Muss mir mein alter Arbeitgeber bei einer Freistellung trotzdem meinen Urlaub auszahlen?

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6 Antworten

nun wurde ich nach meiner Abschlussprüfung die ich erfolgreich bestanden habe gekündigt

Das bezweifle ich mal. Die Ausbildung endet mit erfolgreicher Prüfung automatisch, also ohne Kündigung.

Ich wurde im Februar 2016 freigestellt von meinem Arbeitgeber weil Sie mich bereits in meiner Ausbildung (2. Jahres) los werden wollten.

Je nachdem wie die Freistellung formuliert ist, kann der Urlaub u. U. mit der Freistellung verrechnet werden. Die Freistellung wurde doch sicher schriftlich erklärt. Dann nenne mal bitte den exakten Wortlaut. Wurde die Freistellung beispielsweise unwiderruflich und "un­ter An­rech­nung et­wai­ger Rest­ur­laubs- und Frei­zeit­aus­gleichs­ansprüche" erklärt, hast du vermutlich Pech gehabt.

Aber um genaueres sagen zu können, muss man die exakte Formulierung kennen.

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Kommentar von DarthMario72
10.08.2016, 12:17

 Ich habe nichts schriftliches erhalten! 

Die Ergänzung habe ich jetzt erst gelesen. @hexle2 hat ja schon den passenden Link geliefert und dich auf § 7 Abs. 4 BUrlG hingewiesen.

Schreibe deinen AG mit Einwurfeinschreiben an und setze ihm ein Frist zur Auszahlung. Tut sich dann nichts, bleibt dir nur, das ganze gerichtlich einzuklagen.

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ich hatte mal ähnliches (allerdings in einem schon regulären Arbeitsverhältnis, also nicht Azubi).

Ich kriegte sowohl das Geld als auch den anteiligen Urlaub (6 Monate Freistellung,d a sie dauernd gerichgtstermine verschoben eusw.9.

Sprich, ich hatte eh nen Anwalt.. udn der hat durchgeboxt, dass sie mir ALLES zahlen mussten. Das gehalt,d en Urlaub, alle vorher noch angefallenen Spesen..).

Sprich: Urlaub steht Dir zu, es wird auch nichts verrechnet.

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Normalerweise muss der Arbeitgeber, eine Freistellung als unwiderruflich betiteln. Dann kann der Arbeitgeber die Urlaubsansprüche mit der freigestellten Zeit verrechnen.

Hier haben wir aber einen anderen Fall. Sofern es keine unwiderrufliche Freistellung war, hättest du Urlaub beantragen können und dieser wäre dir zu genehmigen gewesen.

Die Forderung auf Auszahlung des Urlaubsanspruches kann aber nur durchgesetzt werden, wenn es keine Möglichkeit zum Abfeiern des Urlaubs gibt. Diese war aber gegeben, denn mehr als frei kannst du nicht bekommen.

Folglich ist dein Urlaubsanspruch weg. Da wirst du Pech haben.

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Kommentar von Familiengerd
10.08.2016, 13:00

Folglich ist dein Urlaubsanspruch weg. Da wirst du Pech haben.

Das bezweifle ich.

Wenn das richtig wäre, was Du behauptest, würde das bedeuten, dass ein Arbeitnehmer seinen Urlaub während einer nicht als "unwiderrufliche" erklärten Freistellung gezwungenermaßen nehmen müsste (sofern der Arbeitgeber zustimmt) - er also entgegen den Bestimmungen des Bundesurlaubsgesetzes nicht selbst festlegen könnte, wann er seinen Urlaub nimmt.

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Wenn Du nichts schriftliches über Deine Freistellung hast, hast Du auch keine "unwiderrufliche" Freistellung. Somit muss der AG Dir den Resturlaub nach § 7 Abs. 4 Bundesurlaubsgesetz abgelten.

Dein AG kann die Freistellung nur dann mit Deinem Urlaubsanspruch verrechnen, wenn er diese eindeutig als "unwiderruflich" ausgesprochen hat.

http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Freistellung.html

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Kommentar von Shenzo97
10.08.2016, 12:04

Vielen Dank für diese hilfreiche Antwort.

Es wurde nichts schriftliches festgelegt, habe gerade mit meinem alten AG telefoniert gehabt und Ihn darauf aufmerksam gemacht und er sagt mir, dass ich keinen Anspruch darauf hätte. Habe Ihn genau diese Antwort auch vorgelesen, er sieht es trotzdem nicht ein. Deshalb muss ich mir da doch nochmal ein Anwalt hinzuziehen.

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Das hängt von dem Wortlaut der Freistellung ab.

Im Zweifelsfall einen Anwalt fragen (und bezahlen).

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Bitte genauere Infos mit dem jeweiligen Datum. Wann Freistellung? Schriftlich? Wann gekündigt?

Dann kann ich exakter antworten.

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Kommentar von Shenzo97
10.08.2016, 11:51

Freistellung im Februar am 12.02.2016 - nichts schriftliches - 14.06.2016

Zuvor keinen Tag Urlaub genommen und für das Jahr 2016 stehen mir 14 zu.

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