Muss meine Abfindung herhalten für die Unterhaltsschulden meiner Frau?

8 Antworten

Du bist deiner Frau unterhaltsverpflichtet und deinen beiden Kindern. sie widerum ist dem 1. kind gegenüber unterhaltsverpflichtet und muss alles tun, um den Mindestunterhalt zu entrichten, ggf. auch mehr arbeiten. Nun trägt sie die Vorschusskosten als Schilden wie ein Banner vor sich her und muss sehen, wie sie sie loswerden kann. Deine Abfindung ist dir, da kann keiner dran. Zumal ja jetzt auch die Arbeitslosigkeit mit geringerem Einkommen deinerseits kommt.

Eine Zugewinngemeinschaft bedeutet eben gerade nicht, dass das in der Ehe erworbene Vermögen gemeinschaftliches Eigentum wird. Die Abfindung erhöht damit lediglich dein Vermögen und hat keine Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit deiner Frau in Sachen Unterhalt.

Deine Abfindung hat nichts mit der Unterhaltsschuld deiner Ehefrau zu tun.

Zugewinngemeinschaft bedeutet nicht, was meins ist, ist auch deins, das waere Guetergemeinschaft. Zugewinn bedeutet, was beide in der Ehe zusammen erwirtschaftet haben, wird geteilt. Das betrifft aber keine Gewinne, Erbschaften oder Abfindungen. Die gehoeren nur dem, dem sie zusteht und das faellt auch nicht in den Zugewinn.

Beispiel A erbt ein Haus im Wert von 100 000 Euro. Das Haus wird renoviert und hat eine Wertsteigerung auf 150 000 Euro einige Jahre spaeter. Von der Wertsteigerung von 50 000 gehoert der Frau von A die Haelfte, von den 100 000 aber nichts. Das ist Zugewinngemeinschaft, du musst jetzt und auch bei Trennung deiner Frau nie was davon abgeben. Deswegen kann ihr auch nichts angerechnet werden, was ihr nicht gehoert und worauf sie keinen Anspruch hat.

Weiterhin bekommst du das Geld ja auch nicht zur freien Verfuegung geschenkt. Du verlierst deinen Arbeitsplatz und das Geld mindert deinen Schaden. Du wirst deswegen wahrscheinlich in Zukunft Einbussen haben (alg1 statt Gehalt) und das Arbeitsamt kann die Abfindung auch noch ggf. anrechnen.

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