Mutter Kind?

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5 Antworten

Wenn die Mutter für das Kind unterhaltspflichtig wird, zählt nur ihr Einkommen für die Berechnung der Unterhaltshöhe für das Kind.

Das Einkommen ihres Ehemannes spielt keine Rolle (denn er ist ja nicht unterhaltspflichtig für das Kind).

Wenn die Mutter selbst aber nur ein geringes Einkommen hat und davon nicht einmal den "Mindestunterhalt" für ihr Kind an dessen Vater zahlen kann, so könnte geprüft werden, ob ihr Ehemann ihr selbst ggf. zum Unterhalt verpflichtet wäre (im Rahmen des gegenseitigen "Familienunterhaltes" von Eheleuten). 

Diesen Unterhalt von ihrem Ehemann müsste sie dann verwenden, um davon Unterhalt für ihr Kind zu zahlen. (Der Ehemann würde dann also indirekt Unterhalt für das Kind leisten...)

Das Einkommen ihres Ehemannes kann aber nur durch gerichtliche Anordnung überprüft werden, nicht z.B. vom Vater des Kindes oder durch das Jugendamt...)

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Du Mutter zahlt also Unterhalt für das Kind an den Vater?
Wenn sich die finanziellen Verhältnisse der Mutter verbessern kann es natürlich sein das sie auch in der Lage ist mehr Unterhalt zu zahlen
Grundsätzlich ist es aber erstmal eine Einigungssache der Elternteile
Wo kein Kläger da kein Richter
Sollte es aber bereits einen Unterhaltstitel geben würde ich mich bei einem Anwalt über genaues Vorgehen und mögliche neue Unterhaltsansprüche erkundigen

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Wenn die Mutter zu wenig verdient um Unterhalt zahlen zu können, verändert sich durch die Hochzeit möglicherweise ja die finanzielle Lage der Mutter.

Der Ehemann ist ja seiner Frau zu Unterhalt verpflichtet sofern dieser entsprechend Einkommen erzielt.

Durch diesen Unterhalt ist die Mutter dann möglicherweise in der Lage ihrer Unterhaltspflicht gegenüber ihren Kindern nachzukommen.

Von daher: Der neue Ehemann ist zwar nicht den Kindern seiner neuen Ehefrau zu Unterhalt verpflichtet - wohl aber seiner Ehefrau, die dadurch über das notwendige Geld verfügt ihrer Unterhaltspflicht gegenüber ihren Kindern nachzukommen.

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Jain. Das Einkommen kann eine Rolle spielen, es wird aber nicht einfach das Einkommen zusammen gerechnet und es kommt auf die genaue Konstellation an.

Grundsätzlich ist direkt nur die Mutter zum Unterhalt verpflichtet. Wenn sie Vollzeit arbeitet zählt nur ihr Einkommen. Bei der Steuer ist von Klasse 3 oder 4 auszugehen. Und der Selbstbehalt reduziert sich, wenn sie mit einen leistungsfähigen Partner zusammenlebt.

Allerdings ist in der Rechtsprechung eine indirekte Unterhaltspflicht anerkannt. Das wäre z.B. dann relevant, wenn die Frau nicht Vollzeit arbeitet. Dann kommt es zur sogenannten Hausmansrechnung. Hierbei wird geprüft, in wieweit der Selbstbehalt durch den Familienunterhalt gesichert werden kann und der Kindesunterhalt durch eine Teilzeit Tätigkeit erwirtschaftet werden kann. Alternativ zur Nebentätigkeit kann auch ein Taschengeldanspruch gegen den Ehegatten zum Unterhalt eingesetz werden.

Mal ein Beispielurteil:

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&nr=37540&linked=pm





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Nur von der Mutter und vom leiblichen Vater. 

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Kommentar von Dave0000
16.08.2016, 11:20

Prinzipiell schon
Aber: Wenn die lebenshaltungskosten sinken (nurnoch halbe Miete ,verringerte Steuer und keine Ahnung was noch alles anders wird) dann hat der Unterhaltspflichtigen evtl ner zur Verfügung ,womit eine neuberechnung vorgenommen werden kann

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