Mutter wegen Unterhalt, Kindergeld etc. verklagen?

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6 Antworten

Erst einmal vorneweg. "Ihr" könnt garnichts tun.

Deine Freundin ist noch minderjährig - um alle ihre Belange muss sich ihre Mutter kümmern. Sie ist der Tochter unterhaltspflichtig, muss also dafür sorgen, dass die Tochter verpflegt wird und ihr eine angemessene Unterkunft und Kleidung zur Verfügung steht. Sie ist aber nicht verpflichtet, der Tochter dafür Bargeld zur Verfügung zu stellen (auch wenn sie selbst Kindergeld oder Zuschuss... für die Tochter bezieht).

Kommt die Mutter ihrer Verpflichtung nicht nach, muss deine Freundin sich an das Jugendamt wenden. Dieses müsste sich dann um die Freundin kümmern... und die Kosten für ihre Verpflegung und Unterkunft (ggf. in einer Einrichtung des Jugendamtes) von der Mutter einfordern.....

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Wenn sie noch zur Schule geht, steht ihr AlG 2 gar nicht zu. Sie steht dem Arbeitsmarkt ja gar nicht zur Verfügung.

Ihre Mutter ist für sie unterhaltsverpflichtet. Das ist vollkommen unabhängig davon, wo sie arbeitet.

Die Freundin kann sich Hilfe vom Jugendamt holen. Die werden dann auch den Unterhalt für sie einklagen

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Kommentar von Basti1989
02.05.2016, 16:46

naja das ALGII bekommt sie ja, da sie ja auch vor irgend etwas leben muss, wenn sie nicht bei der Mutter wohnt. 

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Wenn deine Freundin ohne Einwilligung der Mutter ausgezogen ist, dann steht ihr auch kein Unterhalt zu. Sie hätte sich den Auszug genehmigen müssen, entweder von der Mutter, oder eben vom Jugendamt. 

So kann die Mutter die Zahlung verweigern mit dem Hinweis darauf, dass die Tochter genausogut bei ihr wohnen könnte.

Auch das Kindergeld steht ihr als Minderjährige nicht zu.

Sobald sie 18 ist, kann sie bei der Familienkasse einen Abzweigungsantrag für das Kindergeld stellen, da die Mutter keinen Unterhalt zahlt.

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Kommentar von haufenzeugs
03.05.2016, 19:46

die mutter lebt im ausland. darum wird kind kein kindergeld erhalten und kann auch nichts abzweigen, worauf sie keinen anspruch hat.

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Vielleicht kann das Jugendamt euch etwas helfen:/ Wirklich schlimm sowas! Ich hoffe ihr bekommt einen guten Berater, sonst gibt es auch nette Anwälte die schon vor der Bezahlung (was euch/ihr eh fast kostenlos zusteht durch Förderungen) helfen möchten

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Kommentar von Basti1989
02.05.2016, 16:44

aber sie selber kann noch nicht klagen oder ?

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Kommentar von SquareMatrice
02.05.2016, 16:49

Glaube nicht, aber ein Stellvertreter bestimmt. Das ist ja auch als Härtefall anzusehen.

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Kommentar von SquareMatrice
02.05.2016, 17:14

Denke schon, wäre doch aber ok, oder? Gibt ja auch da nette Leute.

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nun, wenn die tochter aus freien stücken ausgezogen ist, dann hat sie vermutlich schlechte chancen..

die mutter ist nicht verpflichtet, ihr unterhalt etc. zu zahlen, wenn sie genauso gut zuhause leben könnte.

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Kommentar von Basti1989
02.05.2016, 16:47

ja aber ihr steht ja der Unterhalt zu und das Verhältnis zur Mutter ist auch absolut unzumutbar. Sie ist ja nicht ohne Grund ausgezogen

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sie hat ein zimmer bei mutti und dort kann sie leben. das arbeitsamt kann nichts anrechnen, was nicht existiert. deine freundin sollte zurück nach hause  ziehen oder sich an ihren vater wenden.

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