Nach Beendigung der Prüfung muss doch der Arbeitgeber bei Übernahme den normalen Lohn zahlen?

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Mir stellt sich die Frage,warum ein Arbeitsvertrag auf vier Jahre befristet werden soll ? Entweder gehst Du eine nicht Tarifvertragliche Loh-Vereinbarung ein, oder es gibt einen sonstigen Pferdefuß ! Diese befristete Vereinbarung muss dem Arbeitgeber doch einen Vorteil bringen sonst würde Er das doch gar nicht erst machen ! Bei einer normalen Einstellung auf der Grundlage des Tarifvertrages wäre weder Er noch Du 4 Jahre gebunden ! Ich würde mir das Vertragswerk mit nachhause nehmen , gründlich durchlesen, ggf. vom Arbeitsgericht oder überprüfen lassen !

Ein Vertrag, der nicht unterschrieben ist, hat keinerlei rechtliche Wirkung. Im Prinzip arbeitest du für umsonst. Der Lehrvertrag ist ausgelaufen. Womit begründest du deinen Anspruch auf normalen Lohn?

Der Chef darf nach bestandener Prüfung doch nicht stillschweigend die Leute arbeiten lassen. Natürlich hat "Aniddchen" Anspruch auf den vollen Lohn, auch rückwirkend.

0

Das ist völliger Unsinn. Hier bei uns in der BRD gilt, dass ein Arbeitsvertrag auf drei unterschiedliche Weisen zustande kommen kann. A) schriftlich, b) mündlich und c) durch 'schlüssiges Handeln'. Jemanden weiterarbeiten lassen nach bestandener Prüfung fällt unter c.

0

Rechtliche Lage siehe meinen Kommentar bei Lola60 9:52 !

0

Die Rechtslage ist ganz klar und eindeutig:

1.) Mit Bestehen der Lehrabschlußprüfung endet das Ausbildungsverhältnis. Zeugnis darüber ist das Prüfungszeugnis. Sobald der Chef davon Kenntnis erhält, darf er dich nicht weiterbeschäftigen, wenn er dich nicht in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernehmen will.

2.) Erhält der Arbeitgeber vom Bestehen der Prüfung Kenntnis und wird dies glaubhaft gemacht durch Vorlegen des Abschlußprüfungszeugnisses und beschäftigt er dich dennoch weiter, wird dadurch ein unbefristetes Arbeitsverhältnis begründet. Ergo: Er muß dir dann auch den entsprechenden Facharbeiterlohn zahlen.

3.) Ein Arbeitsvertrag kommt auf eine der drei folgenden Arten zu stande: a) schriftlich b) mündlich oder c) durch sogenanntes "schlüssiges Handeln". Darunter versteht man eben, wenn der Chef eindeutig Kenntnis hat von deiner bestandenen Prüfung und dich dennoch weiterbeschäftigt.

Bei b) und c) ist nur die Beweislage bei einem arbeitsrechtlichen Verfahren etwas schwieriger. Sie ist aber nicht unmöglich, besonders dann, wenn es Zeugen gibt. Zum Beispiel dann, wenn dir der Chef zur bestandenen Prüfung gratuliert und dann im Beisein anderer sagt: Jetzt gehen Sie aber wieder an Ihren Arbeitsplatz. Oder wenn du eine Arbeit aufnimmst und Arbeitskollegen vorbei kommen und der Chef sieht das und läßt dich weiterarbeiten.

Hat der Chef dich, auch ohne schriftlichen Arbeitsvertrag weiterbeschäftigt, hast du gute Chancen, dein Recht auf Facharbeiterlohn durchzusetzen. Du wirst aber damit rechnen müssen, dass er dich - unter Wahrung der Kündigungsfristen - fristgerecht zum nächstmöglichen Zeitpunkt kündigt. Also solltest du die Augen nach einer neuen Stelle auf halten. Aber das würde ich so oder so empfehlen. Denn ein Chef, der nicht den Facharbeiterlohn zahlen will, obwohl das Ausbildungsverhältnis zweifelsohne beendet ist, der ist nicht korrekt, um es mal gaaaanz vorsichtig auszudrücken! ;-)

In deinem Vertrag muss doch ein Gehalt stehen. Also unterschreib diesen Vertrag und du bekommst es.

Er hat Anspruch auf das im Tarif festgelegte Entgelt, auch ohne Unterschrift, weil ein Vertrag nicht nur schriftlich zustande kommt und auch nicht nur die Unterschrift das Recht auf Entgelt begründet.

0

Der Lehrvertrag endet nicht mit dem Datum der in dem Vertrag steht sondern mit dem Datum des letzten Prüfungstages. Da du sicherlich schon vor dem 31.8.07 deine Prüfung bestanden hast, steht dir auch schon ab dem Tag nach der Prüfung der normale Facharbeiterlohn zu. Du schreibst das du erstmal für 4 Jahre eingestellt bist, d.h. das du einen rechtsgültigen Vertrag mit deinem Arbeitgeber abgeschlossen hast. Auch mündliche Verträge haben ihre Gültigkeit, wenn auch die Beweispflicht schwieriger ist.

Fordere sofort einen schriftlichen Vertrag und die Nachzahlung deines rückständigen Lohns bei deinem Chef ein.

das ist die korrekte antwort!

0

Ein schriftlicher Arbveitsvertrag ist nicht nötig.

0
@Niklaus

Nur ist es ohne schriftlichen Arbeitsvertrag schwerer, zu beweisen, dass - zudem noch - ein vierjähriger Arbeitsvertrag geschlossen wurde. Die Schriftform ist schon sehr empfehlenswert.

0
@Niklaus

"Ein schriftlicher Arbveitsvertrag ist nicht nötig."

Bei ner Befristung schon.

0

Auch ein mündlich abgeschlossener Arbeitsvertrag ist ein gültiger Arbeitsvertrag. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Arbeitsbedingungen innerhalb eines Monats nach dem vereinbarten Beginn des Arbeitsverhältnisses schriftlich zu bestätigen (§ 2 Nachweisgesetz), wenn kein schriftlicher Arbeitsvertrag abgeschlossen wurde.

http://www.abc-recht.de/ratgeber/arbeit/tipps/muendlich_arbeitsvertrag.php

0
@tradaix

Korrekt, diese schriftliche Bestätigung ist aber dann kein schriftlicher Arbeitsvertrag, denn ein Vertrag ist ein zweiseitiges Rechtsgeschäft. Hierbei bestätigt der Arbeitgeber einseitig lediglich schriftlich den bereits vorher mündlich geschlossenen Vertrag.- Aber das ist ja auch schon was. Es erleichtert auf alle Fälle die 'Beweislage'.

0

Ab Beendigung der regulären Ausbildungszeit, steht dir ein Facharbeiterlohn zu. Diesen musst du auch fordern. Wenn es ausserdem ein angebot mit einem Übernahmevertrag gibt, solltest du dich natürlich auch irgendwann entscheiden.

Ja und was steht in dem Vertrag, den du noch nicht unterschrieben hast, zur Bezahlung?

Ein Vertrag, den er noch nicht unterschrieben hat? Was soll darin stehen? Diese Frage ist unerheblich. Siehe meine ausführlichen Ausführungen weiter unten.

0
@gerwitt

Zumindest hat er damit schwarz auf weiß, was der Chef gewillt ist ihm zu zahlen ... wenns drin steht.

0

Was möchtest Du wissen?