Mutterschaftsgeld beantragen, trotz ALG II?

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Vorrangige Leistungen (Kindergeld, Unterhalt, Elterngeld, Mutterschaftsgeld, Rente, BaföG, etc.) müssen immer in Anspruch genommen werden.

Doch, musst du, leider. Denn das ALG II ist eine nachrangige Leistung, zunächst musst du alle anderen Einkommensquellen ausschöpfen. Auch wenn es für dich nur bürokratischen Aufwand bedeutet.

Grundsätzlich ratsam: Was du von anderen Stellen beantragen kannst solltest du beantragen. Es wird ja das, was du zusätzlich an Einnamen hast, vom ALG II abgezogen. Jedoch hast du ja einen Freibetrag von (ich glaube) ca. 130€. Die hättest du dann also im Monat mehr.

Dazu kommt: Wenn du solche Möglichkeiten nicht wahrnimmst, könnte dir das ALG II trotzdem auf das Mutterschaftsgeld abgerechnet werden, weil du es ja bekommen könntest und demnach auf weniger ALG II angewiesen wärst.

Also einfach beantragen. Entweder bekommst du es oder auch nicht. Aber du hast es dann versucht.

Genauso dachte ich auch. Dann mach ich das mal.

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@Surgarpiehoney

Der Freibetrag von 100.- € gilt nur bei Arbeitseinkommen.

Allenfalls 30.- € lässt der Gesetzgeber zu, wenn man kein Arbeitseinkommen hat. Und beides zusammen schon gar nicht, entweder 100.- € oder 30.- €. Nur bei sozialversicherungspflichtiger Arbeit und entsprechend nachgewiesenen Werbungskosten kann man einen höheren Freibetrag bekommen.

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@Claud18

Also ich war damals während meiner Arbeitslosigkeit Taxifahrer auf 400€-Basis. Davon wurden ca. 130€ nicht berechnet, die ich dann mehr hatte im Monat. Wie sich das genau zusammengesetzt hat weiß ich nicht, aber ich weiß, dass es bei diesem Betrag lag.

Aber vielleicht hat sich das in etwas über 2 Jahren schon wieder geändert.

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Anspruch auf Mutterschaftsgeld bei Krankschreibung und arbeitslos ohne Bezug von ALG I?

Hallo, Meine Frage ist ein wenig komplex. Folgende Ausgangssituation liegt vor: ich bin in einem befristeten Arbeitsverhältnis, dass am 31.01. endet. Und ich bin mit Zwillingen schwanger. Schwangerschaftsbedingt bin ich auch seit Mitte November krankgeschrieben und beziehe (zumindest theoretisch, danke lieber langsamer Arbeitgeber) seit Ende Dezember Krankengeld. Die aktuelle Krankmeldung gilt bis 31.01. (also genau Ende des Arbeitsvertrages), aber mein Gynäkologe wird mich auch weiterhin krankschreiben, da arbeiten wirklich nicht drin ist den Rest der Schwangerschaft. Nun habe ich, wie mir das Arbeitsamt sagt, keinen Anspruch auf ALG I, da ich krankgeschrieben bin. Kein Problem, meint die Krankenkasse, da bekomme ich auch nach dem Ende meines Arbeitsverhältnisses dann weiter Krankengeld und die Krankenkasse bezahlt ihre Gebühren für mich. Das Schöne ist wohl außerdem, dass mir diese Monate oder Wochen, die ich "nur" Krankengeld beziehe, dann beim Elterngeld nicht als "Nullrunden" (also als Monate mit null Euro Einkommen) in die Berechnung eingehen, da die Krankheit schwangerschaftsbedingt ist (bei ALG und Krankengeldbezug aus anderen Krankheitsgründen ist das wohl so, ich muss dann halt ein Attest von meinem Gyn mit zum Elterngeldantrag darzulegen, das mir bescheinigt, dass ich schwangerschaftsbedingt krank war).

So weit klingt alles ganz gut, ABER:

Gestern hat mein Gynäkologe gemeint, er kann mich ja nur bis zum Mutterschutz krankschreiben. Und was dann? Habe ich Anspruch auf Mutterschaftsgeld? Wenn nicht, dann sitze ich ja finanziell in der Zeit des Mutterschutzes auf dem Trockenen, bis ich Elterngeld beantragen kann, was im Falle von Zwillingen ja sogar länger dauern würde, da der Mutterschutz bei Mehrlingen ja auch länger andauert.

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