Mythos mit einem Beispiel?

4 Antworten

Ein Mythos ist eine Geschichte, Erzählung, also natürlich - wie die meisten Geschichten - erfunden. Die Geschichte will den Hörern etwas "verständlich" machen. Zum Beispiel: Wie kommt es, dass einer den andern totschlägt. Dazu gibt es in der Bibel die Geschichte von Kain und Abel. Wahr ist sie nicht im historischen Sinn. Aber sie enthält Wahrheit darüber, wie Menschen sein können.

Grüß Dich letmeknoow!

Es gibt Ereignisse in der Geschichte des Menschen (bis heute), die ungeheuer beindrucken. Dieser Eindruck wird dann von Interessenvertetern konserviert, weil dieser Eindruck inhaltlich als Beispiel und zusätzlich als eine allgemeine und anzustrebende menschliche Haltung gelten soll. Dazu gehört eine Überhöhung der tatsächlich stattgefundenen Ereignisse. Das geschieht über das Behaupten von falschen und Weglassen von tatsächlichen Fakten. Dann wieder wird etwas hinzugedichtet, um das Ereignis in einem helleren Licht strahlen zu lassen.

Dazu gehört auch die Internalisierung also die Aneignung und Verinnerlichung von Werten, die das Ereignis so nicht hergeben und durch die Manipulation des historischen Ereignisses glorifiziert werden. Geschaffen wird so eine Aura  des Unerhörten und nie Dagewesenen, dem nachzueifern sich lohnt. Somit wird dem Ereignis ein gewisser Ewigkeitswert verliehen, der andere und sich selbst dazu bringen soll, diesem Ereignis (es kann auch eine Person oder eine Personengruppe sein) zu huldigen.

Beispiele: Jesus und das Christentum, Mohammed und der Islam, Mutter Theresa, das Musikereignis Woodstock, Mao, Lenin, Stalin, Hitler, Rote Armee Fraktion (RAF) usw. und vieles mehr bis hin zu Kriegen.

Die Inhalte eines Mythos haben zwar einen wahren Kern, der aber ist durch die Geschichts,- bzw. Ereignisfälschung völlig entstellt und verkleistert die wahren Begebenheiten bzw. Sachverhalte. Das müssen jedoch nicht nur böse oder religiöse Dinge sein (z.B. Woodstock).

http://www.welt.de/kultur/article4323398/Woodstock-war-ein-grosser-Medienschwindel.html

Herzlichen Gruß

Rüdiger

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Wissenschftl. Buchstudium, Weiterbildung, Eigene Erfahrung

Besonders mythenreich ist der Islam. Dort glaubt man, ein völlig bildungsloser psychopathischer Beduinenwaise im Jahr 600 habe "Gottes Wort" überbracht. Und der Koran, der durch mündliche Überlieferung und Jahrhunderte lange geschichtliche Wirrnisse unbrauchbar ist, sei "heilig" und jedes Wort perfekt - schon für Anzweifeln gäbe es die Höllenstrafe...

Ein Mythos ist eine erfundene Geschichte/Aussage, welche ohne jegliche Beweise versucht sich selbst als Wahrheit zu verkaufen.

Beispiel:

"Gott hat die Welt geschaffen."

Das ist per Definition ein religiöser Mythos, da die Aussage als Wahrheit ausgegeben wird, obwohl es keinerlei Beweise dafür gibt.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Recherchen und Forschungen

Das ist deine Interpretation, die aber keine Beweiskraft hat.

Gott hat die Welterschaffen, da niemand anderes dafür bekannt ist. Sollte man annehmen, das Universum hat sich selbst erschaffen, dann wäre das Universum gleich Gott zusetzen. Das ist ziemlich unwahrscheinlich, denn es gibt nicht den geringsten Hinweis darauf, etwas könne sich selbst erschaffen.

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@Karl37

Das ist per Definition ein Mythos, weil es an Beweisen mangelt, meine Interpretation tut hier nichts zur Sache.

Das Universum hat sich nicht selbst erschaffen, denn die Existenz bedarf weder eines Beginns noch einer Daseinsberechtigung.

Das es Gott geben soll ist unmöglich, nicht nur unwahrscheinlich. Denn woher kommt Gott? Wer oder was hat ihn erschaffen?

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