Mutter verstorben ...weiß nicht wie ich es verarbeite?

9 Antworten

Hallo dreamscape1981,

es tut mir sehr leid, dass Du schon in Deinen jungen Jahren so etwas Schreckliches durchmachen musst! Mein herzliches Beileid! Es gibt sicher kaum etwas Schlimmeres, als seinen Vater oder seine Mutter durch den Tod zu verlieren. So hat der Verlust Deiner Mutter ganz sicher ein riesiges Loch in Deinem Leben entstehen lassen und Du weißt nicht, wie Du mit dem daraus entstehenden Gefühlschaos umgehen kannst.

Man hat festgestellt, dass man sich durch Weinen Erleichterung verschaffen kann. Wenn Du daher das Gefühl hast, weinen zu müssen, dann lasse Deinen Tränen feien Lauf. Andererseits kann es jedoch auch sein, dass Du gar nicht weinen kannst. Das ist nicht unnormal und Du solltest nicht denken, dass Du Dich zum Weinen zwingen musst.

Um die Trauer besser zu verarbeiten, wäre auch das Führen eines Tagebuches von Vorteil. Darin könntest Du z. B. einige schöne Erinnerungen an Deine Mutter festhalten oder notieren, was Du ihr noch gern gesagt hättest. Oder schreib zwei oder drei Fragen auf, die Du ihr noch gern gestellt hättest und versuche mit dem lebenden Elternteil darüber zu sprechen.

Ein guter Rat ist auch, mit jemanden, dem Du vertraust, über Deine Gefühle zu sprechen. Allein schon mit jemandem über seine inneren Empfindungen sprechen zu können, kann zu großer Erleichterung führen. Falls Du an Gott glaubst, dann vergiss nicht, dass Du Dich jederzeit an ihn im Gebet wenden kannst. In der Bibel findest Du die Aufforderung: "Vertraut auf ihn zu allen Zeiten. Vor ihm schüttet euer Herz aus. Gott ist uns eine Zuflucht" (Psalm 62:8).

Der größte Trost für einen Trauenden ist jedoch das Versprechen Gottes, die Toten eines Tages wieder zum Leben zu erwecken. Jesus Christus erklärte seinen Jüngern einmal: "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung " (Johannes 5:28, 29). Kannst Du Dir die Freude vorstellen, Deine Mutter dann wieder in die Arme schließen zu können?

So schmerzlich der Tod eines lieben Angehörigen doch ist, er wird durch dieses Versprechen ganz sicher abgemildert. Ich wünsche Dir für die Zeit der Trauer viel Kraft und Menschen an Deiner Seite, die Dir reichlich Trost spenden.

LG Philipp

Das was Du gerade durchlebst gehört zu den schlimmsten Ereignissen des Lebens. Der Verlust der Mutter rührt tiefste Schichten von Körper und Seele an. 

Ich muss Dir ein großes Kompliment machen, wie Du alles erlebst und wie klar Du damit umgehst. 

Die bittere Wahrheit ist - und das hast Du schon erlebt - dass gegen Trauer kein Kraut gewachsen ist. Man muss dieses Tal durchwandern. Die Trauer ist nicht zu beschönigen und auch nicht zu verdrängen. Die Gesellschaft von lieben Menschen ist dabei superwichtig. Schöne Erlebnisse helfen auch - und ab und zu einfach weinen - oder wie auch immer die Trauer raus möchte. 

Trauer braucht Zeit. Die gute Nachricht ist, dass Du danach gestärkt sein wirst und Dein Leben in vollen Zügen geniessen kannst. Da ist "Licht am Ende des Tunnels". Du magst es vielleicht noch nicht sehen. 

Die Begegnung auf geistiger Ebene, die Du beschreibst finde ich wunderbar. Hüte diese Begegnung wie einen wertvollen Schatz. Erzähle nur absolut vertrauenswürdigen Personen davon, denn das kann nicht jeder Mensch verstehen. 

Diese Begegnung im Traum und der Stolz Deiner Mutter das ist - glaube mir das bitte - ganz real. Auf einer geistigen Ebene wird sie immer für Dich da sein und Du für sie. Diese tiefe Bindung kannst Du jederzeit neu erleben, indem Du Dinge tust, auf die DU stolz sein kannst. Wenn Du Stolz erfährst, dann wird Deine Mutter genauso stolz auf Dich sein. So entsteht dann aus einem ganz schmerzhaften Verlust ein kraftvolles, gutes Leben. 

Alles hat zwei Seiten: Der größte Verlust ist oft der Grundstein für den größten Triumph. 

Gehe langsam weiter, suche, was Dir gut tut. Achte Dich und beobachte, wie Du täglich an Deinem Schmerz wächst. 

Alles Gute Dir. Ich weiß, dass Du das gut schaffen wirst.

Du hast eigentlich schon richtig begonnen, dieses schlimme Ereignis zu verarbeiten - mit den Bildcollagen.

Mach in dieser Hinsicht weiter, schreib Texte, ganz gleich, ob Briefe mit den täglichen Ereignissen oder Erinnerungen an eure gemeinsame Zeit.

Beim Schreiben läßt du nicht nur die Worte raus, sondern auch den Schmerz.

Wenn du Briefe/Tagebuchaufzeichnungen schreibst, kannst du diese auch an ihr Grab bringen.

Schreibst du gemeinsame Erinnerungen auf, illustriere sie mit Fotos und bewahre alles gut auf. Es ist eine schmerzhafte Therapie, die dennoch helfen wird.

Es dauert lange, bis so ein Schmerz kleiner wird. Ganz weg geht er nie. Ich wünsche dir viel Kraft ....

Danke vielen Dank! Ich war noch nicht an ihrem Grab :(

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@imehl47

Vielen Dank du hast mir sehr geholfen und deine Ideen sind echt mega schön das werde ich machen :) Danke!!!

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