Muss man zur Arbeit wenn Kind krank und der Partner halbtags arbeitet?

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8 Antworten

Hat mein Partner mit der Freistellung nicht das Recht den ganzen Tag zu Hause zu bleiben?

Ja, hat er.

Wenn Dein Partner Anspruch auf sogenanntes Kinderkrankengeld als Lohnersatz nach dem Fünften Sozialgesetzbuch SGB V § 48 "Krankengeld bei Erkrankung des Kindes" hat, dann hat er auch Anspruch auf unbezahlten Sonderurlaub gegen seinen Arbeitgeber.

Diese Freistellung betrifft dann den ganzen Tag, wie Rheinflip in seiner Antwort schon richtig festgestellt hat.

Die Chefin kann in diesem Fall nicht verlangen, dass er am Nachmittag zur Arbeit erscheint.

Anderenfalls könnten sich daraus Konflikte mit der Krankenkasse ergeben, wenn er einerseits Krankengeld bezieht, andererseits für einen halben Arbeitstag Arbeitsentgelt vom Arbeitgeber.

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Kommentar von Familiengerd
05.02.2017, 22:12

Sorry, ich habe mich vertippt: es muss selbstverständlich § 45 (statt 48) heißen - das ergab sich aber auch schon aus dem Paragraphentitel "Krankengeld bei Erkrankung des Kindes".

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Das ist nicht zulässig, schließlich erhält der Arbeitgeber ja Geld von der Krankenkasse, wenn dein Partner krankgeschrieben ist. Es wäre also Betrug.

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Ich finde, diese Regelung sollte man nicht überstrapazieren. Wenn der Arbeitgeber schon weiß, dass die Partnerin am Nachmittag zu Hause ist, braucht sich der Vater nicht den ganzen Tag krank schreiben lassen, bzw. könnte er den nhalben Tag arbeiten.

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Wenn ich dich richtig verstehe hat dein Kind eine Krankmeldung und der Kinderarzt bescheinigt, dass die Betreuung des kranken Kindes erforderlich ist. Ich würde sagen, seine Chefin hat Recht. Der Anspruch auf die Freistellung besteht nur, wenn keine andere im Haushalt lebenden Personen die Betreuung übernehmen können. Würde also eine noch fitte Oma im Haus wohnen, wäre die für die Betreuung des kranken Kindes zuständig. 

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Kommentar von Rheinflip
05.02.2017, 17:01

Das entscheidet dann der Chef  oder der Arzt? Unglaublich,  wie fahrlässig Kindeswohl und Arbeitnehmerrechte ignoriert werden.

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Kindkrank ist personenbezogen und gilt ganztägig. Der Chef hat das zu akzeptieren. 

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Kommentar von Still
05.02.2017, 17:08

Wie wäre es mit einer Quelle?

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Wenn dein Partner von einem Arzt arbeitsunfähig geschrieben wurde, muß der Arbeitgeber das akzeptieren. Dass es sich dabei nur um ein Gefälligskeits-Attest handelt, ist wohl allen Beteiligten klar. Wenn der Chef es darauf anlegt, schickt er ihn zu einem Amtsarzt.

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Kommentar von Rheinflip
05.02.2017, 16:57

Unwissend,  aber meinungsfroh.  Nicht hilfreich. 

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Kommentar von Familiengerd
05.02.2017, 18:02

Der Partner wird doch nicht krankgeschrieben!

Dies Antwort ist völliger Unsinn und geht komplett an der Fragestellung vorbei!

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Ihr habt einen Arbeitsvertrag unterschrieben! Die Versorgung des Kindes geht vor, aber dafür genügt ein Elternteil. Wenn Mama zuhause ist, kann Papa arbeiten gehen.

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Kommentar von Rheinflip
05.02.2017, 16:59

Nette Meinung,  aber rechtlich falsch. 

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wenn der Kinderarzt bestätigt, dass ein Elternteil bei dem Kind bleiben muss. Dann bedeutet es genau das. 1 Elternteil. Wenn du also zuhause bist, muss dein Mann nicht auch.

Generell hat jeder Elternteil eine bestimmte Anzahl an Tagen im Jahr zur Verfügung an welchen er beim Kind bleiben kann, wenn dieses krank ist (und es notwendig ist).

Somit hat die Chefin recht und der Vater kann diesen halben Tag evtl. mit Überstunden abdecken

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Kommentar von Familiengerd
05.02.2017, 18:00

Somit hat die Chefin recht und der Vater kann diesen halben Tag evtl. mit Überstunden abdecken

Nein, hat sie nicht.

Im Übrigen widersprichst Du damit Deiner vorherigen Aussage "Generell hat jeder Elternteil eine bestimmte Anzahl an Tagen im Jahr zur Verfügung an welchen er beim Kind bleiben kann, wenn dieses krank ist (und es notwendig ist)."

Außerdem spricht das Fünften Sozialgesetzbuch SGB V § 48 "Krankengeld bei Erkrankung des Kindes" Abs. 2 ff vom Anspruch auf Freistellung an "Arbeitstagen" und nicht auch auf Freistellung an "halben Arbeitstagen"!

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