Mutter bezieht Hartz 4 kann ich arbeiten gehen?

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4 Antworten

Was machst du denn derzeit ?

Du bekommst keine 334 € sondern nur 324 € Regelsatz für deinen Lebensunterhalt bzw. deine Mutter bekommt dieses für dich,abzüglich evtl.anrechenbaren Einkommen wie Kindergeld / Unterhalt.

Dazu kommt dann dein Kopfanteil der KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) und der beträgt dann 50 % bei zwei Personen,dass sind dann diese 291 €,demnach sollte eure Warmmiete dann bei 582 € liegen.

Dein Bedarf liegt dann bei 324 € Regelsatz + 291 € Kopfanteil der KDU = 615€.

Du kannst theoretisch verdienen was du willst,dass schlimmste was passieren kann ist,dass deine Mutter dann für dich nichts mehr bekommt und du deinen Bedarf dann selber zahlen musst.

Würdest du angenommen 450 € Brutto wie Netto verdienen,also ohne Abzüge,dann würdest du zunächst deine 100 € Grundfreibetrag haben und von den übersteigenden 350 € ( 100 € - 1000 € Brutto ) stünden dir 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % Freibetrag zu.

Diese Freibeträge würden dann addiert,theoretisch von deinem Nettoeinkommen abgezogen,ergeben dann dein anrechenbares Nettoeinkommen und wenn du dann mehr anrechenbares Nettoeinkommen bzw.Einkommen hättest würdest du aus der BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) deiner Mutter raus sein.

Sie würde dann also nichts mehr für dich bekommen und du musst ihr dann zumindest erst mal die 291 € für deinen Kopfanteil der KDU - geben,dazu dann noch 50 % für den Abschlag der für den Haushaltsstrom gezahlt werden muss.

Dann käme ggf. noch etwas für Telefon / Internet Benutzung und waschen deiner Wäsche dazu und Kostgeld für deine Verpflegung oder du machst das dann selber.

Es würden also bei angenommen 450 € insgesamt 170 € an Freibeträgen bleiben,die würden auf jeden Fall dir gehören und 280 € würde dein anrechenbares Nettoeinkommen sein und das würde dann zunächst von deinen 324 € Regelsatz abgezogen.

Deine Mutter würde dann für deinen Bedarf nur noch 44 € für den Regelsatz bekommen und dazu die 291 € für deinen Kopfanteil der KDU.

Wenn du dazu in der Lage bist, SOLLST du sogar arbeiten gehen. Sobald du dann mehr verdienst, als "dein Anteil" an der Hartz IV Leistung ausmacht, fällst du aus der Bedarfsgemeinschaft heraus.

Deine Mutter erhält also für deine Person nichts mehr. Dann musst du ihr diesen Teil direkt auszahlen.

melly1234567 05.05.2016, 14:30

Vielen Dank erstmal für die Rückmeldung ich habe gerade nachgeschaut es steht im Brief,  dass ich zur Sicherung meines Lebensunterhalts 334,00 bekomme und direkt darunter,  der Gesamtbedarf der Bedarfsgemeindchaft (291,00 und darin sind Miete und Heizkosten und alles weitere enthalten) im Gesamtbedarf steht unter meinem Namen 615 Euro muss ivh dann 615 Euro arbeiten,  und dann alles meiner Mutter geben für die Miete damit ich aus der Bedarfsgemeindchaft rausfalle?  

Danke 

Mfg 

Melly

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DerHans 05.05.2016, 14:37
@melly1234567

Ja. Du persönlich erhältst also vom Staat diesen Betrag. Wenn du durch Arbeit davon einen Teil der Allgemeinheit ersparst, ist das vollkommen korrekt und auch so gewollt.

Es ist allgemein so üblich, dass erwachsene Menschen für ihren Lebensunterhalt arbeiten

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melly1234567 05.05.2016, 15:48
@DerHans

Ich sage ja nicht dass dies nicht üblich ist aber ich verstehe nicht warum dass so ist wo ist denn jetzt meine Motivation zu arbeiten wenn ich dafür keinen Cent bekomme?  Bzw alles abgeben muss 

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DerHans 05.05.2016, 17:32
@melly1234567

Wieso bekommst du keinen Cent?. Du wirst, wie jeder andere auch, für deine Arbeit bezahlt.

Du kannst dich natürlich auch für ein Leben als Hartz IV Empfänger entscheiden. Dann suchst du dir am besten auch einen Wohnort unter einer Brücke.

Dann bist du frei und unabhängig und niemand zieht dir Geld ab.

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Dein Gehalt wird auf jeden Fall mit beim Hartz IV angerechnet, da du und deine Mutter eine Bedarfsgemeinschaft bildet.

Ich glaube, der Freibetrag beträgt 100 €, alles was darüber hinaus geht, wird angerechnet. Keine Ahnung, ob in voller Höhe.

Das Trinkgeld musst du ja nicht unbedingt angeben. Gibt es normalerweise bar auf die Kralle und da kann das Amt nicht wissen, wie viel es ist.

Dazu berät Dich normalerweise die Arbeitsagentur. Ob Du für den Familienunterhalt mit verantwortlich bist, können Dir die Leute genauer sagen. Meist ist es jedoch so, dass es eine sog. Bedarfsgemeinschaft gibt. Dazu gehören normal alle Familienmitglieder. Als Faustregel gilt: Je mehr die Bedarfsgemeinschaft selbst verdient, desto weniger Unterstützung gibt es vom Staat.

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