Nach 3 Monaten den ersten Job kündigen für Promotion und aus Unzufriedenheit?

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6 Antworten

Also die Antwort liegt doch klar auf der Hand. Du magst nicht das, was du jetzt machst. Hör auf damit. Du hast auch mit drei Monaten keine Zeit verloren. Ärgern brauchst du dich gerade deshalb auch nicht. Diese Erfahrung hat dich schließlich zur Erkenntnis gebracht, dass dieser Weg nun mal nicht der richtige ist.

Ob ein niedrigeres Gehalt dich stört kann dir hier niemand beantworten. Einen Job wirst du später finden. Darüber würde ich mir keine Gedanken machen. 10 Minuten Entfernung ist für mich auch völlig irrelevant wenn ich den Job nicht mag.

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Kommentar von Azurech
06.02.2017, 13:47

Seit meinem Abschluss sind nun 8 Monate vergangen (Jobsuche + Zeit bis Jobstart + bisherige Arbeitszeit), aber ich denke auch, dass das nicht zu spät ist.
Und ja, du hast wohl Recht. Es ist nur so blöd auch, da die Firma mir direkt in den ersten Wochen zig Reisen und auch Seminare bezahlt hat, usw. Unangenehm sowas für mich.

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Zu einer Promotion brauchst Du zunächst einmal auch eine Stelle, ein Thema, einen Betreuer und eine Finanzierung. Gefragt sind außerdem viel Eigeninitiative und Durchhaltevermögen.

Wie die Tätigkeiten dann tatsächlich aussehen, das unterscheidet sich sehr stark nach Lehrstuhl, Thema, Finanzierung usw.  In aller Regel ist es nicht so, dass man ruhig von morgens bis abends an seiner Arbeit forscht, sondern man ist an andere Tätigkeiten am Lehrstuhl eingebunden. Das ist in den meisten Fällen natürlich die Lehre, Betreuung von Studentischen Arbeiten, Vorbereitung von Fachvorträgen und Publikationen. Eventuell ist man in die Beantragung von Drittmitteln eingebunden oder übernimmt sonstige Aufgaben am Lehrstuhl.

Wenn Du Dich in Deinem Job langweilst, dann ist das vielleicht wirklich nicht das Richtige, aber pass auf, dass Du nicht vom Regen in die Traufe kommst. Überlege Dir, ob Du für den Job den Du Dir vorstellst die Promotion wirklich brauchst, sonst verbrinngst Du mehr Zeit an der Uni und stehst danach da wie vorher. Promovieren ist kein "normaler" nine-to-five-Job, das muss man schon wirklich wollen.

Wenn Du eine mögliche Stelle im Auge hast, dann bewirb Dich doch mal und schau, ob sie Dich nehmen. Wahrscheinlich bist Du ja noch in der Probezeit und könntest im Zweifel schnell raus aus dem Arbeitsvertrag.

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Kommentar von Azurech
06.02.2017, 14:10

In meinem Bereich gibt es leider nicht oft passende Stellen. Derzeit gibt es keine, außer eine als Laborleiter mit viel Berufserfahrung.

Derzeit gibt es in der Uni wo ich studiert habe, im selben Institut, zwei Promotionsstellen. Eine könnte ich bestimmt übernehmen, da ich die Leute kenne und mein alter Professor mich bestimmt bei seinen Kollegen empfehlen kann.

Die Frist läuft in 2 Wochen aus, also muss ich mich leider nun bald entscheiden.

Die Themen sind interessant und an der Lehre etc. habe ich viel Spaß (war gerne immer Tutor). Ich mag die Wissenschaft.

Ich würde mich nun vorher mit meinem früheren Professor kurzschließen und gucken. Er hat mir damals eine Angeboten und fand mich für fähig. Wenn ich mich bewerben würde und die Stelle bekomme würde - erst dann würde ich natürlich kündigen.

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Ganz einfach: Wähle die Promotion. In diesen unsicheren Zeiten musst du jedes Quäntchen Wissen was du ergattern kannst, mitnehmen. Je mehr man weiss, um so mehr Chancen hat man in anderen Ländern zu arbeiten. Man weiß ja nie.

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Kommentar von SKR700
06.02.2017, 14:06

Richtig. Das "in anderen Ländern" sagt alle Wichtige aus.

In unserem Ländle ist es leider so, dass eine Menge hochqualifizierte Leute mind. 1 bis 2 Level unterhalb ihrer Qualifikation beschäftigt sind. Der Fachkräftemangel (außer in wenigen mir bekannten Bereichen) ist eine gezielt gestreute Mär im das Lohnniveau zu senken.

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Kommt darauf an wie deine Prioritäten gesetzt sind. Entscheiden musst du selber. Ich persönlich könnte einen Job welcher mir kein Spass macht oder zumindest fordert nicht langfristig ausüben. Bezahlung hin oder her.

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Hmm, naja es bringt nix, wenn du unzufrieden bist in deinem Job! Du musst 5-6 Tage die Woche dahin und da eine Menge Zeit verbringen, deswegen sollte man da schon etwas zufriedener sein! 

Aber an sich hört sich dein Job ja nicht schlecht an, alle nett, gutes Gehalt, Aufstiegsmöglichkeiten, nah von deiner Wohnung,der Job fällt dir nicht schwer, also machst du dich wohl nicht physisch oder psychisch kaputt, du bist halt "nur" unterfordert! Sowas wünschen sich einige Arbeitnehmer...

Das musst du selbst abschätzen...

Wie ist es, wenn du die Aufstiegsmöglichkeiten nutzt in der Zukunft, wirst du dann immer noch unterfordert sein, oder kann deine Zufriedenheit gesteigert werden? Und wie sind die Zukunftsaussichten, wenn du von der Firma weggehst und deine Promotion machst? 

Diese Fragen würde ich mir stellen und dann entscheiden...

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Kommentar von Azurech
06.02.2017, 13:53

Ja richtig, sowas wünschen sich bestimmt viele. Ich könnte bestimmt später einen MBA machen und in die Geschäftsführung aufsteigen.

Aber, das möchte ich gar nicht. Klar wäre das fordernd, aber meine Interessen und meine eigentlichen Fähigkeiten deckt das nicht im Geringsten ab. Das heißt, mir fehlt einfach ein Motiv für den Job. Ich weiß nicht, wofür ich hier sitze und habe auch kein Interesse. Das hatte ich mir natürlich anders vorgestellt bei den ersten Gesprächen.

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"Vertrieb" wäre das Letzte, was ich machen wollte. Insofern rate ich dir zum Doktor. Eine Arbeitsstellengarantie gibt es schon lange nicht mehr, auch nicht im Vertrieb.

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