muss oder darf im Arbeitszeugnis stehen, dass ich gekündigt wurde (auch auf eigenen Wunsch)?

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8 Antworten

Am Ende eines Arbeitszeugnisses steht, soweit ich weiß, warum das Arbeitsverhältnis beendet wurde. Standard bei Selbstkündigung ist: "Herr/Frau XXX verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch".

Also nehme ich mal an, dass wenn es anders ist, das dann auch irgendwie drinsteht. Aber wie genau, sorry, weiß ich nicht.

ratzenlady 22.06.2011, 19:37

Danke für den Stern! :)

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Meinereiner67 22.06.2011, 19:37

Das ist auch bezeichnend, wenn da steht "auf eigenen Wunsch", vor allem, wenn danach ne arbeitslose Phase kommt.

Das heißt dann der wollte selber arbeitslos sein.

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imager761 22.06.2011, 20:24

Das ist absoluter Unfug!

Wie kann man nur so einen hahnebüchenen Unsinn verbreiten wenn man den rechtlichen Sachverhalt offensichtlich überhaupt nicht kennt?

  1. Das Arbeitszeugnis muss wahr sein, darf allenfalls nicht so brutal offen sein, dass man dem scheidenden Mitarbeiter seine Zukunft verbaut. (d. h. wohlwollend, aber wahr).

  2. Die Begründung "... verlässt auf eigenen Wunsch" würde Schadensersatzansprüche des künftigen Betriebes auslösen (Täuschung) und eine Sperre beim ALG bewirken (Arbeitnehmer kündigte) :-O

  3. Die denkbare korrekte Formulierungen wäre:

    "Das Arbeitsverhältnis wurde (aus betrieblichen Gründen) mit Ablauf des 18.09.2005 beendet. (Für seine weitere beruflich Zukunft wünschen wir ihm alles Gute)."

Klartext: Ihm wurde fristlos gekündigt - Vorsicht! Mit geradem Datum: Den wollten wir schnell, aber fristgerecht loswerden. (Mit den Zusätzen etwas wohlwollender): Soll er woanders sein Glück versuchen; über seine Arbeitsleistung haben wir uns jedenfalls nicht zu bedanken.

G imager761

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ratzenlady 22.06.2011, 22:21
@imager761

Hey... nicht so zickig ;)

Ich habe ausdrücklich geschrieben, dass in einem Standard-Arbeitszeugnis bei Selbstkündigung dieser Satz steht! Und nicht, dass beim Fragesteller dies drinstehen würde. Zumal habe ich zweimal wiederholt, dass meine Aussage meinem Kenntnisstand entspricht und keine manifestierte rechtssichere Wahrheit ist.

Ich habe eine allgemeine Aussage getroffen, keine direkt auf die Situation des Fragestellers bezogene (und dies auch so formuliert).

Also lies doch bitte erstmal ordentlich, bevor du jemanden angreifst und der Unwahrheit bezichtigst. Danke.

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Wenn er dir kündigt, und bestätigt dir anschließend auch noch schriftlich, dass du selbst gekündigt hast, ist das schlicht und einfach BETRUG

du darfst selbst entscheiden was in deinem zeugnis steht und wie es geschrieben werden soll, ein arbeitszeugnis darf nie negativ geschrieben werden das ist gesetz. und er will doch bloß nen aufhebungsvertrag damit du keine abfindung bekommst nehme ich mal an, alles panikmache, wenn er nichts zu verlieren hätte, meist geld, würde er dir nicht einen aufhebungsvertrag anbieten... ich würde darauf bestehen das er mich kündigt, wenn ich in der situation wäre.

imager761 22.06.2011, 20:34

du darfst selbst entscheiden was in deinem zeugnis steht und wie es geschrieben werden soll,

Lachhhaft! Der AG formuliert das Zeugnis, da er gegenüber künftigen AG für (unwahre) Angaben haftbar gemacht werden kann! Der AN kann alllenfalls arbeitsgerichtlich eine Neufassung oder Umformulierung verlangen.

er will doch bloß nen aufhebungsvertrag damit du keine abfindung bekommst

Dummfug!

Dass man bei einer arbeitgeberseitigen Kündigung eine Abfindung verlangen kann, ist ein Irrglaube, der sich hartnäckig hält. Diesen Anspruch gibt es nicht :-O

Ein Aufhebungsvetrag ist vielmehr ein Angebot, ALG zu bekommen und den Kündigungsgrund verschweigen zu können (Vertragsstillschweigen).

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zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses brauchen keine Angaben gemacht werden.

Wenn dir ein Aufhebungsvertrag, aus Gründen welche auch immer angeboten wird, angeboten wird und du dem zustimmst - dann lege wert darauf entweder überhaupt nicht in der Schlussformulierung oder so sinngemäß "aufgrund innerbetrieblicher Umstrukturierung" etc.

Im Zeugnis darf der Grund des Arbeitsverhältnisses stehen, egal wie gekündigt wurde.

derrolf 22.06.2011, 19:26

Der Grund des Arbeitsverhältnisses? Der Grund, weshalb ich arbeite ist, weil ich Geld brauche. Der Grund des Arbeitgebers ist, dass er Arbeit zu erledigen hat.

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Moin,

wenn der dich zu nem Aufhebungsvertrag überreden will, kann der ja eigentlich nicht rechtswirksam kündigen.

Wofür müsste der dann den Zirkus machen? - der könnte doch sonst einfach so kündigen.

Wenn du nix angestellt hast, machst DU die Regeln.

Gurgel nach Arbeitszeugnissen und leg dem n vorformuliertes Zeugnis mit der Leistungsbewertung "GUT" vor.

Allzu überschwenglich seehr seehr gute Zeugnisse wirken unglaubwürdig.

Deshalb mach dich vorher schlau.

Es wird so oder so drinstehen warum du gegangen bist, selbst wenn es auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist ;)

imager761 22.06.2011, 20:36

So ist es. Und ein Anruf beim alten Chef klärt die Gründe dann vollends :-)

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Was ist daran schlimm. Wenn du den Arbeitsplatz noch hättest, hättest du kein Zeugnis. Irgendwie verstehe ich das nicht so ganz. Er darf nur nichts negatives reinschreiben.

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