Nach betrieblicher Weihnachtsfeier gestürzt wegeunfall unter Alkohol

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9 Antworten

Dass es sich um eine betriebliche Veranstaltung handelte und damit grundsätzlich gesetzlicher Unfallschutz besteht, das ist wohl unstrittig.

Auch die Tatsache alleine, dass Alkohol genossen wurde, ist kein Ausschlussgrund für den gesetzlichen Unfallschutz, wie imager761 in seiner Antwort meint.

Entscheidend sein wird alleine die Beurteilung, inwieweit der Alkoholgenuss als Auslöser ursächlich war für den Unfall. Wenn die Berufsgenossenschaft diese Annahme bejaht, entfällt der gesetzliche Unfallschutz und die Krankenkasse muss eintreten.

Eine Antwort auf diese Frage wird Dir in diesem Forum aber keiner geben können und ist wohl alleine abhängig von der Einschätzung der Berufsgenossenschaft nach genauer Klärung der Umstände.

Wenn es eine offizielle Betriebsveranstaltung war, ist es möglich, dass du trotz Alkoholgenuss Versicherungsschutz hattest. Dafür gibt es enge Grenzen. Das musst du der BG wahrheitsgemäß mitteilen. Wurde denn überhaupt ein Alkoholtest durchgeführt?

Nur weil es Alkohol gab musste man den weder trinken noch im Übermass oder gar in dem Zustand billigend Verletzungen in Kauf nehmen, statt sich fahren zu lassen.

Demnach träte bei der Unfallursache der Zusammenhang betrieblich veranlasster Wegeunfall vor alkoholbedingter Untüchtigkeit derart zurück, dass Versicherungsschutz verwirkt war.

G imager761

Hallo Imager,

ich hatte selbst (allerdings 1980) einen Unfall unter Alkoholeinfluss. Als Fußgänger angefahren. Damals erklärte mir der Beauftragte der BG dass die einzige Ausnahme für Alkoholgenuss, der Anlass der betrieblichen Feier (40-jähriges Firmenjubiläum) mit offizieller Einladung und während der Arbeitszeit, ist.

Das kann sich natürlich inzwischen geändert haben, aber ich erhalte aus diesem Unfall immer noch eine Rente.

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Die Weihnachtsfeier ist durch die Berufsgenossenschaft unfallversichert, wenn alle Arbeitnehmer des Betriebs bzw. der Abteilung daran teilnehmen können und ein wesentlicher Teil davon (mindestens etwa 20 %) erschienen ist. Der Versicherungsschutz umfasst aber nur die Arbeitnehmer, nicht ebenfalls teilnehmende Angehörige.

Versichert sind außerdem nur solche Handlungen, die im Zusammenhang mit der Veranstaltung stehen, also beispielsweise der Weg von und zur Weihnachtsfeier oder der abendliche Tanz. Mitarbeiter, die sich von der Gruppe trennen oder die nach dem offiziellen Ende der Weihnachtsfeier noch beisammen bleiben, sind dagegen nicht durch die Berufsgenossenschaft versichert. Der Versicherungsschutz kann zudem durch übermäßigen Alkoholeinfluss verloren gehen. Sorgen Sie daher für sichere Rückfahrgelegenheiten. quelle: hrexperten24dotde

Der Versicherungsschutz kann zudem durch übermäßigen Alkoholeinfluss verloren gehen.

Und das und nur das war die Frage :-)

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@imager761

bei 2bier meckert keiner,wieviel jemand getrunken hat weiß man nur selber ;-) was aus dem satz gemacht wird ist jedem selbst überlassen!

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Klar bist du versichert.

Unter anderem unter folgenden Bedingungen:

  • Die Weihnachtsfeier wurde vom Betrieb ausgerichtet und NICHT von anderen Kollegen, was vom Betrieb gebilligt wurde.
  • Du hast dich auf dem direkten Weg von der Weihnachtsfeier nach Hause befunden und hast NICHT etwa noch mit anderen Kollegen die Kneipe besucht, nachdem der Betrieb die eigentliche Feier bereits aufgelöst hatte.

Bei deiner Frage am 22.01. war deine Frage zu dem gleichen Vorfall noch etwas anders formuliert,diese zweite Frage wird an dem Ganzen nichts ändern. Die Frage ist doch,ob die Berufsgenossenschaft bei Alkoholeinfluss eine Regulierung akzeptiert oder ablehnt,und diese Frage kann dir nur die BG oder ein entsprechender Experte beantworten.

Da gibt es gesetzliche Regelung, ein Wegeunfall ist es 1,5 Stunden auf dem Weg in die Arbeit, und 1,5 Stunden auf dem Weg nachhause, wenn der direkte Weg gewählt wurde, wenn man auf dem Weg von der Arbeitsstelle auch nur kurzfristig vom Heimweg (z. B. irgenwo in einem Großkaufhaus einkaufen geht) ist es kein Arbeitsunfall mehr !! Alles Gute

Wenn jemand einen Arbeitsweg von 3 Stunden hat, ist der selbstverständlich auch versichert.

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Ich meine, wenn der Arzt nichts vom Alkohol geschrieben hat,sollte das wohl klappen. LG Schuwidu

Bist du beim Laufen gestürzt?

Oder war er schon "auf allen Vieren"? :-))

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