Nach Abi zum Bund?

4 Antworten

Also ich kann dir mal was aus meiner eigenen Erfahrung schildern.

Ich hab mich bei der Bundeswehr mit Studium verpflichtet und meine Dienstzeit als Offizier neigt sich gerade dem Ende zu. Rückblickend war's schon ne tolle Zeit, aber in meinem Fall habe ich nicht das bekommen, was mir am Anfang zugesichert wurde. Ich kann den Arbeitgeber auch weiterhin empfehlen, allerdings hätte ICH persönlich einen etwas anderen Weg gewählt, wenn ich jetzt nochmal vor der Wahl stehen würde. 

Ich wäre für eine eher kurze Zeit zur Bundeswehr gegangen, hätte dann aber ein ziviles Studium angestrebt. In dieser Bundeswehrzeit hätte ich versucht, etwas zu machen, was ich danach mit Sicherheit nie wieder machen werde. 

Ich hätte mich für eine Verpflichtungszeit von zwei Jahren entschieden. Warum ausgerechnet zwei Jahre? Weil ein Jahr für die Bundeswehr nicht ausreicht, um dich ernsthaft auszubilden. Deine Dienstzeit wäre dann nichts anderes als ein bezahltes Schnupperpraktikum, bei dem du bestenfalls für Hilfstätigkeiten im Büro oder als Kraftfahrer herangezogen werden kannst. Wenn du als Mannschaftssoldat wirklich ausgebildet und dann auf einem Dienstposten eingesetzt werden willst, der eine gewisse fachliche Qualifikation erfordert, dann musst du dich für 2 - 4 Jahre verpflichten. Vier Jahre wären mir in der Mannschaftslaufbahn allerdings zu viel gewesen, deshalb eben zwei.

Dann wäre ich, eine Landratte aus Bayern, tatsächlich zur Marine gegangen und hätte versucht, auf ein Schiff zu kommen. Wie gesagt, etwas, das man sonst im Leben nie wieder macht. Klar, es gäbe da noch unzählige andere Sachen, die interessant sind. Aber auf nem Schiff kommt halt auch auf Dauer mehr Geld rein.

Alternativ hätte ich versucht, im Rahmen einer zwei- oder dreijährigen Verpflichtungszeit in die Laufbahn der "Reserveoffiziere im Wehrdienst" zu kommen. Das wäre quasi eine Reserveoffizierausbildung, an deren Ende der Dienstgrad Leutnant d.R. steht. Das kann dann nützlich sein, wenn du später mal studieren und in Unternehmen arbeiten möchtest. Diese Ausbildung beinhaltet viele Qualifikationen, die sich leicht auf zivile Unternehmen übertragen lassen. Viele Personaler wissen das und dementsprechend kann es schon von Vorteil sein, wenn im Lebenslauf drin steht, dass man Reserveoffizier ist.

Die Bundeswehr solltet du nicht als job machen du solltest es aus Leidenschaft aus Stolt auf dein Land oder anderen Beweggründen tun aber nicht des Geldes wegen

Meinst Du den Termin noch gesund zu erleben? Geniesse doch jetzt erst mal die Zeit, Dein Leben....

Da hast du natürlich recht, aber nehmen wir mal an ich genieße mein Leben UND überlebe in dieser harten Welt ;) Würde es dann Sinn machen vielleicht für 1 Jahr Wehrdienst zu leisten?

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