Mutter soll zu früh aus der Reha entlassen werden - was tun?!

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8 Antworten

Es gibt in jeder Stadt , jedem Landkreis eine Behindertenberatung. Ruft dort an und laßt Euch da beraten. Die wissen, wie das geht. Sie braucht auf jeden Fall einen Behindertenausweis und muß Pflegegeld beantragen. Meist regelt sowas schon die Reha. Fragt da nach. Über das Pflegegeld wird dann auch das Heim bezahlt. Und ruft beim Jugendamt an, damit die Euch auch helfen.

Was @YK1972 dir schreibt ist nachvollziehbar, auch an die Sozialhilfe könnt ihr euch wenden und an den ASB, sie werden euch helfen .

Alles Gute für Euch und eine wirklich gute Besserung für eure Mam

Narux3 06.02.2015, 21:11

An die Sozialhilfe habe ich schon gar nicht mehr gedacht...! o: Vielen Dank für deinen unterstützenden Kommentar. c:

Und dankeschön. :)

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Mein Rat an euch wäre, dass ihr euch so schnell wie möglich an eine Beratungsstelle für soziale Notfälle wendet.

Zuerst fallen mir da die Caritas, SOS Familienberatung, Pro Familia, Schulsozialarbeiter oder einfach die nächste Pfarrei ein. Selbst wenn die selber keine Möglichkeiten haben sollten zu helfen, so haben sie doch die nötigen Beziehungen euch "weiter zu reichen". Ihr müsst euch durchfragen, bis ihr bei der richtigen Stelle landet. Das Jugendamt müsste wahrscheinlich auch mit eingeschaltet werden und ihr braucht einen erziehungsberechtigen Beistand.

Ich denke mal nicht, dass ihr zwingend in ein Heim müsst, da ihr ja bisher bewiesen habt, dass ihr euer Leben auch alleine auf die Reihe bekommt. Heimplätze sind viel teurer, als wenn die euch dort wohnen lassen würden.

Wenn es bei euch sowas wie die SOS gibt, die haben Sozialarbeiter und auch Psychologen die euch in dieser schlimmen Lage helfen und beraten können.

Ich wünsche euch alles Gute und dass ihr das gewuppt bekommt.

Mach dir mal keine Sorgen. Für die Kosten des Pflegeheims müßt ihr in dem Fall nicht aufkommen, das läuft dann über das Amt. Und in der Reha ist nunmal irgendwann Schluss, die Kosten müssen ja auch gezahlt werden. Das macht die Kasse nicht so lange mit, wie es evtl. sein müßte. Der Rest muss dan ambulant gemacht werden.

Narux3 06.02.2015, 20:56

Sprichst du denn aus Erfahrung oder warum bist du dir so sicher, sich keine Sorgen darüber zu machen? o:

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YK1972 06.02.2015, 20:58
@Narux3

Ja, ich spreche aus Erfahrung. Denn woher sollt ihr das Geld für Unterbringung nehmen? Einer Tante von mir ging es auch so und sie bekam den Aufenthalt in dem Heim durch das Amt gezahlt.

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Narux3 06.02.2015, 21:13
@YK1972

Ich danke dir vielmals darum! Ich hätte nie gedacht, dass ich hier so eine hilfreiche und aufmerksame Antwort bekomme! :) Danke, danke, danke, das bedeutet mir sehr viel! c:

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YK1972 06.02.2015, 22:00
@Narux3

Habe es eben erst gesehen. Bitte gerne.

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Darum sollten sich wohl die Erwachsenen eurer Familie kümmern. Wo ist euer Vater?

Ansprechpartner sind Krankenkasse oder Rentenkasse. Aber das sollten wie gesagt Familienangehörige regeln.

Narux3 06.02.2015, 20:55

Meine Mutter hat sich vor einigen Jahren von meinem Vater getrennt und seitdem keinen Kontakt mehr gepflegt. Zudem hat nur meine Mutter das alleinige Sorgerecht für uns. Dafür wurde aber ein gesetzlicher Vertreter solange festgelegt: Unser Halbbruder, der sich allerdings nicht wirklich groß um die Sache kümmert, da er auch nicht so betroffen ist wie wir.

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Hallo,

geht es um eine gesetzliche oder eine private Krankenversicherung?

Wird die Reha von der Rentenversicherung oder der Krankenkase gezahlt?

Was für ein "Vorfall" war das? Schlaganfall? Oder ...?

Wann hat die Reha begonnen?

Kann die Mutter selber entscheiden oder hat sie einen gesetzlichen Betreuer, der sie in rechtlichen Angelegenheiten vertritt?

Gruß

RHW

ERst mal +über die Krankenkasse und die Reha häusliche Pflege beantragen. Die Sozialrbeit dort wird euch informieren. Und bei Heimunterbringung müsst ihr nichts dazuzahlen. Das zahlt entweder die Rentenversicherung oder das Sozialamt der Stadt bei Arbeitslosigkeit. Informiert euch bei den städtischen Behörden oder de m Sozialamt.

Bei den Aktivitäten, die Ihr nun zu leisten habt (Schreiben, Gespräche) geht unbedingt mit einem erfahrenen Beistand hin. Beistände werden auch Ämterlotsen oder Behördenbegleiter genannt.

Und google mit

legitimation eines beistands pdf (die Wörter genau so, auch mit "pdf")

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen.

Auch erfährst Du so, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

Wenn Du bei einer Sozialberatung bist, frage dort, ob dort Beistände / Behördenbegleiter ehrenamtlich Dienst machen. adianthum hat dir ja einige genannt. Mir ist bekannt, dass in vielen Orten bei der Diakonie (manchmal auch "Diakonisches Werk" genannt) vielfach Ämterlotsen ehrenamtlich ihren Dienst anbieten. - Frage also auf jeden Fall bei der Diakonie nach Ämterlotsen.

Diese Ämterlotsen können Dich überall hinbegleiten: zum Sozialamt, zur Krankenkasse, zum Jugendamt (wenn auch da was zu regeln ist) ... also zu allen Ämtern und ämterähnlichen Einrichtungen. - Auch wenn Ihr schriftlich reagieren müsst, lasst Euch von einer Sozialberatung dabei unterstützen.

Wie hier schon geschrieben: Um Bezahlungen für Unterbringung und (hoffentlich) Weiterbehandlung Eurer Mutter müsst Ihr Euch nicht sorgen. Dazu ist das Sozialamt da.

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Ich wünsche Euch weiter viel Kraft. Ich bin sehr beeindruckt, wie Ihr Eure Situation bis hierhin schon gemeistert habt.

Sehr gut, dass Du hier gefragt hast.

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