Mutter hat Diabetis, können Kinder bleibende Schäden haben?

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5 Antworten

Zunächst mal Beileid.

Zum Kern der Sache:
Diabetes in der Schwangerschaft oder ein generell manifestierter Diabetes, mit dem Frau in eine Schwangerschaft geht bringt gewisse Risikofaktoren mit sich die aufs Kind durchschlagen, oder einfach gesagt: Wenn Frau mit Diabetes schwanger ist hat das Kind eine erhöhte Wahrscheinlichkeit selbst einen Diabetes zubekommen.

Zu dem Arzt, der bei deiner Mum einen Typ2 Diagnostiziert hat:
Sofern deine Mutter nicht noch die üblichen Risikofaktoren mit sich rumgetragen hat (Sprich: Übergewicht, wenig Bewegung usw) könnte das allein schon eine Fehldiagnose gewesen sein, in dem Alter kann sich durchaus noch (bis 35 durchaus üblich, andere Risikofaktoren für Typ2 abwesend) ein Typ1 manifestieren, der grundsätzlich IMMER mit Insulin behandelt werden muss. Wenn die Behandlung dann dem entsprechend war und im schlimmsten Fall nicht mal der hBA1c regelmäßig (1/Quartal) überprüft wurde kann das durchaus dazu beigetragen haben.

Was den Rest in Sachen Diabetes anbelangt Mütterlicherseits: Welche Typen? Es sind zwar beide Typen "vererbbar" (also erhöhtes Risiko), aber gegen Typ2 kann man meist mit gesunder Ernährung, kein Übergewicht und ein paar mal Sport in der Woche ankämpfen, so das man entweder ganz davon kommt, oder er sich wenn eher milde bemerkbar macht. Bei Typ1 ausbildung kommt man um die Nadel wie gesagt nicht drum herum.

Deine anderen Symptome deuten ohne weitere Info eher darauf hin das du evtl, mit Übergewicht probleme hast und nicht gerade ein(e) Marathonläufer(in) bist. Ansonsten evtl. mal mit deinem Arzt sprechen und ihn auf ein Belastungs-EKG und Blutbild mit hBA1c ansprechen, wenn sich da nichts finden lässt: Sport machen um den Kreislauf zu stärken.

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Das Problem bei deiner Mutter war wohl, dass sie eben nicht regelmaessig beim Arzt war und der Diabetes dadurch auch viel zu spaet festgestellt wurde und wenn sie einen Schlaganfall hatte, moeglicherweise auch ihr Blutdruck nie behandelt wurde.

Die Neigung zu Diabetes ist mit Sicherheit genetisch bedingt, deswegen musst du schon davon ausgehen, dass du diese Veranlagung hast. Und sowohl fehlende Bewegung wie auch Uebergewicht beguenstigen das Diabolische Syndrom (Blutdruck, Uebergewicht, Diabetes, Cholesterin) und erhoehen die Gefahr eines fruehen Todes.

Aber man kann auch viel dagegen tun, zuerst einmal ist Bewegung und Gewichtsabnahme von grossem Vorteil.

Aber auch medizinisch kann man viel tun, wenn es rechtzeitig erkannt wird. Du hast ja schon dein Blut untersuchen lassen, das ist ja schon mal gut, wenn da alles in Ordnung war, dann hast du derzeit auch kein Diabetes, wenn da alles in Ordnung war. Und wenn man das regelmaessig untersucht (z.B. einmal im Jahr), ebenso wie regelmaessiges Blutdruckmessen, dann kann man fruehzeitig Probleme erkennen und gegenwirken. Es gibt Medikamente, um Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin zu senken. Nimmt man diese fruehzeitig ein, verhindert man Folgeschaeden am Herzen, an den Adern, an den Fuessen, an den Augen.

Bei deiner Mutter waren wohl schon grosse Schaeden eingetreten, als es ueberhaupt bemerkt wurde.

Ich verstehe, dass du nicht gerne zum Arzt gehst, aber nur regelmaessige Untersuchungen koennen dir helfen, deine Werte in gesundem Rahmen zu halten, daher solltest du das nicht vernachlaessigen.

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In der SSW wird auf Diabetes getestet - weiß nur nicht seit wann das in den Leitlinien zur Gesundheitsvorsorge für Schwangere festgeschrieben ist. Man kann Diabetes Typ II noch recht gut in den Griff bekommen, auch über Ernährungsumstellung. Wenn Dein Arzt über die familiäre Vorbelastung weiß, dann kann man turnusmäßig untersuchen und Du kannst zu Deiner Gesundheit mit einer entsprechenden Ernährung beitragen.

Für den Fötus gibt es Risiken bei einer unbehandelten Diab. der Schwangeren, aber nicht mehr für Dich, außer der familiären Vorbelastung.

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Diabetes wird leider meistens witer gegeben ! Lass regelmäsig Dein Blut anschauen,mach ein Tagesprofil,öfter mal.Und wenn Du einiger maassen gesund lebst und die Vorsorge-Untersuchungen machen lässt,bist Du nicht sooo schnell unter der Erde!

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Kommentar von DanaBerlin
31.10.2015, 10:01

@silberwind58

Das ist so nicht ganz richtig... Vor allem fehlt hier die Unterteilung in Typ 1 und Typ 2 Diabetes.

Wie hoch ist das Vererbungsrisiko?

Geschwister, Kinder oder Eltern (erstgradig Verwandte) von Personen mit Typ 1 Diabetes haben im Vergleich zur Normalbevölkerung ein durchschnittlich 20fach höheres Risiko, auch an einem Diabetes mellitus Typ 1 zu erkranken.

Durchschnittliches Risiko für Kinder an Typ 1 Diabetes zu erkranken:

Mutter

oder

Vater haben Typ 1 Diabetes: bis zu 5%

Mutter

und

Vater haben Typ 1 Diabetes: 20-40%

Ein Geschwisterkind (Schwester oder Bruder) haben Typ 1 Diabetes: 5-10%

Kinder aus Familien ohne bekannten Typ 1 Diabetes (Normalbevölkerung): 0,1-0,3%

Das Erkrankungsrisiko für eineiige Zwillinge von

Typ-2-

Diabetikern beträgt 50-90%. Heutzutage geht man davon aus,

dass es aber allein auf der Grundlage von Vererbung in der Regel nicht zur Erkrankung kommt

: Ein

Typ-2-

Diabetes entwickelt sich überwiegend dann, wenn ungünstige äußere Einflüsse bzw. ein ungünstiger Lebensstil hinzukommen.

Gruß, Dana (Seit über 25 Jahren Typ 1 Diabetikerin).

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Diabetes kann erblich sein. Wenn Du nicht zum Arzt gehst, kann es Dir sehr schnell wie Deiner Mutter gehen. Mit einer behandelten Diabetes kann man relativ normal leben, man sollte aber möglichst kein Übergewicht haben. Alle Deine jetzigen Beschwerden können von einer unbehandelten Diabetes kommen. Wenn Du noch sehr viel älter werden willst, solltest Du also dringenst zum Arzt gehen.

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Kommentar von petrapetra64
28.10.2015, 09:41

wenn ihr Blut und Urin untersucht wurde, dann waere ein bestehender Diabetes festgestellt worden, daher kann es nicht sein, dass sie derzeit einen unbehandelten Diabetes hat und die Beschwerden daher kommen. Aber natuerlich kann dieser sich frueher oder spaeter noch entwickeln.

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