Mutter stirbt in ein paar Tagen?

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9 Antworten

Ich kann dich sehr gut verstehen. Meine Mutter starb an Krebs als ich 24 war. Sie war mein ein und alles. Heute bin ich 46 und ich weiß, sie ist immer bei mir. Du hast die richtige Entscheidung getroffen, dich um sie zu kümmern. Diese Zeit kann euch beiden keiner mehr nehmen. Setz dich neben sie und erzähle ihr alles, was dir noch auf dem Herzen liegt. Und sag ihr auch, wie sehr du sie liebst. Sie wird dich, trotz Koma, hören. Mein liebes Mädchen, ich wünsche dir von Herzen die Kraft, das alles durch zu stehen! Und wende dich sofort ans Jugendamt. Die sind noch für dich zuständig, obwohl du schon 19 bist. Du mußt unbedingt jetzt schon alles in die Wege leiten! Ruf einfach da an und dir wird weitergeholfen.

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Kommentar von slippyKangaroo
07.03.2017, 10:15

Danke für deine Antwort :)

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Das tut mir unendlich leid für Dich und Deine Mutter.

Hast Du keine Verwandten, die Dich im Moment unterstützen? Oder die zumindest angereist kämen, wenn Deine Mutter wirklich stirbt und Dir bei den ganzen Formalitäten helfen?

Freunde, mit denen Du reden kannst und die mit Dir zu den Ämtern gehen würden??

Da ich Dich nicht kenne, weiß ich nicht, ob Du evt. gläubig bist? Gehörst Du einer Religion an? Wenn ja, wende Dich an den Pfarrer in Deiner Gemeinde, den musst Du im Todesfall ohnehin aufsuchen. Die beraten in solchen Situationen, an wen man sich wenden muss und kann.

Wenn nicht, informiere Dich mal beim Jugendamt oder Sozialamt, wie das aussieht, wenn Deine Mutter wirklich bald sterben sollte. Wer bezahlt dann die Miete, wo beantrage ich meine Waisenrente, welche Zuschüsse stehen mir zu? Weiterhin muss Dir mitgeteilt werden, wer alles einen Totenschein zu bekommen hat und welche Behörden informiert werden müssen. Es ist auch abzuklären, wer die Bestattung bezahlt (in Deinem Fall dann wohl das Sozialamt).

Ich weiß das leider nicht, aber die können Dich auf alle Fälle beraten.

Du solltest zuhause, auch wenn das im Moment bestimmt schlimm für Dich ist, die Unterlagen Deiner Mutter durchsehen, ob sie evtl. eine Lebensversicherung für Dich abgeschlossen hat.

Ich wünsche Dir viel Kraft für die kommende Zeit und alles Gute für die Zukunft.

lg Lilo

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Kommentar von LiselotteHerz
07.03.2017, 09:53

Ich stelle mir gerade vor, ich würde in einem Jahr sterben, dann wäre mein Sohn 19 und wahrscheinlich völlig hilflos.

Schau Dir in Ruhe die Unterlagen Deiner Mutter durch. So verrückt das klingt, wenn man eine Sterbeurkunde einreichen will (davon bekommt man mehrere Exemplare), braucht man die Geburtsurkunde des Betreffenden. Die muss zusammen mit der Sterbeurkunde der Gemeinde zugeschickt werden.

Es müssen nach einem Todesfall alle Versicherungen informiert werden - auch die wollen zumindest eine Kopie der Sterbeurkunde haben.

Bei einer Lebensversicherung genügt die Kopie nicht, die wollen eins der Originale haben.

Es sollte Dir auf alle Fälle vom Jugendamt jemand zur Seite stehen, wenn es darum geht, dass der Mietvertrag auf Dich übertragen wird. Eine Alternative wäre, Du würdest in eine Wohngemeinschaft ziehen, die vom Jugendamt organisiert und finanziert wird.

Dieser Begleiter sollte auch mit Dir auf die Bank gehen, Du musst dann als die Person eingetragen werden, die Kontovollmacht hat.

Da gibt es unglaublich viel zu erledigen, da brauchst Du jemand an Deiner Seite, der das für Dich vorwiegend erledigt oder Dir zumindest sagt, was Du zu machen hast.

Meine Güte, Du tust mir richtig leid. Lebst Du evtl. in einem kleinen Dorf? Da gibt es zuweilen Dorfhelferinnen, die in solchen Situationen weiterhelfen, die werden meist vom Pfarrer oder direkt von der Gemeinde vermittelt.

Mehr fällt mir leider im Moment nicht ein, was Dir nach dem Tod Deiner Mutter weiterhelfen könnte.

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Hallo,

Du solltest Dich auf jeden Fall um zwei Dinge kümmern:

1. Wer ist für Dich da, wenn es Dir schlecht geht und hört Dir zu. Am besten gehst Du zum Hausarzt und lässt Dich schon mal an einen Therapeuten verweisen, den wirst Du sicherlich brauchen.

2. Die organisatorischen Dinge. Das Jugendamt ist vermutlich nicht mehr direkt zuständig, daher solltest Du zu einer Jugendberatungsstelle gehen. Die ist dem Jugendamt angeschlossen, aber eigenständig. Die können Dir weiterhelfen, wenn es um Miete, Geld etc. und eine Perspektive geht. Vielleicht wäre es gut, wenn Du Dich schon mal an einem Berufskolleg erkundigst, wo es berufsorientierende Maßnahmen gibt. Da bist Du dann nicht nur untergebracht, es gibt dort auch Sozialarbeiter, die Dir bei Deinem Privatleben weiterhelfen können, ein Auge auf Dich haben etc.

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Wende dich umgehend an das Jugendamt und erkundige dich nach Hilfe für junge Erwachsene.

Wenn du dir vorab Schützenhilfe beim Sozialdienst im Krankenhaus holst, ist das vorteilhaft. Bieten die selbst keine Hilfe für Hinterbliebene an, dann wissen sie aber zumindest an welcher Stelle du am besten aufgehoben sein solltest.

So ganz ohne starken Partner im Rücken, kann es für einen jungen Menschen der Hilfe sucht, u.U. ganz schön frustrierend beim Jugendamt ablaufen. Aber caritative Organisationen wissen mit den umzugehen, weil sie Erfahrung damit haben.

Hier findest du ein paar Adressen, wo du dich schlau machen kannst:

https://www.patiententelefon.de/sterben/trauer-und-bestattung/trauer-und-trauerbegleitung/trauernde-kinder-regionale-angebote

Was ich nicht ganz nachvollziehen kann ist, dass du von der Schule geflogen bist. Der Grund für dein Fehlen sollte doch schwer genug wiegen, dass man dich hätte für einJahr frei stellen können!

Du könntest dir auch Hilfe beim VdK suchen, die kämpfen für die Rechte von Leuten, die amtlicherseits abgebügelt werden. Allerdings muss man Mitglied sein.

Allerdings weiß ich, das Menschen im Koma eine ganze Menge von dem mitbekommen, was um sie herum vorgeht- also auch wenn sie nicht mehr wach werden sollte, sie hört dich bestimmt.


Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die kommende Zeit, und dass deine Mutter nochmal wach wird, damit du Abschied nehmen kannst.

Sieh dich auch einmal nach einer Trauergruppe um, da ist es nicht peinlich zu heulen!

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Hol Dir Hilfe.

Ich glaube in der Tat, dass die Sozialarbeiter im Krankenhaus jetzt Deine wichtigstens Ansprechpartner sind.

Sie kennen sich vor Ort aus, sie können Dir Hilfen beim Sozialamt und beim Jugendamt vermitteln. Sie wissen, wo man vielleicht doch noch eine Möglichkeit hat, Deine Obdachlosigkeit abzuwenden.

Sie wissen, wo es übergangsweise Notschalfstellen gibt, wenn es denn sein muss. Und dort wiederum und im Jugendamt oder beim Sozialamt gibt es Sozialarbeiter, die Dir weiter helfen können.

Nimm diese Hilfen bitte in Anspruch. Wenn Anträge ausgefüllt werden müssen, lass Dir helfen.

Auch bei den Kirchen (Diakonie und Caritas - einfach mal googlen) gibt es Sozialarbeiter. Anrufen, Deine Not schildern, Dich verbinden lassen, Hilfe holen.

Und zwar auch, was Deine Trauer betrifft. Es gibt Hospizdienste, die Dich vielleicht am Sterbebett Deiner Mutter ablösen können, damit Du mal ausschlafen kannst.

Es gibt so viele Möglichkeiten, von denen Du nur nicht weißt. Also: Frage die Schwestern auf Deiner Station nach dem Sozialdienst. Bitte sie, möglichst schnell einen Kontakt herzustellen, dass Du noch morgen einen Termin mit ihnen ausmachen kannst. Und denen erzähl bitte, was Du hier geschrieben hast.

ok?

Bitte scheue Dich nicht, um Hilfe zu bitten. Du hast so viel für Deine Mutter getan, alleine deswegen hast Du ein Recht darauf. Möglicherweise steht Dir sogar nachträglich noch Geld für die Pflege Deiner Mutter zu, das Du jetzt gut gebrauchen kannst. Denn es kann ja den Krankenkassen o.ä. nicht entgangen sein, was Du für Deine Mutter getan hast. Sie hätten Dich womöglich auf die Anträge hinweisen müssen. Die Chance ist klein, aber es gibt sie. Und nimmt die Texte hier mit und frag die Sozialarbeiter nach den Möglichkeiten, die hier genannt wurden.

Alles Gute und viel Kraft.

Und vielleicht erzähl einmal, was draus wird. Und erzähl auch von den Schwierigkeiten. Vielleicht kannst Du hier weitere Tipps und Ermutigung  bekommen.

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das tut mir sehr leid für dich. wende dich mal an das Jugendamt. erkläre diene Situation und die helfen dir bestimmt weiter.

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Wo ist dein Vater? Du hast Anspruch auf eine Halbweisenrente, Kindergeld und Unterhalt von deinem Vater. Wie es mit Bafög aussieht, weiss ich nicht
Hol dir Unterstützung vom Jugendamt oder von einer caritativen Einrichtung. Die Jugendämter habe Adressen oder du schaust, welche Einrichtungen in deiner Umgebung sind
Mach das gleich, denn du wirst Hilfe benötigen. Schau mal nach den Unterlagen von deiner Mama. Habt ihr nicht darüber gesprochen? Viel Kraft wünsche ich dir.

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Muss ich bald auf der Straße leben?

Nein.

Wie kriege ich eine Wohnung und Geld?

Dir steht ohne Eltern eine Waisenrente zu, was über die deutsche Rentenversicherung zu beantragen ist.

 - Am besten wendest du dich mit deinen Fragen an das Jugendamt für eine entsprechende Beratung. 

Und mein Beileid. Alles Gute.

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Du wirst auf jeden Fall von den Ämtern unterstützt werden.

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