Musste man im Mittelalter lesen und schreiben können und wenn ja warum?

9 Antworten

Die allermeisten Menschen im Mittelalter konnten nicht lesen, und brauchten dies auch nicht zu können. Nur Adlige, Gelehrte, Mönche, Priester, Ärzte u.ä. konnten lesen, nicht nur die Sprache des Landes, sondern vor allem Latein und auch Griechisch. In FRÜHEN Mittelalter wurde sowieso fast nur in lateinischer Sprache geschrieben, Dokumente auf Althochdeutsch, sagen wir: aus dem 7. Jahrhundert, sind rar. --- Wozu hätte ein Landarbeiter oder ein Handwerker, z.B. Schmied, lesen können müssen? Mündliche Kommunikation reichte, und Schulpflicht gab es damals natürlich auch nicht. Selbst Ende des 18. Jahrhunderts konnte die Mehrheit der Menschen in Europa nicht schreiben und lesen.

Die meisten Menschen konnten nicht lesen. Man musste das nur können, wenn man die Bibel lesen wollte

nein aber das war auch nicht nötig, da der buchdruck erst im 16. jahrhundert entwickelt wurde. vorher gab es nur handgeschriebenes und das war natürlich nicht geeignet, das volk massenhaft zu informieren oder zu bilden. wer lesen und schreiben konnte gehörte in der regel zum adel oder zum klerus.

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