Muss mein Mobilfunkanbieter Einzelverbindungen nachweisen?

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4 Antworten

Bei jedem Vertragsabschluß mit einem Handyanbieter sollte man immer den Einzelnachweis sofort anfordern.

Wenn Du sicher bist, dass Du nicht so lange telefoniert hast, kannst Du auf einen Einzelnachweis bestehen. Natürlich können die das rückwirkend recherchieren, wie sonst hätten sie sonst "angeblich" feststellen können, dass Du solange telefoniert hast. 

Da Du bereits Rücklastschrift vorgenommen hast, wird jetzt sicherlich  Schriftwechsel stattfinden. Behaare auf einen Beleg, sonst werden auch noch Mahnkosten auf Dich zukommen, damit musst Du rechnen. lg Lilo

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Normalerweise wirst Du bei Vertragsabschluss gefragt, ob Du einen Verbindungsnachweis möchtest. Bei einer Verneinung muss er dann tatsächlich keinen Nachweis erbringen, denn Du hast ihm die Grundlage dafür entzogen. Hier könnte dir allerdings die seit Anfang des Jahres zwingende Massenspeicherung zugute kommen. Das kann dir aber nur ein Anwalt o. ä. sagen.

Hauptfrage ist aber, ob Du explizit den Verbindungsnachweis untersagt hast. Mit Deaktivierung als initiale Einstellung dürfte der Anbieter IMHO nicht durchkommen.

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Kommentar von lilidank
18.05.2016, 10:35

Danke für deine Antwort. 

Ich habe dem explizit nicht entsagt. Ich wurde nicht gesondert gefragt, man muss es manuell online aktivieren, Ziemlich dreist. 

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Hast Du schon mal über die Telefonieprotokolle auf Deinem Handy nachverfolgt, ob das nicht tatsächlich zutreffen könnte?

Die Bundesnetzagentur meint dazu:


Es ist zu beachten, dass es keinen EVN für die Vergangenheit gibt:

Der Anbieter darf dem Teilnehmer die gespeicherten Daten derjenigen Verbindungen, für die er entgeltpflichtig ist, nur dann mitzuteilen, wenn er vor dem maßgeblichen Abrechnungszeitraum in Textform einen EVN verlangt hat.


Quelle: http://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Verbraucher/Vertragsfragen/Einzelverbindungsnachweis/einzelverbindungsnachweis-node.html

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Kommentar von skilsor
18.05.2016, 11:08

Der Anbieter muss aber nachweisen können, dass diese Gespräche tatsächlich stattgefunden haben!

Da muss er dann einzelverbindungen nachweisen.
Könnte ja sonst jeder Otto Hans Anbieter kommen und ne 100€ Rechnung stellen. Und im Nachhinein heißt es dann: "Tja, se haben keinen EVN aktiviert".

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Die Rücklastschrift war keine gute Idee denn es wird zu unnötigen Ärger und zusätzlichen Kosten führen. Dein Anbieter hat Anspruch auf den Betrag. Zumindest ein Teil der Forderung war ja berechtigt. Wenn du keinen Einzelverbindungsnachweis vereinbart hast muß du nachweisen das du die strittigen Telefonate nicht geführt hast. Hat dein Telefon eine Anruf-Chronik gespeichert?

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