

Im Übrigen könnte das auch sehr interessant für dich sein:

http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/bverwg-urteil-3-c-3-13-fuehrerschein-cannabis-thc/

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Lange Geschichte, kurzes Ende: Die Führerscheinstelle wird sich demnächst bei dir melden und deine Fahrerlaubnis entziehen. 

Bei diesem Konsumverhalten bist du mit Sicherheit ständig über 1,0 ng/ml. 

Neuerteilung der Fahrerlaubnis frühestens nach 12 Monaten nachgewiesener Abstinenz und positiver MPU. 

Kosten: ca. 1.500-2.500€

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Kommentar von Avox15
04.09.2016, 11:04

Hmm, bei der Drogenberatungsstelle sagte man mir auch das ich kein MPU bekommen würde. War das erste mal. 

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Dort habe ich alles ausgesagt. Ich habe auch gesagt das ich dass alles
bereu usw. Also ich kam aufjedenfall überzeugend an. War nicht asozial
oder so etwas in der Richtung.

Es scheint Dir wichtiger zu sein wie Du von der Polizei wahrgenommen wirst, als Dich in Deinen Rechten auszukennen und diese Rechte auch wahrzunehmen.

Grundsätzlich macht man in solchen Kontroll-Situationen überhaupt keine Angaben außer erforderliche personenbezogene Daten.
Auf diese Weise vermeidet man es als Lügner dazustehen, wenn man gefragt wird, ob man etwas dabei hat. So vermeidet man auch sich um Kopf um Kragen zu reden, sobald man Angaben zum eigenen Konsumverhalten macht.

Genieße die restliche Zeit mit Führerschein; um eine MPU wirst Du nach meiner Einschätzung nicht herumkommen, es sei denn Du hast das große Glück, dass Dein Fall zwischen Polizeidienststelle und Führerscheinstelle "verloren gegangen" ist.


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Wer sich berauscht hinters Steuer setzt, ist zum Führen eines Fahrzeuges charakterlich nicht geeignet.., dir sollte der FS entzogen werden. 

Dieses 'hinterher einsehen, ich weiß es war blöde.. Gelaber ' hätte keinem Opfer eines Unfalls etwas genutzt.., 

Was ist daran nicht zu verstehen, dass man sich NICHT berauscht hinters Steuer setzt?? 

Die Gesetze / Strafen sind diesbezüglich viel zu lasch.., genauso wie in anderen Verfahren, aber das ist ein anderes Thema..,  wie gesagt, wenn jemand wiederholt berauschende Mittel zu sich genommen hat (in der Vergangenheit und aktuell), dem sollte im Interesse aller für immer die Fahrerlaubnis entzogen werden. 

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Kommentar von Avox15
04.09.2016, 11:14

Ja ich bin auch deiner Meinung. Aber durch diese Aussage musste ich nur Drogenberatungsgespräche führen was mir sogar eigentlich sehr Spaß gemacht hat. Ich hätte auch eine härtere Strafe bekommen können. 

Der Mensch entwickelt sich durch solche Fehler enorm. Naja nicht alle, aber die meisten wie z.B. ich. :)

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Kommentar von Can78
05.09.2016, 09:57

Ich bin auch deiner Meinung x3030 aber was sagt du wenn jemand nach 48 Stunden sich wieder am Steuer sitzt?

Avox15 7 Monate sind nicht wenig, die Führerschein stelle müsste sich schon längst gemeldete haben. Bei mir haben die sich immer noch nicht gemeldet jetzt ist das schon 11 Monate her! Aber das soll alles daranliegen das die Beamten viel zu viel zutun haben wegen die Flüchtlinge und andere Strafen die nicht wichtiger sind als thc. 

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 Die Straftat sollte fallengelassen werden wenn ich an 3 Drogenberatungsgespräche teilnehme. Habe ich innerhalb 1 Monat alles erledigt. Jetzt haben wir schon September. 

Die Sache ist doch erledigt. Ergibt sich doch aus dem, was Du geschrieben hast.

  Zusätzlich wurde ich sogar vor kurzem auf der Autobahn an einer Baustelle wo 80 erlaubt war mit 110 geblitzt. 

Da wird Post kommen.

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Kommentar von Avox15
04.09.2016, 11:00

Das war nur die Straftat was fallengelassen wurde. Nicht die Ordnungswidrigkeit.

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Kommentar von clemensw
04.09.2016, 11:03

"Die Sache ist doch erledigt."

Falsch, nur der strafrechtliche Teil.

Der Rest ist Verwaltungsrecht.

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Ich sollte noch erwähnen das ich seit dem 06.02 kein Gras mehr angefasst habe.

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