Muttersprache: Fluch oder Segen beim Erlernen einer Fremdsprache?

8 Antworten

Ich hab schon Sprachen gelernt, da hatte ich nur eine englische Übersetzung.

Klappt ganz gut aber jede(r) ist da anders und lernt anders.

Es gibt Sprachen, die haben dann noch Konstrukte, die es im Deutschen nicht gibt. Latein zum Beispiel hat den fünften und den sechsten Fall und da hilft auch keine Muttersprache, die diese Fälle nicht hat.

Am besten ist es, sich einfach drauf einzulassen und mit Kinderbüchern anzufangen. Die verstehen die Kinder nämlich auch ohne dass sie vorher eine Sprache gelernt haben.

In meiner Grundschulklasse absolvieren stets Erasmus-Studierende aus ganz Europa ihre Unterrichtspraktika. Sie sprechen allesamt kein Deutsch.

In meiner Klasse unterrichten sie in 2 Unterrichtseinheiten pro Woche in englischer Unterrichtssprache Englisch, Sport, Werken und Bildnerische Erziehung, unterstützt durch Mimik und Gestik- und es funktioniert!

Die Kinder verstehen sehr schnell, dass es keinen Sinn hat, sie auf Deutsch anzusprechen, denn das verstehen die Studierenden ohnehin nicht!

Ich ermutige sie jedoch, auf jeden Fall zu kommunizieren- wie auch immer! Und so sprechen die Kinder zu Beginn noch einen Mix aus ihrer Muttersprache (viele haben Migrationshintergrund), Deutsch, Englisch und Mimik und Gestik, doch zum Ende des Schuljahres wandelt sich der sehr große passive Wortschatz langsam in einen aktiven, den sie auch wirklich anwenden!

Mein Zugang zum Fremdsprachenerwerb: Das wichtigste am Sprachenlernen ist die Kommunikation! Man muss sich trauen, in der Fremdsprache zu sprechen und erlebt das Erfolgserlebnis, verstanden zu werden!

Viele Schulabgänger können zwar schöne, fehlerfreie englische Aufsätze verfassen, getrauen sich auf der Straße jedoch nicht, einer nach dem Weg fragenden, englischsprachigen Person zu antworten!

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Lehrerin

Man muss sich auf die Fremdsprache einlassen und je mehr es in dieser auch grammatikalisch und beim Erlernen geht, umso besser. Aber alles versteht man nicht. Manchmal muss es eben auch mal auf Deutsch erklärt werden.

Aber man soll eben nicht den Fehler machen, Deutsch 1:1 mit der Fremdsprache zu vergleichen. Oft haut das nicht hin, weil der Sinn dahiner ein anderer ist.

Kinder lernen ihre Muttersprache nicht mit/durch Grammatikregeln sondern durch "nachplappern".

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@stormy

Kinder erlernen sehr wohl ab der Schule ihre Muttesprache grammatikalisch richtig.

Was du meinst, ist simpel: sprechen lernen - und NICHT: die Muttersprache erlernen.

Denn, Kinder haben oft andere Ausdrücke für bestimmte Dinge, unabhängig davon, wie oft man ihnen den richtigen Begriff sagt.

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@Lorimara

Wenn Kinder eingeschult werden,sprechen sie bereits ihre Muttersprache.

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@stormy
  • sie sprechen eine Sprache - eine, die sie primär gebrauchen, betitelt man zwar landläufig als Muttersprachze, aber, welche Muttersprach ehaben Kinder, die zweisprachig aufwachsen? Das gibts so selten nicht.

Die Muttersprache beherrscht ein Kind tatsächlich erst mit Eintritt in die Pubertät - vorher kann es nur eine Srpache.

Du liegst also falsch.

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@Piinguin123

Meine Erfahrung mit Fremdsprachen lernen ist erst einmal Vokabeln pauken,sprechen,sprechen,sprechen. Schreiben-lesen und Grammatik kann man dann immer noch lernen.

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@stormy

Kommt wohl auf den Lernertyp an. Für mich wäre es nichts.

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@stormy

Kinder plappern/singen nach und wissen oft nicht mal den genauen Sinn. Und sie wenden die Grammatik (z.B. unregelmäßige Verben) auch erst falsch an, werden dann auch immer von Eltern, Schule und Bekannten (grammatikalisch) verbessert.

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@Piinguin123

Ich muss wenn ich in Länder komme wo eine Sprache gesprochen wird die ich nicht beherrsche zunächst einmal funktionieren. Dafür habe ich mein SOS-System-Zahlen,Hotel,Restaurant,Körperteile (Schmerzen). Mit 200 Vokabeln kommt man da zunächst klar. Eigentlich spreche ich jede Sprache,wenn ich die Hände frei habe.

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@stormy

Ist immer die Frage nach dem Ziel des Lernens. Ich möchte ja eine Sprache nicht nur für S.O.S-Zwecke lernen. Mir sind (Grammatik-)Regeln wichtig, um eben alles ausdrücken zu können.

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