Mutter arbeitet über den Namen des Kindes - Steuerhinterziehung?

6 Antworten

Dass es nicht legal ist, hast du erkannt. Ob der Vertrag nichtig ist, wage ich zu bezweifeln. Eine Minderjährige darf mW auch einen Arbeitsvertrag als Minijob nur mit Zustimmung des Sorgeberechtigten abschließen. Die Sorge obliegt der Mutter oder gibt es einen anderweitig gerichtlich bestellten Betreuer? Dann wäre dieser dein Ansprechpartner.

Du solltest dich nicht fragen, wie du die Freundin hier rausbringst, sondern in was du die Freundin evtl reinbringst.

Dafür müsste dich aber der Beweggrund interessieren. Steuerlich, Bedarfsgemeinschaft, Rentenanwartschaft für Tochter.......

Aktuell hat das größte Problem die Arbeitgeberin. Sie bezahlt jemand für nicht erbrachte Leistung und beschäftigt einen Schwarzarbeiter. Die Mutter trägt das Risiko, im Fall eines Arbeitsunfall ist sie nicht versichert. Die Freundin erwirtschaftet einen Anspruch für welchen sie keine Leistung erbracht hat.

Was du machst, bleibt deine Entscheidung. Welche Konsequenzen eine Anzeige oder eine Betriebsprüfung für jeden einzelnen hätte, kann ich nicht beurteilen.

Ich denke eben doch, dass der Vertrag nichtig ist, weil laut §138 Abs.2 BGB ihre Unerfahrenheit ausgenutzt wurde und sie zu dem noch erpresst wurde, zu unterschreiben. Damit liegt ein Verstoß gegen die Sittenwidrigkeit vor, welcher eine übereinstimmende Willenserklärung zunichte macht. Oder sehe ich das falsch`?

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@TheIcedRose

Das kann ich nicht beurteilen, dafür müsste die Tochter einen Anwalt aufsuchen. Evtl muss Tochter die Mutter anzeigen.

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In erster Linie ist es Urkundenfälschung. Man darf sich bei sowas nicht mit falschem Namen melden. Außerdem müssen die Behörden über eine Stelle informiert werden. Krankenkasse, Rentenversicherung und co. Müssen über die Art der Beschäftigung informiert werden.

wenn die Arbeitgeberin da mit macht, ist es Beihilfe zur Urkundenfälschung. Steuerhinterziehung würde dann irgendwo an zweiter oder dritter Stelle treten.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Wie soll ich weiter vorgehen? Was kann ich tun um meine Freundin da rauszuholen? Sie wusste nicht was sie da tut und ist nur beschränkt geschäftsfähig... meines erachtens nach ist, was immer sie da unterschrieben hat, sittenwidrig gemäß §138 Abs.2 BGB und somit NICHTIG

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@TheIcedRose

Nun, die Frage ist, warum die Leute das überhaupt machen; ist es denn aus einer Not heraus? Ist es aus reiner Gier/Ausbeute? Nutzt diese Aktion deiner Freundin?

und wieso ist sie denn nur eingeschränkt geschäftsfähig? Ist sie geistig behindert?

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@JohnnyMnemonic

Sie ist erst 17, wird im Dezember 18. Daher ist sie noch nicht voll geschftsfähig. Nein, meine Freundin hat keinen Nutzen daraus, ich weiss die Beweggründe nicht, ich gehe aber stark davon aus, dass ihre Eltern einfach mehr Geld nicht versteuern wollen, weil beide über alle Maßen hinaus gierig sind. Das Geld geht auf das Konto meiner Freundin, wird von dort dann von der Mutter verfügt.

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Erst einmal ist es doch toll, dass die Mutter überhaupt arbeiten geht.
Und um alles Andere kümmert sich der Zoll. Denen solltest Du Bescheid sagen, wenn die Tochter bzw. Mutter mal wieder arbeiten ist.

Was wären die Konsequenzen? Wie genau ist dieser Sachverhalt denn rechtlich zu beurteilen? Auf jeden Fall ist es doch anfechtbar, was immer sie dort unterschrieben hat, da sie erst 17, somit nicht voll geschäftsfähig ist...

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@TheIcedRose

Die Konsequenzen kenne ich nicht.
Aber an Stelle der Tochter würde ich der Arbeitgeberin die Kündigung schicken, das Ganze dokumentieren und selbst einen Minijob annehmen.
Ich glaube aber nicht, dass das anfechtbar ist. Denn die Mutter wird dem ja sicherlich zugestimmt haben, falls erforderlich.

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