Mutter reduziert meine Bekanntschaften auf ihr Sternzeichen?

13 Antworten

Hallo richboss,

zunächst einmal schon auch von mir der Hinweis: Ob nun über Sternzeichen oder andere Dinge, das ist eigentlich zweitrangig: Im Prinzip kann auch eine Mutter, die nicht an Sternzeichen glaubt, in jede Beziehung reinreden. Da geht etwas sehr viel grundlegenderes schief als ihr Aberglauben.

Dass sich Eltern zu lange in manche Dinge einmischen, das kommt vor, ist nicht bös gemeint,... kann aber sehr lästig werden, ganz abgesehen vom Aberglauben. Es würde auch langfristig Eure Beziehung belasten, wenn Deinem Mutter immer wieder wegen Kleinigkeiten rauslässt, dass sie Deine Freundin halt ganz persönlich unzulänglich findet. (Meine Oma hat mir etwa immer gesagt, ich hätte einen anderen meiner Freunde heiraten sollen... der hätte die schöneren Wadeln; hat nix mit Aberglauben zu tun gehabt, habe ich trotzdem sehr deutlich abgeblockt, indem ich ihr gesagt habe, dass sie den ja heiraten kann...)

Horch da auch noch einmal ganz intensiv in Dich selber rein, durch was Du ihr vielleicht das Gefühl gegeben hast, dass sie sich überhaupt in Deinem Alter noch in Deine Beziehungen mischt. Warst Du vielleicht selbst wegen der Tiefe der Beziehungen unsicher und sie hat das gespürt? Oder bist Du ganz, ganz sicher, dass Du wirklich gar nicht willst, dass sie sich einmischt? Dann solltest Du das auch ganz deutlich machen. - Und eben nicht den Aberglauben kritisieren, sondern das Einmischen. ;-)

Das wäre also mein erster Rat:

Ich gebe Dir vollkommen und uneingeschränkt recht, dass es eine sehr unhöfliche oberflächliche Art ist, Menschen in Schubladen zu stecken, indem man sie anhand eines alten Aberglaubens und anhand ihres Geburtsdatums beurteilt. Das Problem des Einmischens solltest Du aber getrennt davon sehen und angehen, damit es die Beziehung zu der Frau, "an der Du irgendwann mal gerne hängen bleiben würdest", nicht belastet. Deine spätere Frau will nämlich mit DirIch gebe Dir vollkommen und uneingeschränkt recht, dass es eine sehr unhöfliche oberflächliche Art ist, Menschen in Schubladen zu stecken, indem man sie anhand eines alten Aberglaubens und anhand ihres Geburtsdatums beurteilt. Das Problem des Einmischens solltest Du aber getrennt davon sehen und angehen, damit es die Beziehung zu der Frau, "an der Du irgendwann mal gerne hängen bleiben würdest", nicht belastet. Deine spätere Frau will nämlich mit Dir verheiratet sein und nicht (auch) mit Deiner Mutter. verheiratet sein und nicht (auch) mit Deiner Mutter.

Dann zur Astrologie und den Horoskopen:

Ja, da gibt es sehr gute Argumente. Sehr wahrscheinlich werden die aber bei Deiner Mutter nicht fruchten. Menschen wie Deine Mutter verlassen sich oft aufgrund eigener Unsicherheit in der Einschätzung von Menschen lieber auf einen alten Aberglauben, als die Einschätzung selbst zu verantworten. Derartige Schubladen delegieren Verantwortung: Was von den Sternen gesagt wurde, hat man ja schließlich nicht selbst gesagt. Das ist bequem, einfach... und liefert den Sündenbock im Irrtumsfalle gleich mit.

Gibt man diesen Aberglauben auf, muss man dagegen zuhören, sich einfühlen, nachdenken, ab und an seine Meinung auch revidieren, seine Vorurteile hinterfragen,... das ist eben mehr Aufwand und fällt vielen Menschen schwer. Besonders, wenn man es sich Jahrzehnte lang leicht gemacht hat... und sich eben das auch eingestehen müsste.

Dies wäre entsprechend der zweite grundlegende Hinweis:

Diese beiden Dinge: Kontrollverlust und Einräumen der bisherigen Oberflächlichkeit werden Deine Mutter effektiv daran hindern, sich emotional auf die Irrationalität ihres bisherigen Tuns einzulassen, egal wie gut die Belege sind, die Du vorlegst.

Ich persönlich blocke in meinem Bekanntenkreis alle astrologischen Gespräche mit dem Hinweis ab, dass ich ein "Mensch" sei... das sei das Sternzeichen, das man einfach kennenlernen muss, bevor man die Person einschätzen kann. Manchmal (wenn ich bereits genervt bin) explizit ergänzt um den Hinweis, dass ich oberflächliche, auf Aberglauben fußende Vorurteile nicht schätze.

Und damit Du aber trotzdem argumentativ gut aufgestellt bist:

Ja, es gibt eine Menge gute Argumente und Studien, warum Astrologie nicht funktioniert.

Hier ein paar davon:

Argumente gegen den astrologischen Aberglauben wären zum Beispiel:

  • Seit der Antike kennen wir erheblich mehr sich bewegende Himmelskörper. Während die Astrologen aber keine Hemmungen hatten, auch diese in ihrer Berechnungen zu integrieren, wurde doch nie ein weiterer Himmelskörper auf der Basis unzutreffender Horoskope vorhergesagt: Ein klarer Widerspruch...
  • Wäre die Astrologie eine empirische Sache - gäbe es also irgendwelche natürliche Phänomene welcher Art auch immer - so müsste die Astrologie weltweit zu denselben Aussagen kommen. Das tut sie aber nicht. Die Unterschiede in den einzelnen Astrologielehren sind deutlich kultureller Natur. Die Lehren widersprechen sich zum Teil. Bei einem echten Naturphänomen dürfte es keine Widersprüche geben.
  • Wissenschaftliche Untersuchungen der Astrologie ergaben wieder und immer wieder, dass Astrologie nicht über Rateeffekte uns statistische Schwankungen hinaus kommt. Astrologen konnten Geburtshoroskope nicht zuordnen udn Personen erkannten sich in Geburtshoroskopen anderer Personen genauso gut wieder.
  • Dass wir uns oft in unseren Geburtshoroskoptexten wiedererkennen, liegt an der Art und Weise, wie diese formuliert sind: Der Mensch neigt dazu, vage oder ganz allgemeingültige Aussagen als zutreffend zu empfinden. (Barnum Effekt, kannst Du auf Wiki einmal nachschlagen)

Hier erklärt es der Astronom Florian Freistetter sehr schön:

https://www.youtube.com/watch?v=Oyeq3joQlgI&t=3s

... oder wenn Du es lieber als Text von ihm hast:

https://arxiv.org/ftp/arxiv/papers/1108/1108.5506.pdf

Und auch hier in diesem Text findest Du gleich mehrere grundsätzliche Probleme der Astrologie. Ab Seite 9 werden dort auch statistische Tests erwähnt:

http://www.astrologie-mit-herz.de/astrologie-wissenschaft.pdf

Dann hast Du gezielt nach solchen Studien gefragt. Auch die gibt es. Sehr oft verweisen Astrologen ja darauf, das Sternzeichen sei ohnehin "keine richtige Astrologie" bzw. nicht aussagekräftig... dafür brauche es schon das Geburtshoroskop.

Nun gibt es aber auch Untersuchungen, die zeigen, dass Astrologen auch beim Geburtshoroskop nicht besser als Zufall abschneiden:

Ich zitiere von http://dermond.at/astrologie.html#Zeitzwillinge

"" Dean untersuchte die Daten von 2100 Personen, die in London in der Zeit vom 3.-9. März 1958 geboren wurden. Die Geburtsdaten für diese Studie, dienten übrigens ursprünglich einem ganz anderen Zweck. Die Daten wurden 1958 in London für eine medizinische Studie erhoben, weil man herausfinden wollte ob die Umstände der Geburt die gesundheitliche Entwicklung eines Kindes beeinflussen. Nach 11, 16 und 23 Jahren wurden die Kinder überprüft. Die Wissenschaftler untersuchten dabei 110 relevante Variablen, wie etwa IQ, Angst, Aggressivität, Körpergröße, Gewicht, musische und sportliche Neigungen, Lese- und Rechenfähigkeit, Anfälligkeit für Unfälle, Beruf usw. Bei 73 Prozent der 2100 von Dean untersuchten Personen, lagen zwischen ihrer Geburt und der Geburt des nächsten Babys nur fünf Minuten oder weniger. Astrologen sprechen in solchen Fällen, wenn also Geburtsdatum, Zeit und Ort übereinstimmen, von so genannten "Zeit-Zwillingen". Und da die Astrologie davon ausgeht, dass jeder Mensch ganz "individuell" vom Stand der Gestirne zum Zeitpunkt der Geburt "geprägt" wird, müssten diese "Geburtszeit-Zwillinge", da sie ja zudem am gleichen Ort geboren wurden, extrem ähnliche Lebensläufe und Charakterzüge aufweisen.

Die Bedingungen, für einen starken, und daher leicht nachweisbaren astrologischen Effekt, hätten kaum besser sein können (nahe Geburtszeiten und -Orte), meinen Dean und Kelly. Doch bei keinem der über 100 Persönlichkeitsmerkmale ließen sich signifikante Übereinstimmungen oder andere erwartete astrologische Effekte nachweisen. ""

Dort findest Du auch den Link zu einem sehr viel ausführlicherem englischen Artikel zum Thema:

https://www.csicop.org/si/show/does_astrology_need_to_be_true_a_thirty-year_update

Diese Metaanalyse hat über 300 Studien zur Astrologie betrachtet - das Ergebnis ist vernichtend.

Dann zu dem Punkt, dass sich viele Menschen in der Beschreibung ihres Sternzeichens oder auch ihres speziellen Geburtshoroskops ganz gut getroffen finden:

Das liegt an dem "Barnum-Charakter" dieser Texte. Die entsprechenden Studien hierzu von Gauquelin und Forer findest Du im Wiki-Artikel zum Barnum-Effekt beschrieben. https://de.wikipedia.org/wiki/Barnum-Effekt

Und zuletzt zur Frage, ob Horoskope ein sinnvolles Werkzeug in der Partnerwahl sind (weil das genau Dein Thema ist).

Hier nachzulesen:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/numerator-die-sterne-luegen-und-manche-ehepartner-auch-a-474132.html

David Voas hat in einer umfangreichen Untersuchung in England letztlich aus den Daten 9,5 Millionen verheirateter Paare statistische Untersuchungen gemacht, ob sich irgendwelche Zusammenhänge zwischen den geschlossenen Ehen bzw. deren Dauer und den Sternzeichenkombinationen nachweisen lassen. Das Ergebnis ist sehr eindeutig: Zumindest in England (dort stammen die Daten her) lügen die Sterne, wenn sie behaupten, dass sie das Glück der Partner beeinflussen würden:

"Ergebnis: Eine Wirkung der Sterne, die angeblich unser aller Schicksal bestimmen, lässt sich nicht nachweisen. "Wenn es auch nur die geringste Tendenz gäbe, dass sich Jungfrauen zu Steinböcken hingezogen fühlten oder Waagen zu Löwen, dann hätten wir das in der Statistik gesehen", sagte Voas. "Es gibt aber keinen solchen Beweis."

Besonders dürfte Astrologen grämen, dass die statistische Analyse auch keine Hinweise dafür findet, dass Ehen ausschließlich bei bestimmten Sternzeichenkonstellationen eine Zukunft haben. Weil die Volkszählung alle Ehepaare egal welchen Alters erfasst, müssten sich zumindest unter den länger Verheirateten jene angeblich bevorzugten Kombinationen durchsetzen. Dies sollte sich wiederum auch in der Gesamtstatistik widerspiegeln - tut es aber nicht."

Wenn es Dich interessiert: Hier der Volltext der Arbeit:

https://astrologiaexperimental.files.wordpress.com/2014/05/voasastrology.pdf

Und hier eine Übersichtsarbeit, die sich auch mit den Fehlern mancher von Astrologen zum Thema vorgelegten Untersuchungen beschäftigt:

http://www.astrology-and-science.com/S-love2.htm

Denn ja: Gerade zu diesem Thema haben sogar ein paar Astrologen Bücher dazu geschrieben, laut denen statistische Daten belegen würden, dass bestimmte Sternzeichen besser zusammen passen und Beziehungen zwischen ihnen länger halten. Bekannt ist z.B. das Buch von Gunter Sachs.

In solchen Büchern werden aber oft Fehler in der statistischen Auswertung der Daten gemacht. Es bleibt meist unberücksichtigt, dass es verschieden viele Vertreter eines Sternzeichens in der Bevölkerung gibt, weil die einzelnen Sternzeichen nicht "gleich lang" sind, weil die zugrunde liegenden Monate unterschiedlich lang sind. (Auf solchen Irrtümern beruhen auch die immer wieder aufkommenden Meldungen, bestimmte Sternzeichen würden mehr Verkehrsunfälle verursachen oder eben weniger.)

Das ist aber nicht der einzige Fehler. In aller Reegel werden solche Statistiken nicht auf den sogenannten Alpha-Fehler korrigiert: Dieser tritt auf, wenn man eine Datenbasis (hier:alle Paare) auf mehrere gehäufte Eigenschaften hin überprüft. Dann wird nämlich immer wahrscheinlicher, dass man irgendeine Häufung auf der Datenbasis findet.

Verständlicher vermutlich am Beispiel würfeln mit 2 Würfeln. Die Wahrscheinlichkeit auf einen Sechserpasch ist mit 1/6 * 1/6 = 1/36 recht klein. Die Wahrscheinlichkeit auf irgendeinen Pasch ist sechs mal so hoch, weil es 6 Möglichkeiten dafür gibt, statt nur eine. Päsche sind deshalb gar nicht so selten.

Wenn wir jetzt die Paare in der Bevölkerung betrachten, dann gibt es in der Astrologie eine ganze Menge Zweierbeziehungen. Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendeine davon zufällig etwas erhöht oder erniedrigt ist, so wie es die Astrologie beschreibt, ist deswegen erheblich höher, als wir es vom Gefühl her vermuten würden. Ist die Datenbasis groß genug und testen wir auf ausreichend viele Eigenschaften, dann finden sich IMMER irgendwelche scheinbar signifikanten Häufungen.

Das ist der Alpha-Fehler: Wir denken, wir hätten Häufungen gefunden, wo in Wahrheit nur der Zufall tätig war. Und dieser Fehler steckt in solchen Büchern.

Zumal man nicht vergessen darf, dass ein Teil der Bevölkerung abergläubig ist und die Partnerwahl daher leider bei einigen Zeitgenossen von diesem esoterischen Aberglauben mitbestimmt wird. Das heißt aber nicht, dass "etwas dran" ist, sondern nur, dass die Personen glauben, dass der eine oder andere besser zu ihnen passt, weil er eben das "richtige" Sternzeichen hat. Versucht man also auf einer vom Aberglauben geprägten Datenbasis das Ganze über Häufungen zu belegen, beißt sich die Schlange in den Schwanz.

Grüße

1. Behauptung:

Seit der Antike kennen wir erheblich mehr sich bewegende Himmelskörper. Während die Astrologen aber keine Hemmungen hatten, auch diese in ihrer Berechnungen zu integrieren, wurde doch nie ein weiterer Himmelskörper auf der Basis unzutreffender Horoskope vorhergesagt: Ein klarer Widerspruch...

Eine Behauptung die überhaupt nicht stimmt. So wurden Neptun und Uranus nur sehr zögerlich in das astrologische Deutungssystem integriert. Es dauerte schon einige Jahrzehnte, bis weit in die 1980er Jahre hinein, bis man empirische Daten zu den Planeten sammeln und wiedergeben konnte.

2. Behauptung:

Wäre die Astrologie eine empirische Sache - gäbe es also irgendwelche natürliche Phänomene welcher Art auch immer - so müsste die Astrologie weltweit zu denselben Aussagen kommen. Das tut sie aber nicht. Die Unterschiede in den einzelnen Astrologielehren sind deutlich kultureller Natur. Die Lehren widersprechen sich zum Teil. Bei einem echten Naturphänomen dürfte es keine Widersprüche geben.

Zwar entwickelten im Laufe der Entstehungsgeschichte verschiedene Kulturen unterschiedliche Formen der Astrologie. Neben der abendländischen Astrologie haben vor allem die vedische Astrologie, die chinesische Astrologie und die indianische Astrologie große Verbreitung gefunden. Bei uns genießt allerdings die westliche oder abendländische Astrologie nach wie vor die größte Popularität obwohl deren Wurzeln nicht einmal in Europa liegen, sondern im Mittleren Osten. Ihre ältesten schriftlichen Zeugnisse finden sich in Mesopotamien, also im Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris im heutigen Irak. Dort begannen die Sumerer und die Babylonier systematisch die Sterne zu beobachten. Im Laufe des 1. Jahrtausends v. Chr. war man allmählich so weit, die Gesetzmäßigkeiten der Himmelsbewegungen zu erkennen und astronomische Konstellationen berechnen zu können. Ursprünglich dienten diese Analysen dazu, die für die Ernte so wichtigen Wetterveränderungen vorherzusagen, doch bald erkannten die Gelehrten, dass es auch einen Zusammenhang zwischen den Stellungen der Himmelkörper und dem Schicksal der Menschen gibt. So breitete sich das astrologische Wissen im Zeitalter des Hellenismus ins antike Griechenland aus, wo es weiter vertieft wurde. Der in Alexandrien lebende Claudius Ptolemäus war der bedeutendste Astrologe des Altertums und leistete wertvolle Beiträge zur Sternenkunde – damals machte man noch keinen Unterschied zwischen Astronomie und Astrologie. So viel zum Thema Widersprüche. Vielleicht zur Abwechslung mal zu den Widersprüchen in Physik und Naturwissenschaften, Wissenschaftsstudien, die einander widersprechen? Soll ich?

0

3. Behauptung

Wissenschaftliche Untersuchungen der Astrologie ergaben wieder und immer wieder, dass Astrologie nicht über Rateeffekte uns statistische Schwankungen hinaus kommt. Astrologen konnten Geburtshoroskope nicht zuordnen, Personen erkannten sich in Geburtshoroskopen anderer Personen genauso gut wieder.

Mir sind aus den vergangenen 10, 20 Jahren eine Vielzahl von Astrologen bekannt, die jederzeit bereit gewesen wären, sich für einen solchen Test persönlich zur Verfügung zu stellen. Aber negativ, die wollte man natürlich nicht haben und hat stattdessen, Computerhoroskope verwendet, mit dem Ergebnis, dass in der besagten Studie herausgefunden wurde, was auch herauszufinden war. Die Astrologie kann so nicht widerlegt werden, es bestätigt nur einmal mehr, dass in wissenschaftlichen Studien geschlampt und getrickst wird.

https://www.zeit.de/2017/25/medizin-studien-forschung-fehler-pharmaindustrie-john-ioannidis

4. Behauptung:

Dass wir uns oft in unseren Geburtshoroskoptexten wiedererkennen, liegt an der Art und Weise, wie diese formuliert sind: Der Mensch neigt dazu, vage oder ganz allgemeingültige Aussagen als zutreffend zu empfinden. (Barnum Effekt, kannst Du auf Wiki einmal nachschlagen)

Seriöse Berater kennen sich natürlich mit dem Barnum-Effekt aus. Für Computerhoroskope bietet sich der Barnum-Effekt geradezu an, da verschiedene Deutungskomponenten einfach aneinandergereiht werden, die sich teilweise widersprechen und dann kann sich jeder etwas aussuchen, das für ihn persönlich in irgendeiner Form zutreffen mag.

Schwieriger für die Haltbarkeit des Barnum-Effekt wird es, wenn der Astrologe seine Aussagen aus dem Horoskop präzisieren kann.

Dem Astrologen, bieten sich viele Möglichkeiten, seine Aussagen zu präzisieren.

Er kann eine Prognose einem Zeitfenster zuordnen, gültig von… bis….

Er hat auch die Möglichkeit, Konstellationen aus einer Vielzahl herauszulösen, um zu einer Aussage zu kommen. Dafür braucht es aber die Erfahrung und das Können und ich behaupte nicht, dass das jeder kann oder jedem gelingt. Man kann es aber, entgegen Ihrer Behauptung, bis zu einem gewissen Grad lernen.

5. Behauptung:

Nun gibt es aber auch Untersuchungen, die zeigen, dass Astrologen auch beim Geburtshoroskop nicht besser als Zufall abschneiden.

Geoffrey Dean, war dafür bekannt, andere an der Nase herumzuführen und es ist ihm, eine von vorneherein, anti-astrologische Grundhaltung vorzuwerfen. Die Studie etwa über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede astrologischer Zwillinge, ließ den Vergleich, zu einer neutralen Kontrollgruppe vermissen und daher war diese Studie auch nicht aussagekräftig, um Astrologie insgesamt zu widerlegen.

Diese Studie war letztlich auch nicht viel besser, als die vielen anderen zum Thema Sternzeichen, also nichtssagend.

6. Behauptung

Besonders dürfte Astrologen grämen, dass die statistische Analyse auch keine Hinweise dafür findet, dass Ehen ausschließlich bei bestimmten Sternzeichenkonstellationen eine Zukunft haben. Weil die Volkszählung alle Ehepaare egal welchen Alters erfasst, müssten sich zumindest unter den länger Verheirateten jene angeblich bevorzugten Kombinationen durchsetzen. Dies sollte sich wiederum auch in der Gesamtstatistik widerspiegeln - tut es aber nicht."

Gunter Sachs in allen Ehren, war aber selbst nie ein Astrologe gewesen.

Wer hat jemals seriös behaupten wollen, dass Sternzeichen etwas aussagen?

Wieder nur eine Trickserei, mit der man NIE und NIMMER zu einer vernünftigen Aussage kommen kann!

Und da sollen wir dann Ihnen noch glauben?

Da soll sich doch wer will in den Schwanz beißen!

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Wieder einmal eine gute ASTROLOGIELOGIK Antwort von Ute.

Von mir daher auch nur ein zusätzlicher Rat, der allerdings schwer umzusetzen ist.

Nimm Deiner Mutter den Wind aus den Segeln. Führe ein Gespräch mit ihr, bei dem Du wirkliches Interesse für ihren "Astrologiehokuspokus" zeigst.

Lass Die dabei einen Definitiven Rat geben welches Sternzeichen mit welchem Transzendeten (?) Schnickschnack zu Dir passt.

Vor allem: lass es Dir schriftlich geben.

Der nächste Freund/Freundin den/die Du Deiner Mutter vorstellst:

  • passt entweder zufällig genau genau in dieses Schema oder
  • wird halt passend gemacht indem Ihr bei den Geburtsdaten etwas schummelt.

Da dies ein "Langzeitexperiment" ist lass Dir Zeit mit der Auflösung bis Deine Mutter in ihre selbst gestellte Falle tappt.

In jedem Fall hast Du

  • entweder über einen längerem Zeitraum Deine Ruhe
  • oder du beweist ihr sehr kurzfristig in einem großem Krach ihr eigenes Hokuspokus und hast dann Deine Ruhe
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Vielen dank für deine wirklich ausführliche Antwort zu diesem Thema. Ich habe ein kleines Gespräch gehabt, und ihr gesagt ich werde es mit dem Mädel trotzdem versuchen. Sie war etwas Beleidigt, danach als ich es wissenschaftlich angehen wollte, hat sie blockiert und war etwas genervt und hat nachgegeben. Als sie mich wieder von ihren Sternzeichen überzeugen wollte, hatte ich es praktischer angelehnt. Ich glaub das war fies von mir. Ich habe ihre Partnerwahlen kritisiert. Gem. der Sternzeichen sollen die jeweiligen Horoskope perfekte Partner gewesen sein. Jedoch war mein Vati und die zwei anderen Freunde meiner Mom absolute Arschlöcher. Seid dem habe ich meine Ruhe und sogar Zustimmung bekommen.

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Hallo richboss..., auweia, da habt ihr beiden einen gehörigen Konflikt! Deine Mutter 'glaubt' daran, aber darum geht es nicht wirklich...!

Sie nutzt dieses Argument nur hilflos, um dir sachlich (für sie ist das 'sachlich' ) zu verstehen zu geben, dass sie dich nicht noch hergeben mag! Oder die Damen nicht erste Wahl oder was auch immer nicht sind. Sie hat auch panische Angst davor, dass du eine davon dann eines Tages schwängerst und damit dein Leben (für sie) oder was auch immer verlierst...!

Ich bin zum einen fest davon überzeugt, dass Ihre Befürchtungen wohl berechtigt sind (sie weiß natürlich sehr bitter, dass eine Frau eines Tages für dich 'wichtiger' sein wird als sie selbst, die dich unter ihrem Herzen trug und bis jetzt großzog...!) und zum anderen, dass sie dir einfach deine "Erwachsenheit" dafür vielleicht noch nicht abnimmt, "Ich muss doch noch auf meinen Kleinen aufpassen...!" Ich glaube ihr schon, dass das für Sie sogar ein ernsthafteres Drama ist als für dich jetzt!

Ich denke, dass du ihr schlicht damit am besten hilfst, wenn du ihre Ängste ernst nimmst! Und sie ihr damit etwas dämpfst, wenn du ihr glaubwürdig machen könntest, dass es noch nicht 'die Richtige' für dich dabei ist und du ganz sicher kein Kind der Unachtsamkeit in die Welt setzt. :- )

Zu den Sternzeichen...

Es war 1930 das englische Wochenblatt "sunday express", das (nur zur Verkaufsförderung!) seinen Lesern "Ihr persönliches Horoskop!" für jedes Tierkreiszeichen einzeln anbot. Die ersten Zeitungshoroskope der Welt!

Gleich dazu ein fachlicher Hinweis (hier in GuteFrage schon ein paarmal besprochen, geh mal zu "Sternzeichen" in die Suche): So etwas wie Sternzeichen-Horoskope gibt es gar nicht wirklich...! Es waren wie gesagt Zeitungsenten zum Vergnügen der ganzen Leserschaft!

Die Unterteilung in zwölf Grundtypen aller Menschen ist astrologisch undenkbar und auch vorher nie gemacht worden! Dieserart Vorstellung, "Ich bin Wassermann und was bist du?" gibt es erst seit diesem dammischen Zeitungs-Hokuspokus, astrologisch ist das jedenfalls nicht! Na ja, du wirst es schwer haben, deine Mutter davon zu überzeugen. Sie würde es nicht einmal mir glauben, sieht sie das doch real gedruckt, in allen Gazetten, von der Brigitte bis zur Bäckerblume...! ;- ))

Dir bleibt nur, auch deiner Mutter gegenüber (liebevoll und dankbar!) deine Erwachsenheit zu versichern und ihr gleichzeitig glaubwürdig deine Offenheit, ihr gegenüber, zu versichern...! Viel Erfolg dir dabei! (Ich weiß was davon, hab meine Liebste auch aus den Fängen ihres Vaters 'befreien' müssen! ;)

Und noch nebenbei... Du hast es jetzt bitte verstanden, ganz so Unrecht hat deine Mutter ja gar nicht! Vernünftige Astrologie und ernsthafte Horoskope gibt es seit Jahrtausenden, täglich bestätigt! Das wäre prinzipiell (die Korrektur machte eben "prima Zipfel" daraus... ;) schon ganz richtig. Nur sehr einfache Menschen nennen es "Aberglaube" (was nun auch wieder völlig falsch ist., denn mit Glauben und Religion hat die Astro nun gar nichts zu tun. Deine Mutter ist nur leider auf die altbekannten Sternzeichen hereingefallen, das kann jedem passieren, der es nun nicht besser weiß ...so wie du jetzt! ;- ))

Frauen gibts viele, meine Mutter nur einmal.

Diese Frau, gibt es nur 1 mal. Wie auch Deine Mutter.

Frauen gibt es viele, Mütter aber auch.

Es gibt mit Sicherheit einige Studien welche Belegen das der Hokus Pokus nur Astrologie ist, oder umgedreht. Aber aus Sicht deine Ma ist dies dann ein Gegenteiliger Glaube. Quasi Ketzerei.

Menschen die an so etwas glauben und seit Jahren vertreten, klammern sich letztendlich daran weil es ihnen halt in ihrem Leben gibt.

Ist eine Beziehung bei einer Stier-Frau und Wassermann-Mann unmöglich?

Stimmt das mit den Sternzeichen überhaupt???

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