Muttersprache oder Deutsch?

Das Ergebnis basiert auf 18 Abstimmungen

Deutsch 55%
Muttersprache 44%

27 Antworten

Schade, dass man nicht für "zweisprachig" abstimmen kann. Das wäre deutlich sinnvoller, als so eine verkrampfte Wahl. Allerdings nur, wenn es vernünftig gemacht wird, also der im deutschen kompetentere Elternteil ausschließlich Deutsch und der andere konsequent die eigene Muttersprache mit dem Kind spricht. Genug Studien zeigen, dass ständiges Hin und Her sonst nur dazu führt, dass das Kind keine der beiden Sprachen vernünftig lernt.

Wenn ihr euch das nicht zutraut - und das wäre absolut okay - würde ich allemal für die Sprache des Landes plädieren, in der ein Kind lebt. Die kann man einem Kind nicht erst mit einigen Jahren Versatz beibringen oder - noch schlimmer - hoffen, dass Kindergarten und Schule das schon richten werden.

Deutsch

Wenn deine Muttersprache zwar nicht Deutsch ist, du es aber sprichst (und zwar möglichst sicher), dann solltest du mit deinem Kind Deutsch sprechen.

Oder - einer von euch spricht konsequent!! (= immer!) Deutsch, der andere ebenso konsequent eure Muttersprache.

Leider hast du keine dritte Wahlmöglichkeit angegeben...

Die schlechteste Lösung ist in der Tat die, wenn euer Kind während der ersten Jahre kein Deutsch lernt / spricht, und dann die Sprache erst im Kindergarten oder womöglich erst zu Schulbeginn lernt.

Die Lücken kann man kaum aufholen, das habe ich viel zu oft mitbekommen: Hier geboren und in der 8. Klasse so gesprochen, als sei er erst zwei Jahre hier...
Bei diesen "krassen" Fällen kommt es allerdings natürlich auch auf die Umgebung an.

Deine Frage kann man nicht beantworten, da sie zu viele Fehler enthält.

Definiere erstmal den Begriff Muttersprache, bzw. informier dich darüber, was das tatsächlich ist. Die eigene Muttersprache hat zunächst einmal nix mit der Muttersprache der Eltern zu tun.

In deinem konkreten Fallbeispiel kannst du davon ausgehen, dass die Muttersprache Deutsch sein wird, denn die Kinder wachsen in Deutschland auf, werden von klein auf deutsche Kontakte haben und spätestens ab dem Kindergarten einen großen Teil des Tages mit Deutsch verbringen.

Im schlimmsten Fall wird das Kind in allen Sprachen Einschränkungen haben, weil die Eltern von mehrsprachiger Erziehung keine Ahnung haben und Umgang mit der Sprache des Wohnorts nicht fördern.

Im gewöhnlichsten Fall wird sich Deutsch muttersprachlich entwickeln und in der anderen Sprache reicht es fürs Quatschen mit der Familie. Nur wenn man hier auch anderweitig fördert, wird die zweite Sprache auch über Jahre hinweg mit der Muttersprache mithalten können und das ist wichtig, wenn man sich diese irgendwann auch beruflich nutzbar machen möchte.

Dann solltest du dir bewusst machen, dass niemand Kindern eine Muttersprache (und mögliche weitere Sprachen bei mehrsprachiger Erziehung) beibringt. Das ist ein Prozess den das Kind über viele Jahre hinweg selbst angeht. In der Grundschule wird das dann lediglich etwas geordnet und über die ganze Schullaufbahn hinweg verfeinert.

Als Eltern kann man hier nur Konsequenz zeigen und auf verschiedene Weisen fördern, damit sich das Kind nicht in die Reihe der vielen gescheiterten Bilingualen einreihen muss. Sprachlehrer sind sie aber keine.

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