Mutter hat mich psychisch krank gemacht.. HILFEE!

Support

Liebe/r Hannahfee,

dass Du einen Psychologen aufsuchen möchtest, ist eine sehr gute Idee, denn es ist wichtig, dass Du Hilfe bekommst und mit jemandem darüber sprechen kannst, der Dir auch konkrete Hilfe bieten kann.

Sprich vielleicht zusätzlich mit jemandem, dem Du vertraust, etwa einem guten Freund. Wenn es Dir einmal akut schlecht und Du anonym jemandem zum reden brauchst, kannst Du Dich auch an die Telefonseelsorge wenden: 0800/1110111 oder 0800/1110222 (gebührenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz)

Herzliche Grüsse

Jenny vom gutefrage.net-Support

14 Antworten

oh man, das ist echt hart. du kannst in 2 jahren ausziehen, aber deine schwester muss noch länger mit deiner mutter leben.....ich finde dein vater sollte auch was unternehmen! klar ich kann es verstehen, er flüchtet wahrscheinlich auch von zu hause in seine arbeit , aber das ist feige. er hat schließlich deine mutter geheiratet mit ihr 2 kinder gekriegt und jetzt kann er nicht einfach mit ansehen wie ihr verkümmert. vl sollte deine mutter zum psychater? weil nur wenn man die ursache für ein problem findet kann man es meiner meinung nach beheben.

DH, du schreibst genau, was auch ich denke. Noch eine kleine Ergänzung von mir. Sie betrifft deinen Vorschlag:

vl sollte deine mutter zum psychater?

Meine Ergänzung: Es gibt ja auch die so genannte "Familientherapie", die darauf zielt, die Beziehungen zwischen den Mitgliedern der Familie zu verbessern.

http://de.wikipedia.org/wiki/Familientherapie

Praktisch könnte solch eine Familientherapie so aussehen:

  • Hannafee (die Fragestellerin) lernt in der Familientherapie, ihr Leben selbstbewusster & selbstbestimmter als bisher zu führen, ohne sich mit Suizidgedanken quälen zu müssen.

  • Die Mutter lernt in der Familientherapie, ihrer Tochter größere und altersgerechtere Freiräume als bisher einzuräumen.

  • Der Vater lernt in der Familientherapie, dass er sich als Ehemann und Vater nicht einfach "aus allem raushalten" kann, um seine Ruhe zu haben und/oder seiner Arbeit nachzugehen.

  • Die kleine Schwester der Fragestellerin lernt in der Familientherapie, dass auch sie das Recht auf Freiräume hat - und Ansprechpartner/innen innerhalb und außerhalb der Familie, falls ihr diese Freiräume nicht zugestanden werden.

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Du könntest zum Beispiel das Jugendamt informieren wenn du es zu krass findest. Ich kann deine Situation von weiß ich wie vielen Kilometern nicht genau einschätzen. Du solltest dich mit einer deiner Freundinnen verabreden, dass sie nach der Schule mit zu deiner Mutter bzw mit zu dir nach hause kommen soll. Dann kann sie sich das schonmal angucken wie deine Mutter ist und unter anderen LEuten wird sie wahrscheinlich auch ganz anders reagieren als sonst. Dann setzt ihr euch zu dritt an einen Tisch und redet mal tacheles. Falls das nicht funktioniert könntest du wirklcih mal versuchen das Jugendamt einzuschalten. Du solltest jedenfalls darauf auferksam machen dass du mit deiner Mutter in dieser Hinsicht Probleme hast. Vielleicht wenn sie dich das nächste mal rauswirft, kannst du ja wirklich mal abhaun und rausgehen zu deinen Freundinnen oder so. (Da hast du doch deine Freizeit ;) )

Dass du dir einen Psychologen gesucht hast, ist doch schon mal ein guter Anfang. Deine Mutter braucht wahrscheinlich auch einen, aber diese Art von Gesprächen sind ja immer freiwillig. Du könntest in ein Jugendcenter in deiner Nähe gehen oder vielleicht in eine nahgelegene Kirchengemeinde und dort mit jemanden sprechen.

Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass du dir ein Netzwerk von Helfern aufbaust durch die du auch Kraft schöpfen kannst. Ich drücke dir die Daumen!

Es gibt übrigens ein interessantes Buch mit dem Titel: "Wenn Eltern zu sehr lieben", von Laurie Ashner und Mitch Meyerson. Vielleicht kannst du damit ja etwas anfangen.

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