Nach 2 Jahren nur negative Erfahrungen doch Hilfe holen?

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3 Antworten

"Mukoviszidose" ist eine gentechnisch bedingte organbefallende Krankheit, welche sich vor allem in der Lunge, in der Bauchspeicheldrüse, in allen Schweißdrüsen des Körpers, in der Leber, der Niere und den Geschlechtsorganen negativ bemerkbar macht.     Als häufigste Symptome werden dabei vor allem chronischer Husten (meistens mit Schleimproduktion - so genannter produktiver
Husten), Verdauungsstörungen und Untergewicht angegeben.

Ich vermute aber bei Dir in diesen wohl sehr starken wiederkehrenden  Bauchschmerzen - verbunden mit der zusammenhängenden Luftnot - höchstwahrscheinlich psychosomatisch bedingte Ursachen - wie auch von Dir hier schon erwähnt als eine mögliche zutreffende Diagnose.

Du hast, wie Du es hier ausführlich schilderst sehr viel negativ
Belastendes im privaten Bereich mitgemacht, was ganz offensichtlich
und verständlicherweise überhaupt nicht spurlos an Dir vorüber gegangen ist - im Gegenteil es hat Dir geschadet !

Diese starke wiederkehrende psychische Leiden hat ganz offensichtlich deutliche Spuren in Dir und damit vor allem in Deiner SEELE - Deinem wahren inneren Sein - hinterlassen !

Ich vermute, es sind vor allem wiederkehrende starke Magenkrämpfe,
Ziehen, Reissen, Stechen, Aufblähen des gesamten Bauchbereiches,
welche Dir daher wiederkehrend so zu schaffen machen.

Das dann zudem "keine Luft mehr bekommen" steht damit in
gewisser psychosomatischer Verbindung und trägt zu Deinem Leid negativ belastend bei.

Der Unterleibsbereich und spez. der MAGEN funktionieren innerhalb des sogen. "enterischen Nervensystems" (Eingeweidenervensystem).

D.h. dieses sehr große Nervensystem führt sozusagen ein Eigenleben und verarbeitet ca. 80 % aller vom Gehirn eingehenden emotionalen Impulse in einem selbstständigen System.  

Man nennt dies auch das bekannte Wirken des sogen. "Bauchhirnes".

Der Aufenthalt in dieser Klinik hat Dir offenbar nicht geholfen. Dann war es sicher keine wirklich gute Fachklinik, so wie es eigentlich helfend
sein sollte.          

Das kommt leider so vor, vor allem wenn man dort - wie Du - fast nur missverstanden wird.

Ich empfehle Dir mal bei Deinem Hausarzt für ein ganz vertrauliches Gespräch mit ihm vorzusprechen. "Öffne" Dich ihm von innen heraus !

Ihr werdet höchstwahrscheinlich zu dem Entschluss kommen, dass Du Dich in eine ambulante Einzel-Psychotherapie begeben solltest, wo Du Dein ganzes inneres so erlebtes seelisches Leid nochmal im Detail völligst rauslassen und verarbeiten könntest für weitere sinnvolle helfende sich daraus ergebende Lösungen für Dich und Deine Gesundheit.

Alternativ würde wohl ein erneuter stationärer Klinikaufenthalt in einer wirklich guten psychosomatischen Fachklinik in Betracht kommen.

Ich kenne selbst diese psychisch/seelisch bedingte Krankheit und speziell diese starken psychosomatisch bedingten Bauchschmerzen und noch viele andere begleitende psychosomatische Symptome verschiedenster Art. Sie macht mir heute wiederkehrend immer
noch etwas zu schaffen, obwohl ich mittlerweile in Frührente bin.

Ich habe in meinem Leben deshalb 6 stationäre Klinikaufenthalte und etwa genauso viele ambulante Einzeltherapien hinter mir. 

Ich empfehle Dir, gehe diesen wichtigen ersten Weg zu Deinem Hausarzt und besprecht ganz in Ruhe, wie es mit Dir weitergeht.

Deiner SEELE möchte dringend geholfen werden und „sie“ wird Dich mit solchen wiederkehrenden Bauchschmerzen und dieser Atemnot nicht in Ruhe lassen bis Du Dein ganzes seelisches erfahrenes Leid Dir von der SEELE geredet hast mit einer erfahrenen, vertrauenswürdigen fachlich geschulten Person.

Falls evtl. die „Chemie“ zwischen Dir und einem Therapeuten nach den ersten Gesprächen absolut nicht stimmen sollte, dann hat man das (kostenlose) Recht auf einen anderen Therapeuten Deiner Wahl !

Lass Dir bitte helfen. Deine eigene Gesundheit sollte für dich oberste Priorität haben. Je früher desto besser ! 

Lasse es nicht dazu kommen, wie ich es über fast 30 Jahre lang wiederkehrend falsch gemacht habe. 

Meine rein psychosomatischen Beschwerden – angefangen mit
solchen starken Bauchschmerzen sowie massiven Herzproblemen – hatten mich seelisch fast aufgefressen. Nun bin ich mittlerweile dadurch sogar in Frührente geraten (ich bin aber auch schon "Ü-50"). 

Lasse es bei Dir dazu gar nicht erst kommen ! Nur Mut !                 Öffne Dich in ärztlichen Gesprächen von INNEN heraus völligst !           ALLES was Dir auf der SEELE liegt sollte unbedingt „auf den Tisch“ kommen und nach und nach Dir so wirklich helfend "bereinigt" werden !

Nur so können wirklich helfende Lösungen im Zusammenhang mit Deiner ganzen belastenden Situation und Deinem zukünftigen persönlichem Verhalten in evtl. so wieder vorkommenden negativen Situationen ähnlicher Art im positiven Sinne Dir helfend geschaffen werden !

Du kannst mich jederzeit gerne wieder ansprechen. Alles Gute Dir !















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Kommentar von lisaqusls
14.10.2016, 00:59

Ersteinmal Danke Danke Danke!

Ja.. Mir Mukoviszidose aufgrund eines schiefgelaufenen Tests zu unterstellen war die Hölle aber ich habe nun selbst eingesehen, dass es völlig psychosomatisch bedingt ist. 

Momentan hoffe ich nur darauf, dass es endlich wieder einen Arzt gibt, der sich endlich Zeit für mich nimmt. 

Das tut mir unendlich Leid für Sie, dass Sie so lange mit den verdammten Bauchschmerzen kämpfen  mussten und diese immer noch haben. Was das Gehirn mit einem anstellen kann ist einfach unvorstellbar. 

Ich wünsche Ihnen alles Gute und dieser Beitrag hat mir unheimlich weitergeholfen, denn nun kann ich mir sicher sein, dass ich nicht die einzige bin, die so etwas durchstehen muss(te)

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Hey :)

Nein, es ist nie zu spät dafür!
Ja, es ist persönlich, allerdings bist du hier anonym ;) Mir tut das immer gut, wenn man hier etwas teilen kann, auch wenn es sehr privat ist.

Das was du erlebt hast, tut mir echt leid :/ Das ist schrecklich! Klar, dass du dann total erschöpft warst. So etwas zerrt an den Nerven und an der Psyche.

Die Klinik scheint ja echter Horror zu sein.. nein, eigentlich sollte es dort besser zu gehen!

Leider gibt es immer noch schlechte Ärzte.. aber es gibt auch gute! Und die gilt es zu finden.

Ich würde dir raten eine Therapie zu machen und all das aufzuarbeiten, damit du besser damit umgehen kannst. Höre auf deinen Körper, der dir schon zeigt, wie sehr du am Limit bist.

Du brauchst keine Angst vor einer Therapie zu haben. Ich bin selbst in einer - hauptsächlich wegen meinen Depressionen - und ich bereue auf keinen Fall diese Entscheidung! Das war der beste Schritt, den ich gewagt habe. Es wird auch dir sehr gut tun.

Was du machst, ist zum Hausarzt zu gehen und ihm die Symptome zu schildern. Er wird dich dann zu einer geeigneten Person überweisen. Bei mir wurde ich zu einer Psychotherapeutin überwiesen. Anfangs hast du Probestunden, in denen du schauen kannst, ob der Therapeut oder Psychologe echt zu dir passt und ob ihr auf einer Wellenlänge seid. Du kannst dann immer noch wechseln, wenn es nicht passt! Wichtig ist, dass du auf dein Bauchgefühl hörst und schaust, ob er/sie dir wirklich gut tut.

Falls es passt, dann wirst du in den ersten Treffen sehr viele Fragen beantworten. Du erzählst wie deine Kindheit war, was für einschneidende Erlebnisse es gab (z. B. das, was du hier erzählst), wie die Beziehung zu den anderen Familienmitgliedern ist und wie es dir in der Schule erging/ergeht. Der Psychologe/Therapeut muss dich ja erstmal kennenlernen. Dann schaut man, was du haben könntest und was die Ursachen sind (liegt bei dir ja auf der Hand) und dann versucht man Strategien zu finden, wie du damit besser klarkommst oder was du machen könntest :)

Du hast damit nichts zu verlieren, aber du gewinnst so viel!

"Wahre Stärke bedeutet nicht nie zu fallen, sondern immer wieder aufzustehen". Du bist eine Kämpfernatur und schaffst das :)

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Kommentar von lisaqusls
12.10.2016, 16:17

Dankeschön für diesen wundervollen Beitrag. Du hast Recht, ich sollte etwas gegen die momentane Situation unternehmen. Ich rede heute Abend mal mit meiner Familie. Eure Hilfe ist wirklich aufbauend! Danke dafür.

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Hallo Lisa,

du hast ja schon ganz viel durchmachen müssen, das hat dir sicherlich viel Kraft gekostet. In so jungem Alter schon soviel Verantwortung zu übernehmen ist nicht einfach.

Für mich hört es sich so an, als würde die Pflege und die Sorge für deine Mutter dich mittlerweile zu sehr belasten, nur wenn du von zu Hause weg kommst blühst du auf. Ich glaube du musst für dich selber herausfinden, wieviel du deiner Mutter geben kannst und wieviel Energie du für dich selber brauchst.

Wenn die Ärzte körperlich keine Gründe für deine Schmerzen finden können liegt der Verdacht nahe, das es psychosomatische Gründe hat. Das deine Zeit in einer Klinik so negativ verlief ist sehr schade, so darf das eigentlich nicht sein. Gibt es vielleicht eine Möglichkeit ambulant bei einem Psychologen/einer Psychologin in Behandlung zu gehen? Das wäre vielleicht für dich eine bessere Möglichkeit als stationär in einer Klinik behandelt zu werden.

Versuch einfach auf deinen Körper mehr zu hören und das zu tun, was sich für dich gut anfühlt, du hast ein eigenes Leben auf das du schauen musst, sonst geht es dir vielleicht bald noch schlechter...

Ich wünsche dir alles Gute für deine Zukunft :-)

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Kommentar von lisaqusls
12.10.2016, 14:49

Danke für diesen lieben Kommentar. So blöd es vielleicht klingen mag aber ich denke, dass mir ein Psychologe bestimmt helfen könnte, doch ich weiß gar nicht wie so etwas geht.. Brauche ich dafür einen Schein vom Arzt? Denn ich habe zur zeit  keinen, der mich betreut..

Und zahlt das eine Krankenkasse? Meine Eltern müssen davon Bescheid wissen oder? Ich will sie damit nämlich nicht unbedingt konfrontieren, weil sie sich sonst wieder Vorwürfe machen.

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