Muttizettel gefälscht?

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7 Antworten

Was stand den in dem Text vom Muttizettel? Dass du deiner Tochter (Name der Freundin) den Diskobesuch mit XY erlaubst? Das wird sicher niemand überprüfen (es sei denn, es passiert was bei diesem Diskobesuch). Aber - deinem Jungen solltest du Bescheid sagen, was davon zu halten ist, jemanden innerhalb der Familie reinzulegen, nur um irgendeiner Freundin zu imponieren. Dem würde ich die nächsten Diskobesuche sehr sauer machen,

Wusstest du, dass der Zettel nicht für deinen Sohn ist? Stand da schon der Name der Freundin drauf als du den Zettel ausgefüllt hast?

Das du nicht berechtigt bist der Freundin deines Sohnes irgendetwas zu erlauben ist ja klar. Auf diesem Zettel steht aber in der Regel "ich übertrage die Erziehungsaufgaben für meine Tochter/Sohn für die Dauer von ... bis ... an XYZ". Mit deiner Unterschrift behauptest du dann ja, das die Freundin deines Sohnes deine Tochter ist. Das ist sie aber nicht. Insofern sind es zumindest unwahre Behauptungen, die da stehen. Ich würde sagen, dass sie gute Chancen hat mit ihrer Anzeige durchzukommen, weil du in einem Dokument behauptet hast der Vater des Mädchens zu sein.

Die einzige Chance dass raus zu kommen wäre, zu sagen, dass du den Zettel blanko unterschrieben hast und der für deinen Sohn war. Dann wäre halt dein Sohn derjenige, der die Urkundenfälschung begangen hätte und er bekommt die Anzeige.

Ich wurde von meinem Sohn aus dem Bett geholt um diesen Muttizettel zu unterschreiben habe also zu spät erfahren das er nicht für meinen Sohn war.

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Naja. Ich glaube dir das ja alles, aber in der Regel steht man für das gerade was man unterschreibt. Deswegen sollte man sich genau durchlesen was man unterschreibt.

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Ob das bereits den Tatbestand einer Urkundenfälschung erfüllt, weiss ich nicht, ich kann es mir ehrlich gesagt nicht vorstellen... ist ja kein amtliches Dokument oder dergleichen und du bist (kannst es behaupten) davon ausgegangen, es betrifft deinen Sohn. Dazu habe ich aber ausdrücklich zu wenig Ahnung.

Aber was bei einer Urkundenfälschung passieren kann, wenn es denn eine wäre, findest du recht einfach im Internet:

§ 267 StGB lautet seit seiner letzten Änderung vom 26. November 2015 wie folgt:

(1) Wer zur Täuschung im Rechtsverkehr eine unechte Urkunde herstellt, eine echte Urkunde verfälscht oder eine unechte oder verfälschte Urkunde gebraucht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter

1. gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung von Betrug oder Urkundenfälschung verbunden hat,

2. einen Vermögensverlust großen Ausmaßes herbeiführt,

3. durch eine große Zahl von unechten oder verfälschten Urkunden die Sicherheit des Rechtsverkehrs erheblich gefährdet oder

4. seine Befugnisse oder seine Stellung als Amtsträger oder Europäischer Amtsträger mißbraucht.

(4) Mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren wird bestraft, wer die Urkundenfälschung als Mitglied einer Bande, die sich zur fortgesetzten Begehung von Straftaten nach den §§ 263 bis 264 oder 267 bis 269 verbunden hat, gewerbsmäßig begeht.

Verstehe ich das richtig? Dein Sohn hat dir einen falschen Mutti Zettel untergeschoben?

Ein MuttiZettel ist erst einmal keine amtliche Urkunde. Natürlich könnte es dir so ausgelegt werden, dass du dich für eine erziehungsberechtigte ausgeben wolltest. Wenn aber dargelegt werden kann, dass das ganze auf einem Irrtum beruht beziehungsweise provoziert wurde durch einen minderjährigen, sollte die Sache ganz schnell erledigt sein.

Du hast dich ja als Erziehungsberechtigte eines anderen Kindes ausgegeben. Ob das nun Urkundenfälschung ist oder eher eine andere Straftat wie Betrug oder was ganz anderes das kann dir ein Anwalt beantworten, ich weiß es jedenfalls nicht.
Aber bescheuert war das schon, du bist doch kein Teenie mehr, wie kommt man auf die Idee jemanden anderes Autorität derart zu untergraben.  

Wessen Autorität habe ich untergraben wenn diese Freundin zu besuch ist und ihre Eltern in Scheidung leben und sich gegenseitig versuchen eins Auszuwischen?

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Die Autorität der Erziehungsberechtigten. Du willst doch in solchen Punkten auch gefragt werden, wenn dein Sohn woanders zu Besuch ist. Wie sich die Eltern Verhalten ist dabei vollkommen irrelevant.

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Du scheinst mir ein bisschen **** zu sein weil du Sachverhalte nicht verstehst.

Wenn ein anderes Kind zu Besuch bei dir ist, bist du nicht dessen Erziehungsberechtigte. Wenn ihre Eltern nicht möchten dass sie in eine Disko geht, kannst du das nicht erlauben und dich fälschlicherweise als Erziehungsberechtigte ausgeben. Dass ihre Eltern sich scheiden lassen bedeutet nicht dass sie nichts mehr zu melden hätten und du jetzt über deren Kind bestimmst.

Das sagt dir eine 28-jährige Mutter eines 1,5 Jahre alten Kindes. Meinen müsste man, du hättest in deinem Leben als Erwachsene und Mutter verantwortungsvolles Verhalten lernen müssen.

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@Kathyli88

Das sagt dir eine 28-jährige Mutter eines 1,5 Jahre alten Kindes. Meinen müsste man, du hättest in deinem Leben als Erwachsene und Mutter verantwortungsvolles Verhalten lernen müssen.

Ganz ehrlich, für Zitiertes müsstest du dich echt schämen. Die Fragestellerin hat einen Fehler gemacht und nicht im ganzen Leben versagt. 

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Mir kommt es so vor, als wäre das ein Versehen gewesen weil der SOhn einen "falschen" Muttizettel untergeschoben hat.

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Das war kein Versehen sondern bewusst, erkennt man daran dass die Fragestellerin Punkte wie die Scheidung der Eltern als Begründung angibt.
Man nennt das "zwischen den Zeilen lesen".

Ich habe sie nicht als Schwerverbrecherin hingestellt, ins Gefängnis wird sie dafür mit Sicherheit nicht wandern, es ist aber nicht in Ordnung Erlaubnisse für fremde Kinder auszustellen, das kann man lediglich für das eigene Kind. Das wird man wohl noch aussprechen dürfen. Und wenn andere Eltern sich als Erziehungsberechtigte ihres Sohnes ausgeben und Dinge erlauben die sie verboten hatte, dann findet sie das mit Sicherheit nicht in Ordnung.

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Gehe mal davon aus, dass das Ganze wegen Geringfügigkeit eingestellt wird...wenn nicht wird so etwas mit einer kleinen Geldstrafe (Spende an einen Verein) erledigt sein...

In dem Fall wurde dir das ja durch den Sohn untergeschoben, gerade das ist ein Grund, warum man die Schuldfrage bei dir verneinen könnte.

Naja, man ist schon verpflichtet durchzulesen was man da unterschreibt. Franz Beckenbauer hat es auch mit der Ausrede "Ich unterschreibe alles ohne es durchzulesen, wenn es mir irgendwer hinlegte" probiert. Hat nicht geklappt.

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@Panazee

Grundsätzlich ist das richtig. Aber gerade in so einem Fall kann man schon davon ausgehen dass die Fragestellerin hier Glück hat. Vor Allem dann, wenn der Sohn öfter den Muttizettel für sich vorlegt. Als Mutter kann man eigentlich davon ausgehen, dass es um den Sohn geht, und dass ein Vertrauensverhältnis zwischen den beiden herrscht.

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