Nach Beginn mit L-Thyroxin Substitution kurzzeitige Verbesserung der Symptome, nach einer Woche wieder wie vorher, was kann das sein?

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6 Antworten

Die Schilddrüsenhormone ändern sich nur sehr langsam, darum sollte nach 3, 6 und 12 Wochen regelmässiger (täglicher) Einnahme immer eine TSH Bestimmung erfolgen und ggf die Dosierung angepasst werden. Die Dosierung von 25 Mikrogramm ist sehr gering, vermutlich sollte die Dosierung erhöht werden.

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Hast du mal Eisenmangel überprüfen lassen?

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Kommentar von aidens
19.05.2017, 13:35

Nein, das ist momentan auch schwierig, da mein jetziger Hausarzt denkt, dass es psychosomatisch ist bei mir. Weil er sagt, wenn nur der TSH erhöht ist, die freien Werte aber in Ordnung, so müsse man nichts ändern. Er will erst in 6 Monaten meine Werte wieder kontrollieren

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Ein hoher TSH Wert deutet aber doch auf eine Überfunktion hin und dann werden zu viele Hormone produziert. Warum supplementiert man in dieser Situation noch mehr Hormon? Das macht doch gar keinen Sinn?

Ich gebe mal zu bedenken, dass die Werte nur Symptome sind, die Schilddrüse ihre Hormonproduktion selbst regelt und eine Supplementierung nicht nur in diesen Regelkreis eingreift, sondern auch überhaupt nichts an der Krankheit ändert, sondern nur die Symptome lindert.

Der Regulationsmechanismus dürfte dann auch der Grund sein, weshalb die Symptome wieder zurückkommen. Du hast ein Hormon künstlich zugeführt, die SD reagiert darauf und drosselt die eigene Hormonproduktion entsprechend.

Diese Maßnahmen führen alle nicht zu einer Heilung. Schwindel, Haarausfall, Müdigkeit usw. sind ebenso Symptome, wie der hohe TSH Wert. Über all dem steht aber die Frage: Was ist die eigentliche Ursache? Die Ursache liegt nicht in der Schilddrüse, die ist auch nur "Opfer" der Krankheit. Die eigentliche Ursache (jeder Krankheit) liegt immer außerhalb des Organismus und in der Vergangenheit. Dort muss man suchen und die Ursachen abstellen, wenn man eine Heilung erreichen will.

Krankheitsursachen können nur in drei Bereichen liegen: Ernährungsfehler, belastende Lebenssituationen und/oder Schadstoffeinwirkungen. Schadstoffeinwirkungen (Umweltgifte, Medikament, usw.) kann man minimieren, Ernährungsfehler kann man abstellen und belastende Lebenssituationen ändern - auch wenn es nicht immer einfach ist. Das sind deine Möglichkeiten und dort würde ich ansetzen. 

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Kommentar von aidens
19.05.2017, 14:10

TSH ist ein Hormon welches von der Hypophyse ausgeschüttet wird. Es stimmuliert die Schilddrüse und regt sie zur Produktion von SD-Hormonen an. Erhöhter TSH Wert = SD-Unterfunktion. Wenn man keine Ahnung hat..

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Zu Beginn einer Unterfunktion sollte wegen der Verträglichkeit des Hormons vorsichtig einschleichend dosiert werden.

Es ist also durchaus möglich, sogar sehr wahrscheinlich, dass mit 25 Mikrogramm L-Thyroxin die für Dich ausreichende Dosierung noch nicht vorliegt.

Bei guter Verträglichkeit sollte die Dosis nach 2-3 Wochen auf 50 erhöht und nach 4-6 Wochen die Werte erneut kontrolliert werden.

Sicher wäre es auch sinnvoll ( wie hier bereits geschrieben ) den Eisenspiegel zu bestimmen. Auch ein Eisenmangel kann die von Dir angegebenen Symptome machen.

Du solltest auch etwas Geduld haben !!

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Kommentar von Chillersun03
19.05.2017, 21:48

hoher TSH (5-7) aufgefallen bei normalen freien Werten.

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Was heisst normale freie Werte? Hat der Arzt gesagt, die sind ok?
Bitte mal mit Referenzwerten angeben.

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Bei den Ärzten ist immer wieder mein hoher TSH (5-7) aufgefallen bei normalen freien Werten.

Dann hast du keine Schilddrüsenunterfunktion!!!

Die erste Woche war ich wie ausgewechselt, alle Symptome waren weg und ich hatte plötzlich wieder Energie und Motivation.

Das ist völlig normal, auch wenn du keine Schilddrüsenunterfunktion hast/hättest. Selbst wenn du depressiv bist oder eine Angststörung hast hilft Thyroxin die Symptome zu lindern, da es Stimuliert, antreibt, motivation gibt, man fühlt sich gut! Selbst bei bipolaren Störungen hilft es!

(Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Triiodothyronine#Treatment\_of\_depressive\_disorders)

Nur weil es dir besser durch das Thyroxin geht, ist das kein Beweis dafür, dass du eine Schilddrüsenunterfunktion hast!

Jetzt in der zweiten Woche kommen nach und nach alle meine Symptome wieder. Was kann das sein?


Toleranz und Gewöhnung, der Körper reguliert dagegen. Wahrscheinlich hast du garkeine Schilddrüsenunterfunktion und deine Symptome kommen woanders her!

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Kommentar von aidens
21.05.2017, 01:11

Also ich habe mit psychischen Problemen zu kämpfen. Wie du schon angerissen hast gehe ich bei mir von einer Angststörung aus die auch mit leichten depressiven Phasen einhergeht. Ist ja klar, wenn man soziale Angst, Panik verspürt und daraus Nachteile erfährt, ist man nicht immer super gelaunt ;)


Ich bin aber medizinisch auch nicht wirklich schlecht bewandert und weiß deshalb, dass eine latente SD-Unterfunktion vorliegt bei erhöhtem TSH und normalen freien T3 und T4 - Werten. Auch Symptome können dann schon bestehen. Es gibt sogar Fälle von Hashimoto, bei denen keine Antikörper nachgewiesen werden. Ich bin deshalb so skeptisch, weil meine gesamte Familie (Mutter, zwei Schwestern) bis auf meinen Vater massive Schilddrüsenprobleme, Autoimmunerkrankungen bis hin zu Schilddrüsenentfernungen, haben.

Es kann aber auch sein, dass die Symptome psychischer Natur sind und ich mir das nur unterbewusst wünsche, dass es von der Schilddrüse kommt. Die psychischen Probleme möchte ich nun sowieso in Angriff nehmen und begebe mich deshalb wahrscheinlich in eine Tagesklinik.

*PS.: Aber einen Wikipediaeintrag der über eine Alternativmedizinische Heilmethode spricht, halte ich auch nicht für wirklich seriös, versteh mich nicht falsch. Aber als angehender Wissenschaftler achte ich auf Quellen und Informationen..

gruß Aiden

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