Mutter akzeptiert meinen Todeswunsch nicht - bitte um Rat?

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Support

Liebe/r Alina31o,

Deine Situation klingt besorgniserregend.

Sprich bitte mit einem Menschen darüber, dem Du vertraust. Das kann ein guter Freund, ein Verwandter oder auch eine Vertrauensperson aus der Schule sein.

Du kannst Dich zudem jederzeit an die Telefonseelsorge wenden. Dort ist rund um die Uhr jemand erreichbar und Du hast die Möglichkeit, ein anonymes und vertrauliches Gespräch zu führen. Telefon: 0800/1110111 oder 0800/1110222 (gebührenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz).

Oder schau mal hier: http://www.nummergegenkummer.de

Herzliche Grüße

Leif vom gutefrage-Support

37 Antworten

Ich bin 67, also ungefähr im Alter deiner Mutter, und ich habe einen Sohn, der mit 33 einen schweren Schlaganfall hatte, und seitdem körperlich und geistig stark eingeschränkt ist. Er kann aber noch alleine, mit Betreuung durch einen Pflegedienst, leben.

Er hat mit mir zwar noch nie über das Thema Suizid gesprochen, aber ich denke, dass er schon darüber nachgedacht hat. Für eine Mutter ist es immer schrecklich, ein Kind zu verlieren, und ein Suizid ist ganz besonders schlimm. Man gibt ja die Hoffnung nie auf.

Auf der anderen Seite muss ich mich fragen, was würde ich an seiner Stelle machen? Möchte ich nicht mein Leben in Würde beenden, solange ich noch dazu in der Lage bin? Oder riskiere ich es, eines Tages wie ein hilfloser Säugling mit Windeln im Bett zu liegen, zusammengekrümmt wie ein Embryo, ohne Sprache und ohne Verstand?

Falls jetzt hier jemand sagt, so schlimm wird es schon nicht werden - ich habe genau das bei meiner Schwiegermutter und meiner Mutter erlebt. Die waren natürlich schon älter, aber ich pflege seit 14 Jahren meinen Mann (74)  nach einem Schlaganfall. Er ist jetzt seit 1 Jahr bettlägerig, und es ist absehbar,  dass er den oben geschilderten Zustand in nicht allzu ferner Zukunft erreicht. 

Meine Mutter hat, als sie noch sprechen konnte, mich mehrmals darum gebeten, ich möchte ihr doch was geben,  damit sie endlich sterben kann. Ich habe dann immer gesagt das geht nicht, weil ich dann ins Zuchthaus komme, und das wollte sie dann auch nicht. Trotzdem hat es mich sehr belastet, dass ich ihr den Wunsch nicht erfüllen konnte.

Vor ein paar Tagen hat mein Mann sich das erste Mal in dieser Richtung geäußert. Es war nur eine Andeutung, aber er wird sich mit diesem Gedanken weiter beschäftigen, aber ich muss auch ihm diese Hilfe verweigern. 

 Du hast sehr lange über diese Entscheidung nachgedacht, und du fällst sie nicht leichtfertig aus einer Laune heraus, wie so manche pubertierenden Teenager hier, die meinen, es gehe Ihnen so schlecht, dass sie nicht mehr leben wollen.

Auch wenn es deiner Mutter unmöglich vorkommt,  ich finde, sie sollte deine Entscheidung respektieren. Was würde sie denn wollen, wenn sie an deiner Stelle wäre? Möchte sie selbst zum Pflegefall werden? Möchte sie, dass du so leiden musst? 

Natürlich wird deine Mutter einwenden, dass sie dich dann pflegen wird. Aber in ihrem Alter hält man das nicht lange durch. Dann bleibt nur noch das Pflegeheim für euch beide.

Ich wünsche dir, dass du die Kraft und den Mut hast, die für dich richtige Entscheidung zu treffen.

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Kommentar von Alina31o
21.04.2017, 01:18

Danke für deine ehrlichen Worte. Deine Antwort hat mir sehr geholfen, und es tut mir auch leid, dass du auch so ein schweres Schicksal mit deinem Sohn und deinem Mann hast. :-(

7
Kommentar von ClassicTomcat
21.04.2017, 05:19

Mein Beileid. Es ist ein sehr schöner Text einer starken Frau Sie haben mich soeben zu meinen Tränen gerührt :'( alles alles gute:)

11
Kommentar von eostre
21.04.2017, 11:32

Dein Text ist unglaublich berührend! 

Treffender hätte man es nicht ausdrücken können. 

Mein allerhöchster Respekt für das, was du seit Jahren leistest! 

7
Kommentar von Dackodil
21.04.2017, 15:29

Hallo mariontheresa,

nur eine Anmerkung zu deinen Überlegungen.

Du landest mitnichten im Zuchthaus, wenn du deinen Angehörigen "hilfst".
Du darfst natürlich nicht aktiv eingreifen. Wenn du aber etwas bereitstellst, daß derjenige noch selbst verantwortlich und aus eigenem Willen, z.B. durch einen Strohhalm trinken kann, passiert dir nichts.

Aber selbst wenn mein liebster Mensch das nicht mehr kann, habe ich für mich beschlossen, daß ich im Fall des Falles für einen geliebten Menschen auch in den Knast gehe.
In dem Alter und bei dieser Art von "Verbrechen" wird es nicht allzu lange sein.

5
Kommentar von Negreira
22.04.2017, 22:00

@ mariontheresa: Auch von mir meine Hochachtung für diesen Beitrag.

Wenn man wie ich beruflich häufiger mit einer solchen Situation konfrontiert wird, ist es schon schlimm. Viel mehr macht es einen jedoch fertig, wenn man einen geliebten Menschen verliert oder ihn gehen lassen muss. 2003 hatte ich so etwas: Meine beste Freundin starb an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Auf ihre Bitte hin habe ich sie gepflegt, bis sie die Augen schloß. Dies war in Holland, wo es die Sterbehilfe gibt.

Im gleichen Jahr starb mein Mann, der schwer herzkrank war und ebenfalls von mir gepflegt wurde,  4 Wochen später meine andere Freundin an Lungenkrebs, da habe ich, als Inhaberin einer Patientenverfügung die Beatmunsgeräte abstellen lassen, was mir heute noch zu schaffen macht.

Ich weiss, dass ich alles so gemacht habe, wie die 3 es sich gewünscht haben. Trotzdem bin ich daran fast zugrunde gegangen. Ich bin schwer krank geworden, und da es keine organischen Ursachen dafür gibt, schiebe ich das hauptsächlich auf die psychischen Hintergründe.

Ich stimme mit Dir vollkommen überein, dass JEDER sein Ende für sich selbst bestimmen sollte. Vor einigen Tagen habe ich noch mit meiner Familie darüber gespriochen, denn bei mir stehen mal wieder OP-Krankenhausaufenthalte an, die ich nicht umgehen kann. Für den Fall, dass wirklich über Leben und Tod entschieden werden muss, wissen alle, dass ich nicht dahinvegetieren möchte und keine lebensverlängernden Maßnahmen will. Ich denke, dass niemand leiden will, wenn es keine Heilung gibt. Da muss man für sich entscheiden, ob ein Leben mit Leid und Schmerz lebenswert ist.

Meine Familie wird das respektieren, lkeicht wird es sicher nicht. Aber auch für mich als Patienten ist es beruhigend, zu wissen, dass mein letzter Wunsch respektiert wird. Ich wünsche Dir viel Kraft für die Zukunft und danke für Deine Worte.

7
Kommentar von laetta123
27.04.2017, 10:49

Ich bin sehr gerührt von dieser tollen Antwort. Was viele nicht begreifen ist, dass Liebe (auch Mutterliebe) nicht egoistisch sein darf. Natürlich ist es unglaublich schwer einen geliebten Menschen zu verlieren. Aber es ist egoistisch genau aus diesem Grund einen Menschen, dessen Leben für ihn selbst nicht mehr lebenswert ist, am Leben erhalten zu wollen. Zum Leben gehört auch Loslassen können. Ich arbeite im med. Bereich und sehe täglich Menschen mit z.T. schweren Erkrankungen, manche kommen auch palliativ zu uns. Oft kann man die Situation der Betroffenen verbessern, manchmal geht das leider auch nicht und dann geht es nur noch darum wie die Angehörigen betreut und aufgefangen werden können und was das Beste für den Patienten ist (ohne Schmerzen und Ängste z.B.). Der Patient steht allerdings klar im Vordergrund!

Und die Entscheidung das Leben loszulassen ist für den Betroffenen meist genauso schwer wie für die Angehörigen.

Ich habe auch Kinder und es zerreist mir das Herz, wenn ich daran denke, dass sie sterben, oder einen Wunsch in diese Richtung äußern könnten...Aber wenn ich sie mir in so einer Lage  wie einige unserer Patienten vorstelle, dann weiß ich nicht was schlimmer ist: Das Festhalten oder das Loslassen......

Ich wünsche Dir mariontheresa weiterhin viel Kraft und alles Gute!

3

Ich kann sowohl dich als auch deine mutter verstehen..

Meine persönliche Meinung ist eigentlich die deines Bruders. 

Ich würde solange es Hoffnung gibt und es nicht zu schmerzvoll ist versuchen weiterzuleben. Genieße jeden Tag und verbring noch ne schöne Zeit mit deiner Mutter.

Wenn dann wirklich der Tag kommt wo du dir absolut sicher bist (vielleicht war der auch schon...) ist es deine Entscheidung.

Wenn du dich entscheidest würde ich es aber per Sterbehilfe im Ausland machen. Es gibt z.b. Einen Verein, dort zählt man monatlich einen kleinen Beitrag und die übernehmen dann die Kosten (in der Schweiz 10000€...). Ich bin mir nicht sicher aber da muss man glaube dann ein Jahr Mitglied gewesen sein. Aber es wäre sicherlich ein sehr würdevoller abschiebt ohne Schmerzen und in einem menschlichen Rahmen.

Aber vielleicht schaffst du es auch und es gibt irgendwann ein neues Medikament.

Wie auch immer ich wünsche dir viel Kraft und das du jeden einzelnen Tag noch schön verbringst!

Es ist deine Entscheidung und sie ist menschlich. Du bist ein freier Mensch.

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Alina: Es ist eine schlimme Situation, die ich durchaus nachvollziehen und verstehen kann. In jedem Fall solltest Du eine Patientenverfügung hieb-und stichfest machen, und so hinterlegen, dass sie auch bei den richtiigen Leuten ankommt.

Ich wünsche Dir alles Gute, auch wenn die Aussichten augenblicklich nicht rosig sind.

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Natürlich ist das ein sensibles Thema. Ich plädiere ja immer dafür,
dass das jeder selber entscheiden darf, weil ich das für mich auch mal
in Anspruch nehmen möchte/muss/werde.

Nun stellt sich aber eine
weitere Frage, nämlich die nach deiner Mutter. Wir kennen weder deine
Mutter, noch wie ihre Verfassung wohl währe wenn ... auch im Hinblick
auf ihr Alter und weil du keinen Vater erwähnst, der hier zur Seite
stehen könnte.

Man muss doch hier etwas tiefer in sich gehen
und abwägen, ob man sich selber ein evtl. sehr langes Leiden antut in
dem man für nahe stehende Menschen "durchhält", oder ob man eben diesen
nahen stehenden Personen Leid zufügt um selber keine Schmerzen mehr
erleiden zu müssen.

Von Egoissmus ist oft die Rede. Aber ließe
sich dieser Spieß nicht einfach umdrehen und mit Fingern auf die zeigen,
die einen nicht gehen lassen wollen?

Es ist wirklich schwer ...
vielleicht schwerer, als alle Krankheiten zusammen. Ich denke, du musst
mit deiner Mutter darüber reden. Du darfst dich nicht vertrösten oder
abwiegeln lassen! Du musst das für dich und für deine Mutter klären,
zusammen und entgültig! Wenn das wirklich nicht geht, bleibt dir nur die
Möglichkeit, es für deine Mutter zu entscheiden, und dann muss sie
wissen, dass du möglicherweise in deinem Sinne für euch beide
entscheidest!

Bert ...

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Würdest Du Deine Krankheiten beschreiben wollen? Sind dies seelische und körperliche starke Beeinträchtigungen? Hast Du nach einer Möglichkeit gesucht,ggf.im Ausland Behandlungsmöglichkeiten wahrzunehmen? Wenn es sich dabei um unheilbare,schwere Krankheiten handeln würde,Du nur noch leidest und an Heilung weder glaubst,noch diese möglich sind,ist es Dein Leben.Des Menschen Willen ist sein Himmelreich.Ich würde da dann keine Diskussion drüber führen.Ansonsten könnte das noch eine Zwangseinweisung für Dich bedeuten.() Ich verstehe Dich,das Du das mit Deiner Familie besprichst.Für einen Austausch würde ich aber andere Menschen,eine Organisation,ein Forum wählen.

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Ich kann Euch alle drei verstehen. Für Deine Mutter bricht eine Welt zusammen. Du sagst ja selber, Ihr versteht Euch gut. Sie kann noch nicht damit leben.

Dein Bruder ist gefestigter und versteht Dich. Vorbildlich.

Deine Mutter braucht noch Zeit. Wenn Du es jetzt umsetzt ist es wohl ein Fehler. Du kommst recht gefestigt rüber und alles muß eh noch organisiert werden. Kein Wunsch, den man über Nacht durchführen kann.

Ich kann Deine Entscheidung verstehen, würde jemand suchen, der mit Deiner Mutter ganz einfühlsam redet. Sie müßte quasi durch Fachleute, denen sie vertraut vorbereitet werden. Ein Hausarzt, noch besser ein Psychologe. Letztendlich ist es Deine Entscheidung und ich kann einfach nicht sagen: mach es. Sie ist auch wichtig. Für eine Mutter ist es der Horror die eigene Tochter zu verlieren.

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Es ist wohl Zeit, dass du dich von deiner Mutter trennst, wenn sie bei einem so wichtigen Thema das Gespräch abblockt. 

Kannst du alleine leben? Oder wäre ein Pflegeheim eine Option?

Ich meine, man muss es auch einmal realistisch sehen: Unbegrenzt lange kannst du nicht mehr bei deiner Mutter leben.

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Puhh, ich muss ganz ehrlich sagen das Leben ist auch nur ein
Sandkorn in der Wüste viele Menschen rechtfertigen das Leben mit der Leistung
in der Gesellschaft jedoch ist dies in meiner Sicht auch nicht relevant. Kann
dein Selbstmord Wunsch unter der Annahme von der Verringerung der
Lebensqualität gut verstehen (weiß jetzt nicht wie schlimm das ist). Jedoch
würde ich nochmal richtig auf die "" hauen und möglichst viele spannende
Sachen machen die man so normal halt nicht macht =)). Kann dir im DW einige
Seiten empfehlen die sich Intensiv mit dem Thema beschäftigen.

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Welche Krankheiten hast du wenn ich das fragen darf?
Verständlich ist es allemal. Das Leben wäre ja so schön wenn da nicht diese gesundheitlichen Gebrechen wären. Für deine Mutter würde es trotz allem ein harter Schlag werden, ein Kind dem man einst das Leben geschenkt hat zu verlieren, aus welchem Grund auch immer, ist unglaublich schlimm. Und natürlich möchte sie dass du weiterlebst, dass es eines Tages etwas gibt was dir helfen kann, eine Behandlung/Medikamente, womit deine Lebensqualität steigt, und du noch einige schöne Jahrzehnte vor dir hast. Das wünsche ich dir zumindest auch!

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Nun, es ist natürlich schwer etwas dazu zu sagen, wenn man gar nicht weiß, was für chronische Krankheiten du hast - aber ich kann dir von einer Doku berichten.

Bei dieser Doku wurde eine Frau vorgestellt, die schon seit vielen vielen Jahren über 200 Kilo gewogen hat und eine lange lange lange Liste an Krankheiten hatte. Sie hatte immense Schmerzen und jede Bewegung tat sehr weh.

Eines Tages lernte diese Frau eine Frau kennen, mit der sie sich befreundete und zufällig war diese Frau eine Gärtnerin, die sich sehr sehr gut mit Wildpflanzen auskannte. Ein Jahr später wurde diese 200 Kilo Frau wieder gezeigt. Sie war extrem schlank, hatte keinerlei Schmerzen mehr und sah einfach nur gesund aus. Sie konnte alles wieder machen, was seit Jahren nicht möglich war.

Nun eine mögliche Antwort - wir Menschen müssen lebende Pflanzen essen - vor allem Wildpflanzen oder sehr frische Sprossen sind unsere Hauptnahrungsmittel. Auch Gorillas fressen zu 98 Prozent Jungpflanzen und gehören zu den stärksten Tieren überhaupt.

Immer wenn wir etwas totes Essen, senkt sich unser Biophotonspiegel und damit unser Immunsystem, wir altern schneller und können viele Krankheiten bekommen, unsere Lebensenergie sinkt. Essen wir aber natürlich - ich nehme an, dass viele Indianer früher 150 verschiedene Pflanzen am Tag gegessen haben - können wir vieles wieder ins rechte Lot bringen.

Ein zweiter Faktor ist Sonnenlicht. Es gab schon einen Nobelpreisträger für Physik, der vom Sonnensäuger gesprochen hat - so bezeichnete er den Menschen. Auch hier gibt es interessante Geschichten. So soll es schon Reiche Menschen gegeben haben, die eine Krebsnachricht bekommen haben sollen und nur noch wenige Wochen zum Leben hatten. Also sollen einige dieser Reichen alles was sie besaßen verkauft und verschenkt haben und sollen nach Afrika gegangen sein. Sie wollten an ihren letzten Tagen noch einmal etwas Gutes tun und sollen angeblich dort beim Brunnenbauen geholfen haben. Doch nach einigen Wochen wurde festgestellt, dass sie keinen Krebs mehr hatten oder dieser unbedeutend geworden war. Man nimmt an, dass die Sonne hierbei ein wichtiger Faktor sein könnte.

Die Sonne macht einen, wenn man jeden Tag in die pralle Sonne geht, glücklich. Ohne genug Sonnenlicht kann man nicht mal Glückshormone bilden, so heißt es.

Auch ein wesentlicher Faktor ist, dass wir uns, wenn wir krank sind, nur mit Menschen abgeben sollen, die positiv zu uns sind. Es gab sogar eine Nobelpreisträgerin für Medizin, die Gäste nicht herein lies, wenn jene traurig oder wütend waren. Sie war eine äußerst erfolgreiche Medizinerin.

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Kommentar von vanillakisss
27.04.2017, 22:36

Ach ja.... Diese Leier kenne ich. Wenn es nur so einfach wäre, das ist es aber nicht.

Mir wollte man auch klar machen, dass Menschen nur durch Rohkost von Rheuma geheilt würden.

Ich solle meine Medikamente Absetzten und nur noch Rohkost essen. Weißt du was dann passieren würde? Ich hätte den fettesten Schub ever und der geht mit Gelenkschäden einher, die bekomme ich dann nicht mit Rohkost weg...

Also bleibe ich bei meinen Medikamenten und habe dadurch ein normales Leben.

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Warum möchtest Du vorher mit Deiner Mutter darüber diskutieren? Möchtest Du sie weinen sehen, denn wenn Du erstmal eine Leiche bist, dann bekommst Du die Trauer ja nicht mit. Was hast Du denn für schlimme chronische Krankheiten, die Dich seit Deiner Kindheit begleiten? Der Leif hat es schon richtig erkannt und rufe mal bei der Kindern-wird-geholfen-Nr. an. Was bitte soll das? Möchtest Du hier Zuspruch haben und vielleicht leidest Du nur an einer chronischen Mandelentzündung?

Du möchtest Deinem Leben kein Ende setzen und Du brauchst sicherlich nicht die Absolution Deiner Mutter oder von sonst wem, denn dann quatscht man nicht und diskutiert nicht, dann nimmt man ein Messer oder springt oder wartet auf den nächsten Zug.

Was möchtest Du denn wirklich? Soll sich Deine Mama intensiver um Dich kümmern? Trägt sie Dir den Hintern nicht ordentlich genug hinterher? Wie krank muss man denn sein, wenn man seiner Mutter, die so lange Zeit mit einem zusammenlebt, dann noch so einen Müll erzählt und ihr so einen Kummer bereitet.

Was macht denn Deine Lebensqualität so aus? Du konntest noch zu zig Ärzten, die allesamt die Schultern gezuckt haben - ach nee! Kannst Du nicht mehr ins Kino oder brauchst Du Windeln? Hast Du Schmerzen oder fehlt Dir der Atem?

Wie sind denn so Deine Vorstellungen von einem schönen Ableben? Ein Jugendfreund von mir ist mit einem Walkman auf den Bahngleisen spazieren gegangen und zack, doch er wird nicht mehr so hübsch ausgesehen haben und dem Lokomotivführer wird eine Traumabehandlung sicher gewesen sein. Dann kenne ich noch einen der fuhr über eine Autobahnbrücke, hatte vorher niemals einen Selbstmordgedanken, doch dann überkamen die ihn. Er hielt an und sprang und ja, eine sehr starke Windböe erfasste ihn und er landete auf einer Kuh, die den Aufprall abmilderte, es selber nicht überlebte und er schon. Nun ist er wieder lebensfroh, doch stark körperbehindert und bezieht Rente. Ein Onkel von mir hat sich mitten im Wald aufgehangen, man konnte ihn nur noch abschneiden und einer aus meiner Grundschule hat dafür den Heizungskeller gewählt. Man erzählt sich, dass Tabletten auch nicht so toll sein sollen, denn man wacht so kurz vor dem Exitus wieder auf und dann wummert das Herz und man kotzt und vielleicht erstickt man auch am Erbrochenen. Dann wären da noch die Pulsadern, doch so tief zu tut schon so richtig weh, doch man kann sich ja vorher noch geeignete lokale Betäubungsmittel besorgen. Vielleicht sollte man vorher das gnadenlose Schneiden an einem rohen Schnitzel probieren? Wenn dann das Blut so langsam weniger wird, dann wird man erst müde, doch dann versucht das Herz zu pumpen und es pumpt und pumpt und es ist kaum noch was da und durch das Blut wird ja auch der Körper mit Sauerstoff versorgt und irgendwie erstickt man dann langsam und das Herzchen fühlt sich schlimm an.

Gift, was wirklich tödlich wirkt macht auch so richtig Aua und Du wirst Höllenqualen erleiden. Aber nun gut, was möchtest Du von Deiner Mama denn so genau? Soll sie Dir Tipps geben oder gar zur Hand gehen und dabei sein, wenn Du Dich windest?

Man kann sich natürlich auch selber erschießen, doch wo muss dann das Gehirn abgekratzt werden, eine Plastikfolie soll da nett sein, damit andere Menschen nicht traumatisiert werden, wenn sie die Hirnmasse von der Tapete kratzen müssen.

Sterbebegleitung gibt es nicht für Selbstmordgefährdete, die sind für Menschen da, die aufgrund ihrer Krankheiten sterben werden.

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Kommentar von vanillakisss
27.04.2017, 22:40

Ach du Scheixxe, du bist ja echt schlimmer als ich und das will was heißen!

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Niemand Außenstehender kann die Situation bewerten – Du brauchst einfach Menschen, die Dich persönlich kennen und Dir Rat und Hilfe geben können. 

Dass Deine Mutter sich damit nicht anfreunden kann, ist verständlich – das Leben des eigenen Kindes steht für Eltern einfach über allem. Ich würde genauso empfinden.

Falls Du gläubig bist, wünsche ich Dir Gottes Segen bei Deiner Entscheidung  und Deinem weiteren Weg.

Falls nicht, wünsche ich Dir dasselbe ;-)

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Die Frage ist ja, wirst Du im Leben nicht noch mal Tage haben, wo Du das Leben lieben wirst, schöne Momente, lustige Momente. Gerade bei so einen Wetter wie jetzt, schlägt es vielen auf die Psyche, auch mir! Ich rege mich über Fehler auf, die ich machte, ich kaue alte Sachen wieder durch, und alles erscheint mir nur noch negativ und hoffnungslos, aber ich weiß auch, das es wieder andere Tage geben wird, und ich da nun einfach durch muss.

Ich würde behaupten, Du musst da im Moment auch durch!

Denke immer daran, was immer Du auch hast! Gibt Leute, die haben es noch schlimmer, die wollen leben, können es aber nicht, und werden bald sterben, an Krebs oder sonst was. Geh da einfach gegen an! (Ich mach mich weg).


Das Ziel muss sein, die Rente zu erreichen, und Dein Geld wieder aus der Rentenkasse zu holen, so viel wie möglich! WIe macht man das, man versucht lange zu leben! Das ganze Leben ist Kampf, sagte mein Onkel immer! Da ist was wahres dran! Man merkt es nicht täglich aber, es ist eigentlich Tag für Tag so. Also kämpfe!

Lese doch mal Bücher wie "Ich fange jeden Tag neu an", oder "Postives denken", Imagnitation und Phantasie sind auch der Schlüssel. Mir scheint, es könnte da bei Dir auch dran liegen.

Macht Dir Dein Leben glücklich! Du bist der Meister deines Lebens.

Deine Mutter braucht Dich doch auch? Du denkst nicht nur an Dich?

Der fügst Du viel Schmerz zu, wenn Du solche Sachen nur ansprichst, wahrscheinlich! Die ist alt, und eine Mutter will nur eines, wenn Sie geht, das Ihre Kinder gut versorgt sind auf Erden.

Das mit diesen Suizid, das ist nicht gut! Gott nimmt leben, Du selber eigentlich nicht. Wenn man es religiös betrachten würde, bin da auch zwiespältig. Aber weisst Du das, was nach dem Tod mit Dir passiert? wandelt Deine Seele solange hier herum, unsichtbar, bis Du wirklich sterben würdest? Keine Ahnung, aber man weiß es nicht.

Das ist auch wenig ein kapitulieren vor den Problemen. Mir geht es im Moment auch psychisch beschi...aber über sowas, denke ich nicht nach, das steht nicht zur Diskussion. Denke mehr über postive Sachen nach, lasse nicht soviel negatives an Dir ran. Den Fehler mache ich leider immer.

Bringt Dich nicht um, und schenke den Staat soviel Geld!;(

31 Jahre ist zu früh!!!

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Dein Wunsch ist deine eigene Entscheidung.

Selbst, wenn ich jetzt gesteinigt werde, das Leben einfach aufzugeben ist nicht gut. Mag sein, dass du wirklich des Lebens überdrüssig bist wegen deiner Erkrankungen. Das kann hier niemand beurteilen.

Doch gibt es ebenso viele menschen, die gerne weiterleben wollen, weil ihnen das Leben wertvoll ist.

Ich persönlich kenne einige Menschen, die auch schwer krank sind und trotzdem leben wollen. Einer sitzt im Rollstuhl, von Geburt an, ist schwerstbehindert, ist u.a. Spastiker. Aber er liebt sei Leben und ist ein fröhlicher Mensch.

Ein anderer, er ist jetzt Anfang 60, sitzt seit dem 17.Lebensjahr im Rollstuhl, durch einen schweren Autounfall. Er liebt sein Leben und macht alles, was gesunde Menschen auch tun. 

Es gibt so viele Möglichkeiten im Internet Kontakte zu knüpfen, in Forer nachzuschauen. Deine Mum wird nicht jünger und du solltest zusehen, dass nachher Menschen da sind, die sich um dich kümmern. Es gibt viele Organisationen, auch im kirchlichen Bereich, die helfen können.

Das hört sich jetzt für dich vielleicht alles zu einfach an, aber glaube mir.....ich weiß wovon ich rede. Ich habe 7 Jahre meinen schwer kranken Mann gepflegt, der schwer herzkrank war. Sein Leben hin die letzten 3 Jahre täglich an einem seidenen Faden. Er starb an Herzversagen 3 Tage vor seinem 58. Geburtstag.

Ich wünsche dir trotzdem alles Gute.....und überdenke bitte deinen Entschluß.

Liebe Grüße A.

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"Denn also hat GOTT die Welt geliebt, daß ER seinen Eingeborenen SOHN gab, damit alle, die an IHN glauben, nicht verloren werden, sondern das EWIGE LEBENhaben." Ich möchte dir ans Herz legen, es nicht zu tun was du dir vorgenommen hast.Das wäre absolut der falsche Weg und sicherlich falsche Entscheidung von dir.Selbstmord das ist schwere Sünde in Augen Gottes. Und die es tun, gehen direkt in die Höhle zu dem Teufel und seinen Dämonen. Und ich denke nicht, dass du würdest wollen deine Ewigkeit mit solchen Kreaturen zu verbringen.Deine Lage ist wirklich verzweifelt, wenn du so weit gekommen bist mit solchen Gedanken sich zu beschäftigen. Du bist auf der Suche nach halt und Stütze. Der einzige der dir wirklich helfen kann das ist JESUS CHRISTUS.Suche JESUS und sein Licht alles andre hilft dir nichts!Ich würde dir empfehlen unverzüglich an diese Leute sich zu wenden unter Telefonnummer 07258 / 7464. Erzähle ihnen deine Lage. Sie werden dir gute Ratschläge weiter geben. Alles gute.

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Meine persönliche Meinung zum Thema Sterbehilfe auf dem vor lassen, kann ich jede Mutter verstehen, die den Tod oder den bevorstehenden Tod ihres Kindes nicht akzeptieren möchte!

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Keine Mutter will das vom eigenen Kind hören. Der größte Horror, das absolut Zerstörendste, das es gibt, ist, der Tod des Kindes.

Ich kann zwar verstehen, dass du keinen Nerv mehr auf dein Leben hast, deine Mutter aber kann das nicht an sich ranlassen, wie auch. So etwas existiert im Universum einer Mutter nicht.

Ich weiß nicht, welche Erkrankungen du hast, deswegen kann ich auch nichts dazu sagen aber ich bin selber chronisch krank und ich kenne Phasen wo man die Faxen nur noch dicke hat. Ich bin dann nicht wehleidig, nur wütend und genervt. Aber auch diese Phasen verschwinden wieder, bei mir ist das so.

Und man (bei mir ist es so) hat auch wieder Zeiten wo alles wie am Schnürchen läuft aber ich kann nur von mir reden. Lass dir Zeit, guck ob es besser wird, ich weiß nicht ob du ständig an deiner Erkrankung leidest oder ob es auch beschwerdefreie Zeiten gibt

Ich kann dir wirklich nur schwer etwas raten, ich bin chronisch krank, ich habe ein Kind und auch eine Mutter.

Wenn es meinem Kind schlecht geht, drehe ich durch. Geht es mir schlecht, ist meine Mutter außer sich, so ist es nun mal, das eigene Kind geht über alles. Verstehe deine Mutter, du kannst das eher als umgekehrt. Deine Mutter kann sich nicht vorstellen, dass eins ihrer Kinder tot ist, es ist zu schrecklich. Tu ihr das bitte nicht an, egal wie schlecht du dich gerade fühlst, sie würde daran zugrunde gehen.

Warte ab, vielleicht fühlst du dich gerade so schlecht, dass du dir so ein Leben nicht mehr vorstellen willst, nicht mehr ertragen kannst. Aber es ist trotz allem, dein Leben, du hast jetzt gerade nur dieses, es wäre schade wenn du es beendest.

Ich kann dir wirklich keinen guten Rat geben, es gibt keinen, egal was du tust, einer leidet immer darunter.

Ich drücke dich und ich werde für dich bitten, damit es dir besser geht, egal in welche Richtung. Und deiner Mutter genauso. Alles Liebe für euch alle.

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Ich würde das Thema dann nicht mehr mit der Mutter besprechen. Ein Austritt aus dem Leben deinerseits wird für sie schon heftig genug werden.

Und ich würde vielleicht bei meinem Suizid-Plan einbeziehen ob das meine Mutter nicht 'ins Grab' bringen würde. Sprich, ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt, den Selbstmord noch ein wenig herauszuzögern.


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Es gibt ein Buch, das heißt "ein ganzes halbes Jahr". Es ist zwar ein Liebesroman und der Protagonist ist gelähmt, aber es geht auch darum, dass der Mann selbst entscheidet, das er sterben will und seine Eltern es vorerst nicht akzeptieren. Aber (Spoiler) die Mutter es letzten Endes doch akzeptiert. Ich weiß jetzt nicht, ob deine Mutter so etwas lesen würde, aber es wäre eine Art ihr dieses Thema nahezubringen.

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Kommentar von TheGrow
21.04.2017, 03:46

Auf Sky on Demand gibt's den Film zum Buch !

 Habe mir den zufällig gerade erst vorgestern angesehen! Der Film ist sehr zu empfehlen für den der sich für dieses Thema interessiert 

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Ich verstehe dich erheblich gesagt auch nicht. Ok ich kenne deine Situation nicht und wie stark du wo beeinträchtigt bist. Aber sterben kann man wirklich immer noch. Wenn unser Kopf wirklich nur einen biocomputer trägt, und das ist das was ja auch ohne glauben beweisbar ist, dann ist der Tod ein ausschalten und du bist weg, danach kommt nix mehr. Und das was du hier hast ist ja wohl besser als nichts. Die Medizin hat in den letzten 20jahren soviel dazu gelernt ... Was ist wenn sie dir in 5 Jahren helfen können? Geh Mal zum Arzt und lass dir was Gras verschreiben, das wird deine Sichtweise evtl. verbessern. 

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