Mutter zahlt kein Kindergeld und kümmert sich nur um sich

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Wenn es so schlimm ist, kannst Du Dich ans Jugendamt und ans Jobcenter wenden.

Dir könnte eine Wohnung vom Mat bezahlt werden, da Du triftige Gründe für den Auszug hast.

Lies mal:

Danach liegen schwerwiegende soziale Gründe vor, wenn zum Zeitpunkt der Antragstellung

  1. eine schwere Störung der Eltern-Kind-Beziehung besteht: das Zusammenleben von Eltern und der Person unter 25 Jahren aus physischen und/oder psychischen Gründen nicht mehr möglich ist oder ein Zusammenleben wechselseitig nicht mehr zumutbar ist,
  2. ohne Umzug Gefahr für das körperliche, geistige oder seelische Wohl der Person unter 25 Jahren besteht,
  3. ...

http://www.jugendwegweiser.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen225.c.4581.de

Dann wird Dir wohl nur der Klageweg bleiben.

Eltern sind gemäß § 1601 BGB gesetzlich dazu verpflichtet, den Lebensbedarf ihres Kindes sicherzustellen. Die Unterhaltspflicht endet nicht mit der Volljährigkeit. Erst wenn das Kind in der Lage ist, finanziell auf eigenen Beinen zu stehen, entfällt der Unterhaltsanspruch.

http://www.finanztip.de/unterhalt-volljaehrige-kinder/

Vielleicht genügt es ja schon mit der Klage zu drohen.

fragkalle 04.04.2015, 11:50

Du hast den wichtigsten Teil der Frage wohl überlesen: Der Fragesteller WOHNT ZUHAUSE ! Was sollte er denn da wohl einklagen? 

2
baindl 04.04.2015, 11:53
@fragkalle

Du hast die Fage nicht gelesen!

Nichts. Ich stehe mit leeren Taschen ohne Essen da

Und ausserdem

Ab dem 18. Lebensjahr sind beide Elternteile zum Barunterhalt verpflichtet. Jeder Elternteil hat dann entsprechend seinem Einkommen einen Anteil zu zahlen.

2

§ 1606 III 2 BGB regelt die Verpflichtung Deiner Mutter dir den Unterhalt zu zahlen.


Was also tun? Geh zum Jugendamt und schildere Deinen Fall. Die MA dort sind verpflichtet Dich zu beraten und Dir erforderlichen Falls Geldmittel zur bestreitung Deines Unterhaltes vorzustrecken. Du erklärst dem Jugendamt deine """ MITTELLOSIGKEIT""" Das ist das Zauberwort. Dann müssen sie reagieren. die weitere Vorgehensweise: Das Amt wird den Kindesunterhalt dann von Deiner Mutter einklagen und sich das Geld von ihr zurückholen.

In der Regel endet die Unterhaltspflicht der Eltern gegenüber ihren Kindern mit deren Mündigkeit.


Hat das Kind bei Erreichen des 18. Altersjahrs noch keine angemessene Ausbildung, welche den Eintritt in das Erwerbsleben ermöglicht, sind die Eltern unter bestimmten Voraussetzungen verpflichtet, ihr mündiges Kind weiterhin bis zum ordentlichen Abschluss der geplanten Ausbildung finanziell zu unterstützen (Art. 277 ZGB).


Voraussetzungen

Der zusammen mit den Eltern erarbeitete Ausbildungs- bzw. berufliche Lebensplan ist bei Erreichen der Mündigkeit noch nicht abgeschlossen, so dass das volljährige Kind nicht in das Erwerbsleben eintreten kann.

Dass Du damit Streß mit Deiner Mutter bekommst ist dir hoffentlich klar. So geht es dann weiter:  Du begibst Dich zum Jobcenter und beantragst eine eigene Wohnung auf Grundlage des SGB IX. Der Grund für die eigene Wohnung ist die "UNMÖGLICHKEIT DES ZUSAMMENLEBENS" auf Grundlage der aktuellen Situation. Beengtes Zuhause lediglich 2 Zimmer mit 3 Personen Belegung. Und dem "Aggressiv Feindlichen Verhalten" zu hause.


Dass sollte eigentlich reichen.


Viel Glück und Erfolg für Deine Zukunft

Gruß Uli


Zitronenkissen 04.04.2015, 12:10

Das hilft mir wirklich sehr weiter! Vielen Dank. Du hast mir wirklich weitergeholfen! :)

0
fragkalle 04.04.2015, 12:11

Danach läuft das dann so ab: Mitarbeiter des Amtes werden in eurer Wohnung einen Ortstermin machen, den sie natürlich vorher ankündigen. Dort wird es dann so aussehen, dass der Kühlschrank voll ist, deine Mutter die Bude aufgeräumt hat, der Freund gerade nicht da ist und die Mitarbeiter des Amtes dich fragen werden: Was wollen Sie denn überhaupt. 

@elektromeister: Dein Ratschlag ist zwar nett aus dem Internet abkopiert, entspricht aber in keinster Weise den Gegebenheiten des realen Lebens. Kein Amt zahlt freiwillig für einen 19-Jährigen, der zu Hause bei seiner Mutter lebt und offensichtlich nicht geschlagen, misshandelt oder vergewaltigt wurde. Einem 19-Jährigen ist es zuzumuten, sich vom Elternhaus zu lösen und dann seinen Unterhalt einzufordern. 

0
elektromeister 04.04.2015, 12:13
@fragkalle

Nö nicht abgekupfert. bin Richter am Sozialgericht! und die Umstände 2 Zimmer, rechtfertigen bereits den "MANGEL" an den Lebensumständen.

2
Zitronenkissen 04.04.2015, 12:45
@elektromeister

@elektromeister

Meine Mutter wird es denke ich zu 100% abstreiten, mir nichts gegeben zu haben. Was mache ich dann?

0
Menuett 04.04.2015, 18:20

Wie kommst Du auf das schmale Brett, dass das Jugendamt da etwas finanziert?

0

Da du volljährig bist, könntest du dir das Kindergeld auch direkt auf dein Konto zahlen lassen. Allerdings, da du bei deiner Mutter wohnst, kann sie argumentieren, dass das dein Mietanteil ist. Wovon lebt ihr denn hauptsächlich? Mit Hilfe des Jugendamtes kannst du auch versuchen, ein Zimmer in einer WG zu bekommen.

bezahlt Dein Vater auch Unterhalt?

das KG steht aktuell Deiner Mutter zu, da Du dort gemeldet bist..

solltest Du ausziehen und zwischen Deinem Schulende und der Beginn einer Ausbildung erhälst Du nur für max. 4 Monate das KG 

 Deine beiden Eltern sind dann auch erstmal aus der Zahlungsverpflichtung draußen.. 

nur wenn Du eine Ausbildung beginnst und zu wenig verdienst erhälst Du dann aufstockenden Unterhalt und wieder das KG.. 

Deine Ausbildungsvergütung + KG .. sollte das zusammen nicht 742€ sein, wird der fehlende Betrag anteilmäßig auf beide Eltern verteilt , entsprechend derer Netto-Einkommen..

Wenn du bei deiner Mutte wohnst, kann sie das Kidnergeld behalten, sie muss ja schließlich Strom, Wasser, Heizung für dich bezahlen.

Von deinem Lehrgeld kannst du dir dein Essen und was du brauchst kaufen.

Das Kindergeld geht immer an die Eltern, damit sie den Mehraufwand für die Kinder im eigenen Haushalt etwas ausgleichen können. Das Geld ist nur dann an die Kinder auszuzahlen, wenn sie außerhalb der elterlichen Wohnung wohnen und dazu ein Antrag gestellt worden ist. Da du noch zuhause wohnst, hat Mama die Finger auf dem Geld... Du kannst aber den Antrag stellen, in ein Wohnheim zu kommen, weil die Familienverhältnisse zuhause nicht mehr tragbar sind. Da hilft das Jugendamt.

fragkalle 04.04.2015, 11:41

Mit 19 kommt man nicht mehr in ein Wohnheim, da man mit 18 bereits erwachsen und volljährig ist. Mit 19 muss man seinen Hintern hochkriegen und arbeiten gehen. Man kommt als Erwachsener nur in eine Einrichtung, wenn man geistig, körperlich oder seelisch behindert ist. 

2
Zitronenkissen 04.04.2015, 11:48
@fragkalle

Ich habe gearbeitet. Aber mein Bundesfreiwilligendienst war letzten Monat zuende. Und Ausbildung beginnt erst im Sommer.

0

Ernsthaft? Du solltest mit 19 auf eigenen Beinen stehen können. Ich bin bereits mit 18 Jahren von zu Hause ausgezogen (zum Studium, 400 km weit weg) und habe mir mein Leben auch alleine finanziert. Das Zauberwort heißt: Bafög, BAB, und vor allem ARBEITEN. Und solange du bei deiner Mutter wohnst, bekommst du natürlich auch kein Kindergeld. Das ist absolut korrekt.

Zitronenkissen 04.04.2015, 11:45

Solche Antworten helfen mir nicht weiter. Ich habe gearbeitet. Aber mein Bundesfreiwilligendienst war letzten Monat zuende. Und Ausbildung beginnt erst im Sommer.

0
beangato 04.04.2015, 11:59

Mit dem Kindergeld hat die Mutter aber für das Knd zu sorgen, sie darf es nicht für sich verprassen.

2
Menuett 04.04.2015, 18:19

Ah, und wie hast Du die Zeit zwischen Antragstellung und Bewilligung überbrückt?

Wer hat Dir Kaution vorgeschossen, wer hat für Deinen Mietvertrag gebürgt?

Also ich mußte das meinen Kindern finanzieren, ein Nebenjob hätte es da nicht getan.

0
fragkalle 04.04.2015, 18:27
@Menuett

Ich habe den Antrag vor meiner Immatrikulation gestellt. Mit dem Geld, das ich bereits durch Kellnern und Nachhilfe in meiner Jugend verdient hatte, habe ich die anteilige Mietkaution gezahlt und die Grundausstattung für mein WG Zimmer. 

Das hat alles zusammen 800 Euro gekostet. Die Bücher für mein Studium haben nochmal 300 Euro gekostet. Ich habe ein Zimmer in einer Studenten-WG bezogen, das kostete 180 Euro im Monat. Meine laufenden monatlichen Kosten fürs Studium und Ernährung/Klamotten etc. betragen gesamt 550 Euro. 

Das Geld verdiene ich durch Kellnern am Wochenende, ein paar Nachtschichten an der Tanke und sporadisch im Sommer Autowaschen bei BMW.

Ich besitze kein Auto, keine Luxusartikel, keine gescheiten Möbel (ich schlafe auf einer Matratze, die auf dem Boden liegt) und meine Klamotten kaufe ich nur im second-hand. 

Mein Vater ist tot, meine Mutter ist zu arm, um mir etwas zu finanzieren. Ich wusste schon mit 16, dass ich studieren will und das auch selber bezahlen werden muss. Deshalb bin ich schon früh arbeiten gegangen.

Ich sag immer wieder: Wenn man will, geht alles. Die meisten Leute sind einfach nur zu faul, ihren Hintern hoch zu kriegen. Und Jobs findet man ebenfalls immer. Ich habe noch jeden Job bekommen, den ich haben wollte.

0

Was möchtest Du wissen?