Nach angeblicher Körperverletzung: Falsche Verdächtigung?

4 Antworten

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Altes Sprichwort unter Juristen: Ein Blickt ins Gesetz vermeidet Geschwätz!

In deinem Fall: StGB §164 "Falsche Verdächtigung"

(1) Wer einen anderen bei ... einem zur Entgegennahme von Anzeigen zuständigen Amtsträger ... wider besseres Wissen einer rechtswidrigen Tat ... in der Absicht verdächtigt, ein behördliches Verfahren ... gegen ihn herbeizuführen ..., wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

http://dejure.org/gesetze/StGB/164.html

Entscheidend ist der Punkt "wider besseres Wissen" - hier muss Person B also nachweisen, daß Person A ihn absichtlich falsch identifiziert hat!

Falls dieser Beweis nicht erbracht werden kann, greift keiner der Paragraphen, mit denen hier schon wieder wild durch die Gegend geballert wird...

Warum muss B dies nachweisen? Meines Erachtens kann B höchstens Anzeige wegen falscher Verdächtigung stellen, ich glaube aber sogar, dass der Staatsanwalt von Amts wegen ermitteln muss.

Heißt es nicht "ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung" :-)

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@Meandor

Es muss nicht unbedingt B nachweisen, aber es muss bewiesen werden. In dubio pro reo.

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Person A hat sich der Verläumndung, falscher Verdächtigung und uneidlicher Falschaussage strafbar gemacht und kann gemäß Strafgesetzbuch verurteilt werden.

Auch wenn dein Beispiel sehr hypothetisch zu sein scheint, solche Fälle gab es bereits. Es saßen sogar schon Menschen wegen soetwas 10 Jahre und länger im Gefängnis.

Person A deines Beispiels kann damit einiges zerstören und gehört auf jedenfall strafrechtlich verfolgt. Strafrechtlich sowie Zivilrechtlich hat man gegen Person einiges in der Hand und hat gute Chancen für die entstandenen Unannehmlichkeiten finanziell entschädigt zu werden. Und Person A hat strafrechtlich gute Chancen mit einer hohen Strafe verurteilt zu werden.

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.

Totaler Blödsinn! Diese Punkte (Verläumdung, falsche Verdächtigung und uneidlicher Falschaussage) fallen alle höchstens unter "Vergehen" also Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe! Dafür bekommt man keine 10 Jahre oder länger! Diese Urteile möchte ich sehen. In diesem Fall, bei Körperverletzung, müsste es schon ein schwerer Fall also z.B. Körperverletzung mit Todesfolge sein um dafür so eine hohe Strafe zu bekommen!

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@happypommes

fallen alle höchstens unter "Vergehen" also Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe!

Ein Vergehen ist aber anders definiert. Schon die falsche uneidliche Aussage (die hier aber nicht vorliegt) hat beispielsweise eine Strafandrohung von bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe.

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Wenn es kein arglistige Vorhaben war, Irren ist menschlich.

Der Zeuge A kann wirklich überzeugt sein Etwas/Jemand gesehen zu haben.

Wieviel Zeuge, denkst Du, sind wirklich glaubwürdig?

Für den Fall dass Person A ein notorische LügnerIn ist und schon mehrmals ähnlich Auffällig war, könnte man es anders sehen und mindestens üble Nachrede vorwerfen.

Wenn Person B in Untersuchungshaft war, ist auch Freiheitsberaubung in Tateinheit mit Falschaussage/Falsche verdächtigung eventuell kommen.

Es muss aber auch bewiesen werden dass der Zeuge A wirklich arglistig gehandelt.

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